Charlotte G.

BEZIEHUNGSKILLER ALKOHOL!

von Charlotte G. am| 20 Kommentare

„Kennengelernt haben wir uns im Suff“: So oder so ähnlich beginnen nicht selten die wenig charmanten „Kennenlern-Geschichten“ von Pärchen und besten Buddys. Mindestens genauso oft, wie sich Menschen unter Alkohol finden, verlieren sie sich aber auch: Liebschaften gehen kaputt, Freundschaften zerbrechen und man verlässt im Notfall alleine die Party.

Warum Alkohol ein richtiger Beziehungskiller sein kann, erfährst du in meinem Blogpost!

ALKOHOL: EIN FREUNDCHAFTSKILLER

Streitsucht

Dass man unter Alkoholeinfluss zu einem gefährlich ehrlichen Menschen mutieren kann, kennst du sicher auch. Nicht selten kommt es vor, dass man sich betrunken Dinge an den Kopf wirft, die man lieber nüchtern geklärt hätte.

Und selbst wenn du dich an den Streit vom Vorabend nur noch dunkel erinnerst, leidet die Freundschaft unter den betrunkenen Zickereien. Dann wünschst du dir, die ein oder andere Gemeinheit lieber für dich behalten zu haben – bevor sich der Kumpel oder die beste Freundin für immer aus deinem Leben verabschiedet. Und all das nur wegen ein paar Shots zu viel!

Plauder-Laune

„Warum hast du das erzählt?“ oder „Kannst du eigentlich kein Geheimnis für dich behalten?“ hast du vielleicht auch schon nach einer Party gehört. Betrunken reden wir wie ein Wasserfall und merken oft gar nicht, dass uns dabei das ein oder andere pikante Detail herausrutscht. Resultat: Das Vertrauen ist hin, im blödesten Fall sogar die Freundschaft.

Deshalb ist unsere volltrunkene Quasselei wohl der Feind No. 1 für Freundschaften. Denn ist das Vertrauen einmal verloren, kann man es nur schwer wieder zurückgewinnen.

 

 

ALKOHOL: EIN LIEBESKILLER

Null Hemmungen

Unter Alkohol fallen oft alle Hemmungen – und manchmal sogar die Hüllen. Blöd nur, wenn man eigentlich in einer Beziehung ist und im Vollrausch den oder die Falsche abschleppt.

Wahrscheinlich kannst du nicht einmal die Nacht mit dem Seitensprung genießen, so benebelt und übel dir nach dem Trinken vielleicht ist. Obendrein verletzt du deinen Partner und eine glückliche Beziehung endet schneller, als dir lieb sein kann.

Eifersucht

Oft ist man aber unter Alkohol auch grundlos eifersüchtig. Gerade, da unsere Wahrnehmung nach ein paar Gläsern ziemlich verrücktspielt.
Wir fangen an, eine normale Umarmung als Anmachversuch zu deuten und jeden Tanzpartner als potenziellen Nebenbuhler einzustufen. Dabei wollte dein Freund oder deine Freundin einfach nur nett zu Anderen sein, ganz ohne bösen Hintergedanken.

Am Ende des Abends sind plötzlich Beide beleidigt: Er, weil ihn die grundlose Eifersucht nervt – und sie, weil sie sich betrogen fühlt, auch wenn eigentlich nichts passiert ist.

 

WENN ALKOHOL BEZIEHUNGEN ERSETZT


„Ich erkenne dich gar nicht wieder.“

Wenn jemand nicht nur auf Partys über den Durst trinkt, sondern auch im Alltag, sind Probleme vorprogrammiert. Nicht nur, dass sich die Person selber schadet: Sie schadet gleichzeitig auch ihren Beziehungen – ob Freunden, der Familie oder dem Partner.
Denn oftmals verändern sich Menschen unter Alkohol und soziale Kontakte bleiben auf der Strecke. „Ich erkenne dich gar nicht wieder.“ stellt man dann erschrocken fest. Damit es gar nicht erst soweit kommt, sollte man frühzeitig auf Warnsignale achten!

Im Zweifel: Hilfe holen
Wenn sich dein Partner oder bester Kumpel immer mehr zurückzieht und sich sein ganzes Leben nur noch um den Alkohol dreht, versuche Hilfe anzubieten. Das ist nicht immer so einfach, vor allem, wenn du dich durch das Verhalten des Anderen verletzt fühlst. Beratungsstellen helfen dir in solchen Situationen immer weiter, wie du in diesem Interview lesen kannst.

