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Ziemlich schlechte Freunde: Alkohol und Drogen

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Partynacht ohne Alkohol? Für einige schwer vorstellbar, für andere zumindest eine Herausforderung – geht man abends aus, hat man einfach schnell ein alkoholisches Getränk in der Hand. Meist bleibt’s dabei und wenn es im Rahmen bleibt, ist das ja auch ok. Aber es gibt Nächte, in denen bei einigen die Risikobereitschaft höher ist und sie zusätzlich zum Alkohol andere Drogen konsumieren. Das ist ein echter Sprung ins Ungewisse. Denn wie die unterschiedlichen Substanzen miteinander wirken, dazu gibt es nicht genügend sichere Infos und es kann von Mal zu Mal anders sein. Eine wichtige Rolle dabei spielt: Wie fit du bist, wie du dich gerade fühlst und wie die Stimmung allgemein ist.

Alkohol mischt beim Konsum härterer Drogen meistens mit

Wer Drogen konsumiert, nimmt meistens zwei oder mehrere Substanzen – rein statistisch gesehen. Bei acht von zehn der meistkonsumiertesten Kombis ist Alkohol dabei. Das passiert oft ungeplant: Die Partynacht hat mit Alkohol begonnen und dann bietet ein Partygast härtere Drogen an. Da durch Alkoholkonsum die Risikobereitschaft steigt, lässt man sich eher auf das Experiment ein. Mit nicht abschätzbaren Folgen.

>> Nein sagen ist nicht immer einfach. Mit diesen Tipps, wie du Alkohol ablehnst, kannst du auch Nein zu Drogen sagen!

Aber auch, wenn du dich über die Wirkungen der einzelnen Drogen informierst, kannst du die (Neben-)Wirkungen nicht kontrollieren.

Warnsignale? Mir geht es doch gut!

Die Wirkungen der einzelnen Drogen überlagern sich gegenseitig und man fühlt sich erstmal gut. Da passiert es leicht, dass der eine oder andere nicht mehr einschätzen kann, wie betrunken er oder sie wirklich ist, und trinkt munter weiter. Im Extremfall kann das dann zu einer Alkoholvergiftung führen. Dass die Konsumenten die Warnsignale nicht mehr wahrnehmen, hat aber auch andere Gründe:

  • Nimmt man zum Beispiel Ecstasy, spürt man Schmerzen nicht mehr so stark. Das heißt, man empfindet auch Vergiftungssymptome nicht so intensiv. Hinzu kommt, dass der Konsum von Ecstasy und Alkohol den Körper austrocknen kann und dieser dann überhitzt, das kann dann zum Kreislaufkollaps führen.
  • Cannabiskonsum verstärkt die Wirkung von Alkohol. Dadurch ist auch die Wahrnehmung stärker eingeschränkt und du merkst nicht mehr, wie viel du getrunken und gekifft hast. Die Folge: Du konsumierst noch mehr. Das führt dazu, dass dir übel wird, du dich erbrechen musst und dein Kreislauf verrückt spielt.
  • Bei der Kombi von Speed und Alkohol denkt man, dass man noch den Durchblick hat, auch wenn man viel getrunken hat. Man merkt nicht, wie sich die Promille auf die Wahrnehmung und die Reaktionsfähigkeit auswirken und trinkt weiter.

Kombiniert man unterschiedliche Substanzen, verliert man leichter und schneller die Kontrolle. Bei vielen Drogen verstärkt Alkohol die Wirkung. Da können schon kleinere Mengen richtig reinhauen, ohne dass man das sofort merkt. Gleichzeitig denkt man häufig, dass man noch alles im Griff hat. Überhört man die Warnhinweise, kann das richtig gefährlich werden. Denn oft merkt man die Symptome einer Vergiftung dann erst viel zu spät.

>> Passt gegenseitig aufeinander auf: Holt Freunden, die über ihr Limit geschossen sind, ein Glas Wasser. Bleibt bei ihnen. Holt im Ernstfall Hilfe.

