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„Ausschlafen, dann alles wieder gut.“

von KDL-Blog am

Alkohol hinterlässt Spuren

Nach einer durchfeierten Nacht hilft Schlaf? Wenn der Kater vergeht, ist es, als sei nichts gewesen? Das mag sich so anfühlen, aber Alkohol hinterlässt seine Spuren. Wir sind jetzt mal echte Spielverderber und bringen euch die harten Fakten.

Alkohol killt Schönheit

Anzeichen einer durchzechten Nacht: Kleine, gerötete Augen, blasse Haut, dunkle Augenringe. Weil der Alkohol die entgiftenden Zellen des Körpers schädigt, erscheint die Haut schlaff und fahl. Außerdem ist sie trocken, weil der Alkohol dem Körper Wasser entzieht. Dadurch können Linien um Mund und Nase und auch die „Zornesfalte“ auf der Stirn stärker hervortreten. Während er der Haut Feuchtigkeit entzieht, fördert der Alkohol gleichzeitig die Talgproduktion. Pickel, Mitesser und vergrößerte Poren sind die Folge. Weil sich die Blutgefäße erweitern, zeigen sich rote Flecken auf den Wangen, die manchmal auch bleiben.

Der Prozess der Hautalterung mit Falten, Linien, schlafferer Haut und Pigmentflecken beginnt gemeinerweise schon zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr – gerade, wenn das Feiern so richtig Spaß macht und der Alkohol diese Entwicklung noch begünstigt.

Führt zu Bierbauch & Co.

Leider ist es auch so, dass Alkohol dick macht. Warum? Während der Körper mit dem Alkoholabbau beschäftigt ist, drosselt er die Fettverbrennung und lagert stattdessen Fett ein.


Ein großes Bier hat rund 200 Kalorien, so viel wie ein Schokoriegel. Auch anderer Alkohol ist eine echte Kalorienbombe. Solange ihr trinkt und der Alkohol vermeintliche Energie liefert, verbrennt euer Körper kein Fett. Es werden also Kalorien zugeführt und gleichzeitig Fett eingelagert. Außerdem führt Alkohol bei vielen Menschen zu Heißhungerattacken. Der Burger mit Pommes zum Abschluss des Abends macht nun auch nicht gerade schlank.

Schuld an über 200 Krankheiten

Jetzt zu den Folgen, die über das Kosmetische weit hinaus gehen: Das Krankheitsrisiko steigt, wenn man viel Alkohol trinkt. Das gilt zum Beispiel für Herz-Kreislauferkrankungen, wie Vorhoffl­immern und Vorho­fflattern, Erkrankungen des Verdauungssystems (Entzündungen des Magens und der Bauchspeicheldrüse), der Leber, sowie Hirninfarkt und Schlaganfall bei Männern. Gehirn und Nervensystem können Schaden nehmen, das Immunsystem geschwächt werden und neurologische Erkrankungen auftreten, zum Beispiel Epilepsie.

„Aber für Jugendliche gilt das doch noch nicht?“ Die Weichen für spätere Erkrankungen stellt ihr schon jetzt. Auch für eine weitere Erkrankung, die durch einen erhöhten Alkoholkonsum begünstigt wird: Krebs. Mundhöhlen- und Rachenkrebs, Kehlkopfkrebs, Speiseröhrenkrebs, Brustkrebs, Leberkrebs und Dick-, bzw. Enddarmkrebs können alkoholbedingt auftreten. 2010 waren geschätzt rund 1.3000 Krebs-Neuerkrankungen auf Alkoholkonsum zurückzuführen.

Im Jahr 2012 starben in Deutschland rund 21.000 Menschen im Alter von 16 bis 64 Jahren an alkoholbedingten Erkrankungen – dies entspricht 2,3 % aller Todesfälle in diesem Jahr.

Macht den Trainingserfolg kaputt

Nach dem Training erstmal ein kühles Bier – herrlich! Mag schon lecker sein, nur leider macht der Alkohol eure gerade erzielten Trainingserfolge auch schnell wieder zunichte: Schon wenig Alkohol kann die Muskelkraft wieder schwinden lassen. In einer Studie fanden Wissenschaftler heraus, dass Sportler, die trainiert und im Anschluss daran Alkohol getrunken hatten, weniger Kraft hatten, als die Gruppe ohne Alkohol.
Der Alkohol macht, dass die Nieren verstärkt Wasser ausscheiden. Das kann zur Dehydrierung, also Austrocknung, des Körpers beitragen und den Mineralstoffhaushalt gehörig durcheinander bringen. So werden die Muskeln schlechter versorgt und leisten weniger. Zudem hemmt Alkohol die Ausschüttung von Wachstumshormonen, die der Körper auch zum Muskelaufbau benötigt.

Bewusstsein hilft, gesund zu bleiben

Auf Zigarettenpackungen müssen abschreckende Bilder und Nachrichten gedruckt werden. Für Alkohol gibt es Hochglanzwerbung. Teure Weine und Whiskeys gelten als edler Tropfen. Dabei bleibt häufig außer Acht: Alkohol ist ein Zellgift. Es gibt Mengen, die als risikoarm gelten – ein Restrisiko bleibt aber immer.

Man kann sich dessen bewusst sein, ohne den Alkohol komplett zu verteufeln. Ihr müsst nicht straight edge sein, um im risikoarmen Bereich zu bleiben – Maß statt Masse ist das Motto. 🙂

Quellen:
http://www.dkfz.de/de/tabakkontrolle/download/Publikationen/sonstVeroeffentlichungen/Alkoholatlas-Deutschland-2017_Auf-einen-Blick.pdf
http://www.dkfz.de/de/tabakkontrolle/download/Publikationen/sonstVeroeffentlichungen/Alkoholatlas-Deutschland-2017_Doppelseiten.pdf
https://www.kenn-dein-limit.info 

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