Versuche nicht alles mit dir alleine auszumachen – im Zweifel geht es nicht nur dir immer schlechter, sondern auch deinem geliebten Menschen kein bisschen besser! 😉

 

Jetzt du!
Kennst du auch Situationen, in denen du dich mit der besten Freundin verkracht hast – nur weil der letzte Longdrink einer zu viel war? Oder ging vielleicht sogar eine Beziehung kaputt, weil du dich unter Alkohol nicht mehr unter Kontrolle hattest? Hinterlasse mir einen Kommentar!

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20 Kommentare zu: “BEZIEHUNGSKILLER ALKOHOL!”

  1. Avatar

    Anonym

    Meine Beziehung ging kaputt, weil mein Exfreund Alkoholiker war. Jedes Wochenende, Freitag und Samstag war saufen angesagt. Notfalls auch Sonntags und an Feiertagen bzw wenn er Urlaub hatte eh.
    Anfangs wollte ich da natürlich mithalten und es war lustig – aber leider erst nach einem dreiviertel Jahr hab ich begriffen, dass das nicht gesund, nicht normal ist.
    Mir war der „Spaß“ außerdem zu teuer, da ich zu dem Zeitpunkt noch kein eigenes Geld verdiente.
    Er ließ sich aber von seinen Saufereien nicht abbringen – und weil wir uns kaum gesehen hatten, hab ich am Wochenende als Fahrer gedient, damit ich – vermeintlich – etwas von ihm habe.
    Gegen Ende wurde es immer schlimmer – er war eifersüchtig, hat grundlos zugeschlagen und sogar seinen besten Freund und auch mich beleidigt. Im Suff war er der Größte und wehe jemand sagte was gegen ihn, dann wurde er aggressiv.
    Alles reden, jeder Versuch ihm zu zeigen, dass man nüchtern auch Spaß haben kann, hat nichts geholfen – selbst das Ende der Freundschaft zu seinem bf hat nichts gebracht.
    Er widerte mich an, wenn wir samstags in der Früh aufwachten – er stank nach Alkohol und seine ganze Haut war fettig – widerlich.
    Letzten Endes bin ich ehrlich froh, dass ich die Beziehung beendet hab.
    Es tut mir zwar etwas Leid, dass ich ihm nicht helfen konnte, aber ich hab es wenigstens versucht.
    Ich hab darunter gelitten und deswegen bin ich einfach froh, ihn nicht mehr an meiner Seite zu haben.

  2. KDL-Blog

    KDL-Blog

    Lieber Leser,
    Liebe Leserin,

    danke, dass Du so offen deine Geschichte mit uns und der Community von „Alkohol? Kenn dein Limit.“ teilst und so auch anderen Mut machst, über Konsequenzen in Verbindung mit Alkohol zu sprechen!

    Grüße,
    die Redaktion

  3. Avatar

    Vonny

    Hallo…

    Ich Weiss irgendwie nicht wo ich anfangen soll zu erzählen und ich Weiss auch nicht wie ich aus alle dem heraus kommen soll.. Es ist ein dilemma?
    Also ich bin alleinerziehend, meine Tochter ist sechs. Vor zwei Jahren habe ich einen alten Bekannten wieder getroffen, der gerade das zweite Mal Vater wurde und mitten in einer Trennung war. Sie die zweite mit der er das zweite Kind hatte ist(da war das Kind frei Wochen alt) bei Nacht und Nebel verschwunden und meldet sich nur noch wenn über den Anwalt um Geld zu bekommen. Naja sie war weg und wir sind uns immer näher gekommen.. Immer wenn ich ihn besuchte haben wir Sekt getrunken und viel geredet.. Irgendwann sind wir zusammen gekommen. Ich war glücklich.. Bis ich merkte das wenn ich nachhause gefahren bin das er immer online war.kurz nebenbei handy immer geheim und mit anderen frauen geschrieben, diese unter männernamen gespeichert. So begann der Alptraum.. Vertrauen ging weg und Ich merkte er trinkt auch wenn ich keinen Sekt trinken wollte. Nun sind zwei Jahren vergangen, ich erinnere mich an keinen Tag ohne Alkohol jede Woche davon ein vollrausch mit black out stimmumgsschwankungen ohne Ende und in allem bekomme ich die Schuld. Ich halte es nicht mehr aus aber ich habe so angst mich zu trennen. Mein Kind kann mittlerweile nicht mehr mit hin, da sein Vater ausgerastet ist als sie dabei war. Er lebt auf dem Bauernhof und sein Vater ist von morgens bis abends dort. Auch er ist alkohiker, Bruder von ihm war bereits zur Therapie auch alkoholiker. Ich verstecke Alkohol ich Schimpf ihn aus, ich erkenne mich nicht mehr wieder ich bekomme auf ihn bezogen Ausraster weil er so kalt zu mir ist.

