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Alkohol und eSport – schadet echtes Bier im virtuellen Wettkampf?

von KDL-Blog am

eSports-Team freut sich über gewonnenes Match

Virtueller Sport hat mehr mit „echtem“ Sport zu tun als viele Leute glauben. Auch deshalb spielt im eSport-Bereich der Umgang mit Alkohol eine wichtige Rolle.


Ist eSport mehr als nur „zocken“?

Als Trend bekommt eSport gerade in Zeiten von Corona viel zusätzliche Aufmerksamkeit, dabei ist das Phänomen alles andere als neu. Längst füllen eSport-Turniere ganze Stadien, Live-Übertragungen von Matches finden Millionen von Zuschauer*innen. Einzel- und Teamdisziplinen von FIFA bis MOBA sind beliebt bei Spieler*innen und Fans, die Stars der Szene können es in Sachen Bekanntheit und Werbewirksamkeit mittlerweile mit Athlet*innen aus der realen Sportwelt aufnehmen.

Wie „sportlich“ ist eSport?

Darüber, ob eSport „echter“ Sport ist, wird seit langem leidenschaftlich gestritten. Der deutsche Olympische Sportbund (DOSB) sagt dazu noch immer „nein“. Sportwissenschaftler*innen der Deutschen Sporthochschule Köln, die seit Jahren zum Thema eSport forschen, sehen das allerdings anders: Um in eSport-Disziplinen erfolgreich zu sein, brauchen Spieler*innen unter anderem

                   (…) neben herausragenden motorischen Fähigkeiten körperliche Höchstleistung bezogen auf die Reaktions- und Konzentrationsfähigkeit, taktische Fähigkeiten, Wahrnehmung oder Stressresistenz.

Prof. Dr. Ingo Froböse, Deutsche Sporthochschule Köln

So hat eSport also einiges mit traditionellem Sport gemeinsam – und wer im Wettkampf mit anderen eSportler*innen vorn mit dabei sein will, muss die Sache ernst nehmen, sich entsprechend vorbereiten und verhalten.

Höchstleistungen im eSport vertragen keinen Alkohol

Das bedeutet auch: Um gute Leistungen liefern zu können, müssen eSportler*innen nicht nur das jeweilige Videospiel gut beherrschen. Körperliche und geistige Fitness sowie entsprechendes Training sind genauso wichtig. Wer sich also mit einem Bier in der Hand vor den Computer setzt und nur wild drauf los daddelt, braucht sich keine Hoffnungen auf eine erfolgreiche eSport-Karriere zu machen.

Die Wirkung von Alkohol tut dazu ihr Übriges, denn unter Alkoholeinfluss verschlechtert sich jede deiner Fähigkeiten, die im eSport wichtig sind: Du kannst dich schlechter konzentrieren, deine Sehleistung lässt nach, deine Hand-Auge-Koordination leidet, du reagierst langsamer. Je höher der Promillewert im Blut, desto extremer sind diese Auswirkungen.


Alkohol und eSport passen also genauso wenig zusammen wie Alkohol und traditioneller Sport. Ganz egal, ob beim realen und virtuellen Sport: Wer trinkt, verliert.

Kein eSport kann „echten“ Sport ersetzen

Obwohl dir eSport ähnliche Höchstleistungen abverlangt wie reale Sportarten, kann die virtuelle Variante kein Ersatz für den Sport in der echten Welt sein. Darauf weist auch die Deutsche Sporthochschule Köln hin:

Wer stundenlang vor dem Rechner oder der Konsole sitzt, konzentriert sich zu einseitig und bewegt sich dabei wenig – außerdem reicht „Spiel-Training“ allein nicht aus, um im eSport erfolgreich zu sein und zu bleiben. Auch eSportler*innen müssen real trainieren, um fit zu bleiben. Denn „echter“ Sport ist gesund, macht Spaß und hilft dabei, auch in anderen Bereichen besser zu werden und Herausforderungen zu meistern.

Verfolgst du selbst eSport oder bist sogar aktive*r eSportler*in? Welche Rolle spielt Alkohol für dich dabei? Lass uns einen Kommentar da oder schreib uns auf Instagram!


Zum Nachlesen:

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