Robert

Wenn ich fahre, dann trinke ich nicht.

von Robert am| 1 Kommentar

Zuletzt habe ich euch von meinem Freund berichtet, der betrunken einen Autounfall verursacht hat. Nach der Aktion sitzt er nicht mehr hinterm Steuer, wenn er alkoholisiert ist. Ich brauch so eine Erfahrung nicht, für mich ist schon immer klar: Wenn ich fahre, dann trinke ich keinen Alkohol. Nie. 

Verantwortungsvoll mit mir und meiner Umwelt umzugehen, das fand ich schon gut als in meinem Leben die Party- und Dorffestzeit startete. Klar habe ich ausprobiert, wie weit ich gehen kann – wenn ich noch heimradeln musste, habe ich aber nichts getrunken. Bei vielen meiner Freunde war das anders. Die sind auch mal stark angetrunken losgefahren. Dabei ging gern mal was schief: Ein Freund schlug sich die Zähne aus und eine Freundin prellte sich ihr Knie. Damit sind sie ja sogar noch gut weggekommen – wenn man bedenkt, was sonst noch so passieren kann, wenn man alkoholisiert im Verkehr unterwegs ist.

Null Promille im Straßenverkehr

Ich habe ja eher Angst vor Schmerzen – wäre schön doof, wenn ich mit Alkohol mein Unfallrisiko erhöhe. Wer ein Auto bewegt, der bewegt auch eine potentielle „Waffe“, wenn er nicht in der Lage ist, angemessen zu reagieren. Für Fahranfänger und Jugendliche bis 21 Jahre gilt ja eine strikte 0,0 Promillegrenze. In Australien gilt diese Grenze für alle – das finde ich sinnvoll. In den acht Monaten, in denen ich den roten Kontinent bereist habe, konnte ich (hoffentlich) davon ausgehen, dass die Menschen um mich herum nüchtern am Verkehr teilnahmen. Ich fänd es super, wenn das in Deutschland genauso wäre. Schließlich stellen auch über 21-Jährige und erfahrene Fahrer eine Gefahr für sich und andere dar, wenn sie Alkohol im Blut haben.

Viel wichtiger als eine gesetzliche 0,0-Promillegrenze ist mir persönlich aber, dass wir als Fahrer und Mitfahrer sensibler werden. Manche sind der Meinung, dass man nach geringem Alkoholkonsum noch fahren kann. So ein Unfug! Schon geringe Promillewerte sorgen dafür, dass man schlechter sieht und langsamer reagiert. Deshalb kann für mich hier nur „Null Promille“ das Limit sein.

Meiner Meinung nach sind wir alle nur dann verantwortungsvoll, wenn wir auf Alkohol verzichten, wenn wir später noch fahren wollen. Das hat nichts mit Übervorsichtigkeit oder Verklemmtheit zu tun. Es zeigt, dass wir in der Lage sind, verantwortungsvoll für unsere Freunde da zu sein und diese sicher nach Hause zu bringen.

Ich kenne da einen Club in Dresden, der hat ein sinnvolles System: Die Fahrer bekommen am Eingang eine spezielle Karte zum Bezahlen. Damit können sie nur alkoholfreie Getränke bestellen und bekommen darauf auch noch Rabatt. So kommt man während den Höhenflügen einer durchfeierten Nacht nicht auf die dumme Idee, dass das eine Bier „schon nicht so schlimm“ sein kann.

Auf einer Straße ist man selten allein

Das erste was ich in der Fahrschule lernte war, dass man auf die anderen Rücksicht nehmen soll. Das gilt meiner Meinung nach für Vorfahrtsregeln genauso wie für Alkoholkonsum. Denn wer betrunken fährt, gefährdet auch alle anderen.

Wenn noch mehr von uns das Prinzip vorleben, dann kann sich diese Ansicht auch weiter verbreiten. Dann bleiben uns vielleicht auch einige traurige Meldungen von alkoholbedingten Unfällen erspart.

Besser feiern und besser heimkommen!

Ein Kommentar zu: ““Wenn ich fahre, dann trinke ich nicht.”

  1. Avatar

    Paddy

    Ich kann ja gut verstehen, dass eine 0.0-Promillegrenze wünschenswert ist, um die Sicherheit im Straßenverkehr gewährleisten zu können.
    Doch wie möchte man das in Deutschland gesetztlich durchsetzen?
    Ich bin der Meinung, dass Müdigkeit, Stress, Hektik und totale Emotionen, wie Wut oder Trauer die Aufmerksamkeit eines Autofahrers genauso stark einschränken, wie 0,3-Promille Alkohol im Blut und den Verkehr genauso gefährden können.
    Sollte dagen jetzt auch gesetzlich vorgegangen werden?

    Eine Sensibilisierung ist natürlich auf keinen Fall verkehrt. Finde ich gut!
    Und der Club in Dresden – das macht wirklich Sinn! Es wäre schön, wenn mehr Clubs versuchen würden, so die Gefährdung ihrer Gäste im Straßenverkehr zu verringern. Jedoch achten die meisten Clubs wohl nur auf ihren Umsatz.

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