    Ich kann nicht mehr, wie komme ich da raus.

    Sein Handy ist mittlerweile so geheim das er es dreifachverpint hat. GI ger Augen und pin. Wie konnte mir das alles nur passieren. ?
    Tagtäglich Kämpfe ich das er sich nicht total betrinlt, jede Woche ist er mit einem Freund in einer Kneipe wo ich nicht mit darf. Und ich Weiss nie wie er an dem Abend nachhause kommt, betrunken, alleine oder aber ekelig Art.
    Wir sind beide 38 das ist doch nicht normal?

    1. KDL-Blog

      KDL-Blog

      Hallo,

      vielen Dank für deinen Kommentar und dass du deine Sorgen mit uns teilst. Gerne möchten wir dir helfen. Du erreichst unsere Expertinnen und Experten anonym beim BZgA Info-Telefon. Auf der Seite erfährst du auch, welche Hilfsangebote und Selbsthilfegruppen (auch für Angehörige) in deiner Nähe sind.

      Wenn du lieber schreiben möchtest, bietet die Caritas eine Onlineberatung an.

      Außerdem findest du auf folgenden Seiten noch weitere Infos:
      >> Wie kann ich helfen?
      >> Angehörige und Co-Abhängigkeit
      >> Abhängigkeit

      Wir wünschen dir alles Gute,
      dein „Alkohol? Kenn dein Limit!“-Team

  4. Avatar

    Elisa

    Hallo, ich bin auch in einem schlimmen Dilemma angekommen.
    Habe in dem Haus wo ich wohne einen Mann kennengelernt, nur Freundschaft, trotzdem sagt er, dass er mich liebt.
    Nun das eigentliche Problem, nachdem ich öfters bei ihm übernachtet hab, ist mir aufgefallen, dass er sein Bier schon zum Frühstück trinkt, isst manchmal bis abends nichts, wir waren ein paarmal am Wasser, hab dann auch Bier mit getrunken, auch abends bei ihm.
    Nun ist es so, das ich dadurch „paarmal“ einen über den Durst getrunken habe und neulich total ausgeflippt bin, da ich mich von ihm provoziert fühlte, leider hatte ich mich auch zuvor über meine beste Freundin geärgert und anscheinend vor ihm, bisschen „vom Leder gezogen“.
    Nun ist es so, das ich nicht mehr alles weis, er aber schon.
    Er hält mir nun vor, ich sei komplett irre und gehöre in eine Anstalt und das ich über meine Freunde schlecht rede.
    Ich fühle mich nun richtig schlecht, allerdings hat er über seine Ex auch so geredet, dass sie eine Anstalt gehört, ansich redet er sehr schlecht über Frauen.
    Ich vermisse ihn nun trotzdem, auch wenn ich weis, das er nicht der richtige Umgang für mich ist.

    1. KDL-Blog

      KDL-Blog

      Danke, dass du deine Geschichte mit uns teilst. Deine Situation hört sich
      wirklich schlimm an. Du fühlst dich sicherlich hilflos, da es als
      Außenstehende sehr schwer ist, einem Menschen, der zu viel Alkohol trinkt,
      zu helfen. Deshalb wäre es sinnvoll, wenn du dich an eine unserer
      Beratungsstellen in deiner Nähe wendest. Über folgenden Link kannst du
      nachschauen, welche Beratungsstelle für dich in Frage kommt:
      https://www.bzga.de/service/beratungsstellen/suchtprobleme/
      In einem persönlichen Gespräch kannst du deine Situation dann nochmals schildern.
      Alternativ könntest du dich auch an unser anonymes Info-Telefon wenden. Die Kontaktdaten findest du hier:
      https://www.kenn-dein-limit.info/beratungsstellenfinder.html.