Dein Kreislauf konsumiert mit

Wenn du nur eine Droge konsumierst, setzt du deinen Körper ganz schön unter Stress. Mit Mischkonsum belastest du ihn extrem. Die Herzfrequenz und der Blutdruck steigen häufig. Der Kreislauf spielt verrückt. Wenn das Herz rast, du nach Luft schnappst oder dir schwindelig wird, solltest du diese Warnsignale auf keinen Fall ignorieren. Hol dir Hilfe, rufe zur Not die 112 an.

Keine gute Idee: Weitertanzen!
Denn viele Drogen wie Alkohol, Speed oder Ecstasy entziehen deinem Körper Flüssigkeit. Da bricht man beim Tanzen irgendwann zusammen und das kann lebensgefährlich werden. Trink lieber ein Glas Wasser und setz dich hin.

Wenn du am nächsten Tag aufwachst, wirst du einen deiner stärksten Kater erleben. Spätestens dann heißt es: Spaß bye, bye.

Mischkonsum macht dumm

Du kannst dich nicht mehr so gut konzentrieren, reagierst langsamer und was gerade passiert ist, kannst du nicht so genau sagen. Das passiert gar nicht so selten, wenn man harte Drogen und Alkohol kombiniert. Langfristig schädigen Drogen wie Cannabis, Alkohol und Ecstasy dein Gehirn. Diese Wirkung ist bei Mischkonsum umso stärker:

Erinnern und Lernen gehören dann nicht mehr zu deinen Stärken.

So reagiert deine Psyche

Drogen konsumieren ist keine gute Idee, wenn man Probleme hat. Denn diese Gefühle werden durch viele Substanzen verstärkt. Das Ergebnis: Bad Trips, bei denen du starke Ängste durchlebst, die Kontrolle und den Bezug zur Realität verlierst.

Klingt die Wirkung ab, fühlst du dich oft erschöpft, bist ängstlich und traurig. Das wird durch den Konsum der Drogen zusammen mit Alkohol verstärkt. Nimmt man zum Beispiel Ecstasy, verbraucht man den Vorrat vom Botenstoff Serotonin, der für Glücksgefühle zuständig ist. Da er erst wieder aufgefüllt werden muss, fühlt man sich dann länger nicht gut. Langfristig kann das richtig depressiv machen.

Nach Drogen- und Mischkonsum kann es passieren, dass du mehrere Tage unter Panikattacken oder paranoiden Ängsten leidest und kaum schlafen kannst. Außerdem wird das Risiko größer, langfristig an einer Depression oder einer Psychose zu erkranken.

Vorsicht vor Abhängigkeit!

Um bei häufigem Konsum den gleichen Kick zu bekommen, sind meistens immer höhere Dosen notwendig. Gleichzeitig werden die negativen Wirkungen bei größeren Mengen der jeweiligen Substanzen immer stärker.

Das größte Problem bei den meisten Drogen ist, dass sie abhängig machen. Bei regelmäßigem Mischkonsum kann man dann gleich von mehreren Substanzen abhängig werden.

>> Wie das Leben mit einer Sucht aussieht, hat uns der Rapper Silla im Interview erzählt.

Hände weg vom Steuer, Fahrradlenker & Co.

Drogen verändern deine gesamte Wahrnehmung. Wenn du keinen Überblick mehr darüber hast, was auf der Straße passiert, ist die Teilnahme am Straßenverkehr extrem gefährlich.

Kombinierst du zum Beispiel Speed und Alkohol, nimmt die müde machende Wirkung vom Alkohol und das Gefühl, betrunken zu sein, ab. Du denkst also, dass du noch alles unter Kontrolle hast, obwohl du dich eigentlich nicht mehr konzentrieren, deine Bewegungen koordinieren und schnell genug reagieren kannst. Das ist eine sehr gefährliche Kombi, unter deren Einfluss du auf keinen Fall fahren darfst und selbst als Fußgänger solltest du nicht allein unterwegs sein. Solltest du planen, nach der Party-Nacht noch aufm Fahrrad oder im Auto nach Hause zu fahren, ist ein klarer Kopf Ehrensache.

>> Wie du die Risiken beim Drogenkonsum reduzierst, hat drugcom.de für dich zusammengefasst! 

>> Brauchst du oder eine andere Person Hilfe? Hier kannst du dich melden.

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