KDL-Blog

Heuschnupfen und Alkohol: So wirken Bier & Co. bei Allergien

von KDL-Blog am

Junger Mann putzt sich im Freien die Nase

Sommerzeit ist Allergiezeit. Wenn die Nase läuft und die Augen tränen, lohnt es sich besonders, in Sachen Alkohol im Limit zu bleiben – aber warum eigentlich?


Sommer, Sonne, (Heu)Schnupfen

Der Sommer kommt und mit ihm steigt die Lust, wieder mehr nach draußen zu gehen – und dank der Lockerungen der Corona-Maßnahmen ist das auch möglich. Falls du allerdings wie jede*r Vierte in Deutschland Allergiker*in bist, ist deine Freude vielleicht eher gedämpft. Denn die Maske, mit der du aufgrund des Virus unterwegs bist, schützt zwar andere, nicht aber dich selbst – weder gegen Viren, noch gegen Gräser und Pollen.


Was also tun gegen rote Augen, eine laufende Nase oder andere Allergiesymptome? Natürlich gibt es Medikamente, die Allergiker*innen das Leben etwas leichter machen. Darauf zu achten, was genau du isst und trinkst, kann dir aber auch schon helfen!

Alkohol bei Allergie? Weniger ist mehr!

Der Grund dafür liegt in einem Stoff, der sowohl in deinem Körper als auch in Lebensmitteln und alkoholischen Getränken vorkommt: Histamin. Das ist einer der Botenstoffe, die während einer allergischen Reaktion dafür sorgen, dass z.B. die Augen tränen, die Haut sich rötet oder die Nase läuft.

Wenn du nun Lebensmittel oder Getränke zu dir nimmst, die deinem Körper zusätzlich Histamin zuführen, kann das deine Allergiesymptome verschlimmern. Auf Bier, Wein und Schnaps solltest du deshalb in der Allergiezeit möglichst verzichten. In diesen Getränken steckt nämlich Histamin, das bei deren Herstellung entsteht. Aber auch, wenn du kein*e Allergiker*in bist, lohnt es sich, im Limit zu bleiben:

„(…) Regelmäßiger Weinkonsum kann einigen Studien zufolge sogar das Risiko erhöhen, eine saisonale oder ganzjährige Allergie überhaupt erst zu entwickeln.“

Prof. Harald Morr, Vorstandsvorsitzender Deutsche Lungenstiftung e.V.

Fischkonserven, geräuchertes oder gepökeltes Fleisch, Leber oder gereifter Käse gelten übrigens ebenfalls als „Histamin-Bomben“– mit den gleichen Wirkungen für Allergiker*innen, die auch Alkohol hat.

Medikamente und Alkohol – eine schlechte Kombination

Falls du trotz der richtigen Ernährung mit Allergiesymptomen zu kämpfen hast, können rezeptfreie Medikamente aus der Apotheke helfen. In diesen steckt meist der Wirkstoff Cetirizin, der die Histamin-Rezeptoren im Körper zu blockieren versucht.

Damit ein solches Medikament seine Wirkung richtig entfalten kann, solltest du es ihm so einfach wie möglich machen. Überflute deinen Körper am besten nicht mit zusätzlichem Histamin aus Lebensmitteln oder alkoholischen Getränken.


Bei allen Medikamenten, ob rezeptpflichtig oder nicht, besteht außerdem die Gefahr von Wechselwirkungen mit Alkohol – wer trinkt und gleichzeitig Medikamente nimmt, belastet seinen Körper zusätzlich und geht unnötige Risiken ein.

Außerdem: Wenn es um deine Gesundheit geht, ist Alkohol nie hilfreich, weder gegen das Coronavirus noch als Mittel für die Herzgesundheit oder das Immunsystem – auch wenn sich solche Mythen hartnäckig halten.

Hast du auch Jahr für Jahr mit Gräsern, Pollen, Heuschnupfen oder anderen Allergien zu kämpfen? Was sind deine Tricks dafür, diese Zeit gut zu überstehen?  Lass uns einen Kommentar da oder schreib uns auf Instagram!


Zum Nachlesen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.