      Viele Grüße und alles Gute, dein Kenn-dein-Limit Team

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    Joerg

    Hatte bis vor kurzem eine Beziehung zu einer Alkoholikerin, absolut uneinsichtig, habe alles im Griff und nicht bereit, den Alkoholismus als Krankheit zu betrachten.
    Statt Essen gab’s Alk, der Konsum und Pegel nahm gegen Abend stets zu. Sie hatte ein anderes Selbstbild als der Rest der Welt, Kritikfähigkeit ein Fremdwort, gleich ausgetickert und laut geworden. Öffentliche Auftritte nur peinlich, ich habe mich mitunter in Grund und Boden geschämt.
    Hatte bereits etliche Jobs, Freunde und Führerschein verloren, nichts draus gelernt.
    Ohne Einsicht und den Willen des Betroffenen ist es ein Kampf gegen Windmühlenflügel. Habe die Beziehung daher schweren Herzens und ohne jegliche Aussicht auf „Besserung“, in welcher Form auch immer, beendet.

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    flob

    versteh dich voll und ganz aber wie hast du es geshafft die liebe loszulassen? bin etwa am selben punkt aber shaff es nicht loszulassen…

    1. Avatar

      Joerg

      Hallo Flob!
      Geht nur auf die harte Tour – Du kommst sonst irgendwann an den Punkt, wo Du Dir damit selber schadest. Das Verrückte ist ja, daß Dein Gegenüber mit dem Alkoholkonsum besser klar kommt als Du!
      Vielleicht ein „heilsamer“ Schock für denjenigen, bzw. hier diejenige, vielleicht führt’s zu einer Einsicht, vielleicht auch nicht…
      Vor die Wahl Alk (erstmals die Einsicht bekommen und dann ernsthaft über einen Entzug nachzudenken, bei dem ich sie begleitet hätte…) oder Beziehung hat sie sich fürs Saufen entschieden.

      1. Avatar

        Su

        Ich war ein Jahr lang mit einem tollen Mann zusammen. Er hat mir von Anfang an gesagt, dass er etwas viel trinkt und dass er davon weg möchte und endlich ein besseres Leben führen. Ich habe ihm gesagt, wir schaffen das zusammen. Darauf hin habe ich mich immer wieder in irgendwelchen Foren gelesen und habe mir sozusagen Hilfe und Anleitung geholt. Ich habe ihn geliebt, er war ein toller Mensch. Mit der Zeit habe ich gemerkt, dass es nicht schafft. Wir hatten Gespräche, ich sagte ihm er müsse sich Hilfe holen,Aber er wollte es alleine schaffen. Was wollte ich machen? Ich habe ihn nicht unter Druck gesetzt und war immer vorsichtig. Ich wollte mit ihm ein neues Leben beginnen, wollte ihm ein neues Umfeld schaffen, denn seine Freunde haben keine Alkohol Probleme und trotzdem sitzen sie bei ihm und saufen mit ihm.Wir waren in der Chopper Szene unterwegs. Coole Leute, viele Partys und wie das unter solchen Menschen so ist, man hilft sich gegenseitig. Doch in diesem Punkt, hat ihm von außen niemand geholfen. Aber er wollte auch keine Hilfe. Jeder wusste wie er ist und was er tut. Seit 25 Jahren ist der Alkoholiker, er schafft es nicht. Nach zehn Monaten habe ich oftmals geweint und ihm gesagt das ich Angst habe. Daraufhin hat er sich schon mal von mir abgekapselt und sich überlegt, dass er sich eine andere Frau sucht. Somit hat er mir den Laufpass gegeben. Ich dachte er kommt zur Besinnung und will dieses Leben wirklich nicht mehr, möchte etwas verändern mit einer tollen Partnerin an seiner Seite. Seine Freunde, alle haben von mir geschwärmt. Ich wäre die richtige Frau für ihn und er hat jedem erzählt, wie sehr er mich liebt. Aber der Alkohol ist am Ende immer stärker und der präsente Partner an seiner Seite. Ich war so enttäuscht von seinem Verhalten.
        Jetzt ist er seit ein paar Monaten mit einer Frau zusammen, die abends mit ihm am Tisch sitzt und säuft. Diese Frau so oft ihren Frust weg, weil sie in der vorherigen Beziehung Von ihrem Partner geschlagen wurde. Angeblich, sei es ihr egal, dass er trinkt. Auch mir fällt das loslassen sehr schwer. Er hat sich bis letzte WocheVon ihrem Partner geschlagen wurde. Angeblich, sei es ihr egal, dass er trinkt. Auch mir fällt das loslassen sehr schwer. Er hat sich bis letzte Woche alle drei Wochen bei mir gemeldet, betrunken alle drei Wochen bei mir gemeldet und wollte mit mir Smalltalk halten. ich wurde jedes Mal böse und wütend, weil ein Alkoholiker keine Rücksicht auf andere nimmt. Ihm war alles scheißegal. Wir hatten in diesem einen Jahr wunderschöne Zeiten. Laut ihm, hat er noch niemals solche schöne Zeiten wie mit mir verbracht. Ich kenne seine Geschichte und ich weiß das vieles wahr ist, Aber ich bin so enttäuscht von ihm, weil er mich die letzten Monate nur angelogen hat. Jetzt muss ich loslassen und es ist nicht leicht.

