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Gute Vorsätze für 2020: Deshalb hast du schon aufgegeben

von KDL-Blog am

Junge Frau mit Pizzastück auf Hometrainer

Gute Vorsätze: Viele fassen sich welche, kaum jemand hält sie ein. Bei uns erfährst du, woran das liegt – und was du dagegen tun kannst.

Das Problem mit den Vorsätzen

Mehr Sport treiben. Sich gesünder ernähren. Weniger vorm Handy hängen. Öfter Freunde treffen. Endlich mit dem Rauchen aufhören. Weniger Alkohol trinken. So oder so ähnlich klingen vielleicht auch ein paar Vorsätze, die du dir für 2020 überlegt hast. Und sehr wahrscheinlich kennst du das Problem bei der Sache: Die ersten paar Tage klappt es noch ganz gut, dein Vorhaben umzusetzen, dann wird es immer schwerer oder gerät einfach in Vergessenheit.

Und schon kurze Zeit später ist der gute Vorsatz Geschichte. So geht es aber nicht nur dir, sondern vielen anderen auch. Der Grund dafür ist simpel – genau wie die Lösung.

Alles Kopfsache

Von den Leuten, die sich gute Vorsätze fassen, halten verschiedenen Studien (z.B. vom Umfrage-Institut forsa (PDF)) zufolge nur etwa die Hälfte länger als zwei bis drei Monate durch. Alle anderen geben noch früher auf.

Die gute Nachricht: Falls es dir ähnlich geht wie den anderen „Abbrechern“, bist du weder „zu faul“ oder „nicht konsequent genug“. Trotzdem ist das Ganze im wahrsten Sinne des Wortes eine Kopfsache. Wie der Neurobiologe Dr. Gerald Hüther von der Uni Göttingen in einem Radioinverview verrät, ist die Funktionsweise des Gehirns schuld. Das ist nämlich immer darauf aus, mit möglichst wenig Energie auszukommen.

Und das funktioniert am besten, wenn alles bleibt, wie es ist. Wenn du dir aber vornimmst, etwas an deiner Lebensweise zu ändern, sträubt sich dein Gehirn erst einmal dagegen: Denn Veränderung bedeutet Anstrengung. Was anstrengend ist, kostet Energie. Deswegen sind gute Vorsätze schnell Schnee von gestern.

Trick 17: Wer will, kann auch

Sind gute Vorsätze also nicht mehr als Wunschdenken, das von vorn herein zum Scheitern verurteilt ist? Das kommt ganz darauf an. Dr. Hüther bringt die Lösung mit einem Satz auf den Punkt:

Wenn einer wirklich will, dann macht er’s auch.Dr. Gerald Hüther

Das bedeutet, dass sämtliche Strategien zum Einhalten guter Vorsätze nicht funktionieren, wenn du nicht willst – egal, ob du dir ein ausgeklügeltes Belohnungssystem ausdenkst oder versuchst, stur einen Plan abzuarbeiten. Wenn du das, was du dir vorgenommen hast, gar nicht wirklich erreichen willst, gibst du früher oder später ziemlich sicher auf.

Du bist frei!

Es bringt also nichts, sich zu irgendetwas zwingen zu wollen, nur „weil das gut für mich wäre“. Wichtig ist, dass du von deinem Vorhaben überzeugt bist. Dann ist es nämlich auch komplett egal, wann du damit startest: Der 27.01. oder der 03.05. ist genauso gut wie der 01.01. oder jeder andere Tag. Falls du z.B. noch etwas Unterstützung brauchst, im Limit zu bleiben, helfen wir und die Community gern – es gibt nämlich viele gute Gründe dafür, wenig zu trinken. Und um das zu tun, brauchst du keine guten Vorsätze fürs neue Jahr. Denn:

Niemand kann dich zu etwas zwingen, das du nicht willst – nicht einmal du selbst.

Die bewusste Entscheidung, etwas zu tun, zu lassen oder zu ändern kannst nur du selbst treffen. Und eigentlich ist das doch auch eine coole Erkenntnis, oder?

Wie haltet ihr es mit guten Vorsätzen? Habt ihr euch für 2020 welche gefasst oder nicht und wenn ja: haltet ihr sie noch ein? Schreib uns in den Kommentaren!

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