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GEFÄHRLICH WACH – DANK WODKA-ENERGY?!?

von FortyTwo am

Energy Drinks haben mir selbst schon gute Dienste erwiesen:
Ob für Klausuren am frühen Morgen oder bei langen Videospiel-Nächten – ab und an gönne ich mir einen kleinen Konzentrationsschub in besonders müden Momenten … 😉

Seit Jahren gehört Wodka-Energy aber auch zu den beliebtesten Longdrinks. Die Kombi aus Wachmacher und Alkohol ist für viele einfach zu verführerisch. Und schön süß schmeckt der Drink dabei auch noch!

Was für Folgen die Mischung aber haben kann, dazu findet ihr mehr Infos in der blauen Box weiter unten!


„ICH KANN NOCH FAHREN!“

Durch die hohe Menge an Koffein merkt man oft gar nicht, wie betrunken man wirklich ist. Das habe ich vor Kurzem selbst bei einer Party gemerkt, auf der es sogar einen eigenen „Wodka-Energy“-Tisch gab: Auf ihm standen mehrere Flaschen Wodka, unter ihm stapelten sich kistenweise die bekannten Energy-Dosen.

Am Ende des Abends kam ein Kumpel auf mich zu, der mich in seinem Auto mitnehmen wollte. Schließlich sei er noch gar nicht so betrunken.
Komisch nur, dass er im Laufe des Abends einige Energy-Dosen zusammen mit dem Wodka geleert hatte …ich war live dabei.

Ich musste ihm dann schonend beibringen, dass meine Freundin uns besser abholt. Alles andere wäre ziemlich in die Hose gegangen …

WODKA-ENERGY WIE KOKAIN?

Was erstmal übertrieben klingt, ist mehr als reine Panikmache:

Eine Studie aus den USA hat an Mäusen gezeigt, dass die Mischung eine ähnliche Wirkung auf das Hirn haben kann wie Kokain. Vor allem, wenn bereits junge Menschen regelmäßig zum Wodka-Wachmacher greifen, leidet später das Belohnungssystem des Körpers darunter, so die Studie1.

Schuld daran ist ein bestimmtes Eiweiß, das auch als das „Sucht-Protein“ schlechthin bekannt ist: Es wird bei Wodka-Energy genauso ausgeschüttet wie bei Koks und sorgt dafür, dass wir immer mehr brauchen und zeitgleich immer weniger von der Wirkung spüren. Ein Teufelskreis!

Das Belohnungssystem des Körpers stumpft ab und wir empfinden weniger Spaß – auch an anderen Dingen, die normalerweise ein Hochgefühl in uns auslösen sollten. Dazu gehören zum Beispiel Sport, aber auch so etwas wie die große Liebe und richtig gutes Essen.

GANZ SCHÖN KRASS

Ich weiß nicht, wie ihr das seht, aber ich finde die Ergebnisse schon ziemlich hart. Denn wer will schon weniger fühlen, nur weil er in der Jugend zur falschen Mische gegriffen hat … Energy Drinks alleine scheinen übrigens nicht die gleichen Folgen zu haben, nur die Kombi mit Alkohol sorgt für diesen echt krassen Effekt.

Da lasse ich doch lieber den Wodka weg und nutze die zusätzliche Energie für einen neuen Deadlift- oder Bankdrücken-Rekord im Fitness-Studio – das schüttet Glückshormone aus, ganz ohne unverhoffte Nebenwirkungen! 😉

Quellen:

1Zur offiziellen Zusammenfassung der Studie (auf Englisch): https://www.purdue.edu/newsroom/releases/2016/Q4/mixing-energy-drinks,-alcohol-may-affect-adolescent-brains-like-cocaine.html

Und hier ein Artikel auf Deutsch:
https://www.welt.de/wissenschaft/article159101962/Wodka-Energy-Longdrinks-bereiten-Probleme-wie-Kokain.html

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