  7. Avatar

    Rosalie

    Wir sind seit fast 40 Jahren glücklich verheiratet. Mein Mann trinkt seit ich ihn kenne jeden Tag mehrere Flaschen Bier. Er ist (noch) kein Alkoholiker. Nüchtern ist er der liebevoll, fürsorglich und humorvoll. Ein wunderbarer Ehemann. Sobald er ein Glas zuviel getrunken hat, dazu noch Schnaps, verwandelt er sich in einen kaltherzigen Menschen. Er wird verbal bösartig, wirft mir längst vergangene Streitereien vor, wobei er dann die Dinge verdreht. Das macht mich wütend. Am darauf folgenden Tag ist er dann wieder zuckersüß zu mir, entschuldigt sich, verspricht, dass er sich nie mehr so verhalten wird. Immer wieder habe ich ihm geglaubt. Doch jetzt bin ich am Ende. Dienstag Abend war er wieder Mister Hyde und heute Donnerstag wieder. Trotz aller Versprechungen tagsüber. Mich zermürben die Boshaftigkeiten etc., am schlimmsten ist der Vertrauensverlust.

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    Peter

    Ich bin knappe 40 Jahre, verheiratet und habe 2 Kinder, mir geht es auch so das ich wenn ich getrunken habe ab und zu total eifersüchtig und aggressiv werde. Erst an der letzten Party. Meine Frau hat sich nur mit jemandem unterhalten und ich wurde total eifersüchtig. Das ging soweit dass eine Ihrer Freundinnen zu mir kam und sagte ist doch alles ok… Ich habe die beiden so angestarrt das es mir gar nicht aufgefallen ist. Es kam zum Streit… ich ging alleine nach Hause und bin total ausgerastet. Zimmertüre kaputt, Handy kaputt, und meine Frau redet nicht mehr mit mir!!! Ich war früher nicht so…. Teufel Alkohol, versuche jetzt davon weg zukommen… Es ist nicht so das ich Alkoholiker bin oder so, es gibt mehrere Wochen am Stück wo ich nichts Trinke, aber wenn ich auf Partys gehe und anfange kenne ich mein Limit nicht und stürze Regelmäßig ab…. Ein großes Thema in unserer Beziehung… wie gesagt ich muss versuchen das in den Griff zu bekommen, sonst zerbricht unsere an sich tolle Beziehung durch mein Alkoholproblem

    1. KDL-Blog

      KDL-Blog

      Hallo Peter,
      vielen Dank für deinen Kommentar und deine Offenheit. Man sagt ja, Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung, und den hast du bereits getan. Wir sind uns sicher, dass du es dir und deiner Familie zuliebe schaffen kannst, dein Problem in den Griff zu bekommen. Vielleicht kann dir unsere Seite für Erwachsene dabei weiterhelfen: https://www.kenn-dein-limit.de/handeln/ Dort findest du viele Tipps und auch eine Liste von Beratungsstellen, an die du dich auf unterschiedlichen Wegen wenden und Unterstützung bekommen kannst.

