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Männer werden schneller betrunken als Frauen – Stimmt’s oder stimmt’s nicht? Wir lösen auf!

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Frauen können nicht einparken, sind dafür aber top im Multitasking. Männer schauen nur Fußball und interessieren sich für schnelle Autos. Diese Klischees sind schon längst out, aber es gibt eines, das kein Mythos ist: Mädels werden tatsächlich schneller betrunken als Jungs! Vielleicht ist euch das bei der ein oder anderen Party sogar schon einmal selbst aufgefallen. Diese Tatsache lässt sich ganz logisch erklären:

 Männer haben mehr Wasser im Körper

Wie schnell oder langsam man betrunken wird, hängt vor allem vom Wasseranteil des Körpers ab. Denn der getrunkene Alkohol verteilt sich auf die Flüssigkeit im Körper. Weil kleinere und leichtere Menschen weniger Körperflüssigkeit haben, entsteht bei ihnen bei gleicher Menge getrunkenen Alkohols eine höhere Blutalkoholkonzentration als bei schwereren Menschen. Und Frauen wiegen meist weniger als Männer.

Allerdings ist auch bei gleichem Gewicht der Wasseranteil des Körpers bei Frauen geringer. Denn sie besitzen von Natur aus meist weniger Muskelmasse als Männer. Unsere Muskelzellen dienen als kleine Wasserspeicher. Beim weiblichen Geschlecht ist der Fettanteil im Körper wiederum höher. Alkohol geht aber nicht ins Fettgewebe über. Daraus folgt, dass der Flüssigkeitsgehalt bei Männern mit ca. 68 Prozent meistens deutlich höher ist als bei Frauen (ca. 55 Prozent). Dadurch verteilen sich die Promille bei Frauen auf einen geringeren Wasseranteil. Deswegen werden Frauen schneller betrunken.

Wie schnell oder langsam man betrunken wird, hängt vor allem vom Wasseranteil des Körpers ab. Denn der getrunkene Alkohol verteilt sich auf die Flüssigkeit im Körper.

Die weibliche Leber arbeitet langsamer

Für alle, die morgens im Biologie-Unterricht noch nicht ganz wach waren: Enzyme sind Stoffe im Körper, die Reaktionen beschleunigen, Moleküle zerteilen und wichtige Stoffwechselprozesse in Gang bringen. Sie sind überall im Körper, so auch in der Leber. Dort haben sie die Aufgabe, Giftstoffe abzubauen – zum Beispiel Alkohol. Unsere Leber leistet zwischen 90 und 98 Prozent des Alkoholabbaus ganz alleine. Kleine Mengen werden auch durch die Haut, die Nieren oder die Lunge abgebaut.

Die weibliche Leber besitzt nachweislich weniger „Alkohol-Abbau-Enzyme“ als die männliche, weshalb Frauen Alkohol langsamer abbauen als Männer. Das trägt zusätzlich dazu bei, dass Frauen Alkohol schlechter vertragen.

Unsere Leber leistet zwischen 90 und 98 Prozent des Alkoholabbaus ganz alleine.

Für Frauen ist Alkohol riskanter

Eine gesundheitsschädigende Wirkung von Alkohol tritt bei Frauen durch die höhere Blutalkoholkonzentration bei geringeren getrunkenen Mengen ein als bei Männern. Dadurch ist das Risiko für Frauen noch höher, betrunken zu werden und langfristig alkoholbedingte Leber-, Herz- und Gehirnschäden davon zu tragen.
Das erklärt, warum die empfohlenen Grenzwerte für risikoarmen Alkoholkonsum für Frauen um die Hälfte niedriger liegen als für Männer. Die Gesundheitsrisiken gelten für Männer übrigens ebenfalls – auch, wenn die riskanten Mengen sich von denen der Frauen unterscheiden.

Die empfohlenen Grenzwerte für risikoarmen Alkoholkonsum liegen für Frauen um die Hälfte niedriger als für Männer.

„Trinkfest“ zu sein ist keine Stärke

Egal ob Frau oder Mann – der Körper hat damit zu kämpfen, wenn ihr regelmäßig über den Durst trinkt. Viel Alkohol zu „vertragen“ ist nichts, auf das Mann oder Frau stolz sein sollte. Je mehr Alkohol ihr trinkt, desto höher das Risiko, dass sich euer Körper an die Zufuhr von Bier, Wein oder Sekt gewöhnt – und desto größer ist auch die Gefahr, später abhängig zu werden. Also passt auf euch auf und greift auch mal zu alkoholfreien Alternativen.

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