      Viele Grüße
      dein Team von „Alkohol? Kenn dein Limit!“

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    Christine und Gerd Spranger

    Vielen Dank für den interessanten Artikel. Welchen Stellenwert Vertrauen hat, erkennt man an einer Beziehung, in der es gestört ist. Es dann neu aufzubauen geht nicht so leicht, wie sich das manch einer vorstellt. Vorausgegangen sind meist schwerwiegende Vertrauensbrüche, und die wieder aus der Welt zu schaffen ist nicht so einfach.
    Beispiele für das zerstörerische Verhalten in Beziehungen haben Sie in Ihrem Artikel beschrieben. Süchte zerstören nicht nur Partnerschaften sondern das ganze Leben. Das Vertrauen und die Geborgenheit gehen zugrunde. So eine Situation empfindet der Partner eines Alkoholabhängigen als sehr schmerzlich. Er möchte helfen, aber es liegt nicht in seiner Hand. In unserem Umfeld gibt es dennoch Paare, die trotz jahrelangem Alkoholmissbrauch durch einen der beiden Partner einen Neuanfang wagen wollen. Sie trauen sich, diesen Schritt zu gehen. Und das bedeutet, viel Mut dazu aufzubringen.
    Sich und dem anderen eine zweite und neue Chance zu geben bedeutet, wieder von vorne anzufangen. Dafür muss man aber das Alte hinter sich lassen. Neues Vertrauen entsteht nur, wenn die Voraussetzungen dafür geschaffen sind. Die alten Fehler sollen sich schließlich nicht wiederholen. Man will nicht dasselbe nochmals erleben. Das wäre eine komplette Niederlage für beide. Die Gefahr eines Rückfalles steht immer im Raum. Wichtig ist, zu wissen, was in diesem Falle zu tun ist. Es hilft, darüber vorher zu sprechen.
    So leicht lässt es sich nicht in jeder Situation vergeben und vergessen. Viele Gespräche und die Vermittlung der eigenen Erlebnisse und Verletzungen, Verständnis für erlebte Emotionen, machen es erst möglich, das Geschehene zu verarbeiten. Oft kann ein Therapeut helfen, die richtigen Worte und Formulierungen zu finden, die beiden im Gespräch sich wieder näher zu bringen.
    Beide Partner können danach langsam wieder beginnen, sich vertrauensvoll zu begegnen. Die Sensibilität gegenüber möglichen neuerlichen Fehltritten bleibt oft noch einige Zeit bestehen. Es ist aber wichtig, dem anderen nicht ständig wieder neues Misstrauen bei allen möglichen Anlässen entgegenzubringen. Das erfordert eine gewisse Disziplin. Denn es kommen mit Sicherheit immer wieder mal wieder die alten Emotionen hoch, die dann wieder zu Vorwürfen etc. verleiten.
    Neues Vertrauen in einer Partnerschaft kann nur entstehen, wenn die Vorbehalte gegenüber dem anderen keine Rolle mehr spielen. Das ist eine wichtige Basis für einen neuen harmonischen und liebevollen Umgang miteinander. Ist das gelungen, steht der zweiten Chance in einer Beziehung kaum noch etwas im Wege.

  10. Avatar

    Lisa

    Wir sind seit fast 8 Jahren zs, wir sind beide 29 und eig haben wir eine richtig schöne Beziehung, aber auch nur eig.

    Mein Partner wird, sobald er Alkohol trinkt, zu einem Mr. Hyde. Sobald ich etwas negatives zu ihm sage, nimmt er es sofort als „Angriff“ auf. Obwohl es überhaupt nicht so gemeint war und dann fängt das ganz Drama an.
    Er spricht dann im vollen kopf mit unseren Freunden, hauptsächlich den männlichen, wie schlecht ich denn wäre und stellt damit unsere eig sehr schöne Beziehung in ein schlechtes Licht.
    Meinstens endet es damit, dass ich mich mega aufrege und meine Freunde versuchen zu vermitteln.
    Aber mit ihm zu diesem Zeitpunkt zu sprechen, hat absolut keinen sinn, denn ich bin der schlechteste mensch in seinen augen.
    Die „männlichen“ Freunde, versuchen dann auch mit mir zu reden, verstehen aber nicht, das ohne Alkohol alles in Ordnung ist. Also rede ich da auch wieder gegen eine Wand.
    Nach hause fahren wir dann oftmals getrennt oder schlafen bei Freunden.

    Am nächsten tag reden wir darüber, so wie eig über alles, weswegen ich auch diese Schwankungen durch den alkohol nicht verstehe.
    Dann tut es ihm leid und er wird keinen Alkohol mehr trinken. Bis zum nächsten gemeinsamem Konsum, ist auch wieder alles super.
    Aber mittlerweile habe ich das einige male mitgemacht und bin gerade an dem Punkt, so sehr man sich auch liebt, es besser wäre, sich zu trennen.

    1. Avatar

      Jasmin

      Hallo Lisa,

      ich erkenne mich und meine Beziehung total wieder in dem was du schreibst. Ich sitze mal wieder nach einem Streit im Bett und weine. Wir sind fast 7 Jahre zusammen und oftmals, in diesen Streit Situationen, frage ich mich, warum ich das mit mache… ich liebe ihn sehr und wären diese Alkohol-Eskapaden nicht, wäre es eine wundervolle Beziehung.

      Hast du für Dich schon eine Lösung gefunden?

      Liebe Grüße
      Jasmin

  11. Avatar

    Laura

    Hallo,
    nach 5 Jahren Beziehung habe ich (27) mich von meinem Freund (29) getrennt. Und das obwohl ich ihn noch liebe. Alkohol war immer Thema in unserer Beziehung. Nach 4 Monaten Beziehung habe ich ihn zum ersten Mal richtig voll erlebt. Angst machte mir seine aggressive Art. Er hat mich nie geschlagen. Er hat mich dann angefangen zu beleidigen. Andere hätten schon da einen Schlussstrich gezogen. Wenn er anfängt zu trinken, findet er meistens kein Ende. Solche Situationen kamen öfter vor. Er kann auch paar Tage ohne Alkohol. Aber r hat immer einen Anlass gefunden, um zu trinken. Wenn er sich mit einem Freund auf einen Kaffee getroffen hat, landete später doch Bier auf dem Tisch. Generell gab es selten treffen ohne Alkohol, was schon alarmierend ist. Ich liebte ihn und liebe ihn immer noch. Es gab schon so viele Gespräche. Er war uneinsichtig. Ich war dann die Spielverderberin, weil es doch nicht so schlimm sei, wenn man mal was trinkt. Er hat sich auch oft auf ein Feierabendbier getroffen. Meistens blieb es aber nicht nur bei ein Bier, sondern bei 2 große Weizen oder 6 Bier. Er fand sein Trinkverhalten normal. Mir fällt es schwer unsere Geschichte hier als Zusammenfassung aufzufassen. Immer wenn wir uns deswegen gestritten haben, war er uneinsichtig. Oft hat er sich nach einem Tag entschuldigt. So oft hat er mir auch versprochen nie wieder einen Schluck zu trinken oder es unter Kontrolle zu halten. Wir waren auch schon mal soweit, dass wir gemeinsam zu einer Therapeutin gegangen sind. Er sollte für 2 Monate sein aufschreiben, wie viel er täglich trinkt. Das war ziemlich erschreckend. Aber auch da fand er es teilweise als normal womit ich nicht einverstanden war. Unsere Beziehung war ein ganzes auf und ab. Im Laufe der Jahre hat sein aggressives Verhalten abgenommen, wenn er betrunken war. Er war dann eher friedlich und kuschelig. Mich törnte das aber ab, weil ich ja wusste, dass er getrunken hat. Ich war nicht mehr ich selber. Mein Vertrauen war zuletzt nicht mehr da bzw. Wurde über die Jahre immer kleiner, weil er nie seine Versprechungen einhielt. Ich merkte, dass ich daran kaputt gehe. Ich habe immer wieder an unserer Beziehung festgehalten und gehofft es würde sich was ändern. Ich habe meistens länger gearbeitet als er und auch öfter am Wochenende. Ich habe ihn immer kontrolliert indem ich ihm Nachrichten schrieb, was er macht. Wie lange er bleibt usw.. wenn ich ohne ihn unterwegs war, konnte ich selten richtig entspannen, weil ich in Gedanken bei ihm war was er wohl gerade macht. Ich wusste ja nie wann es gut ging und wann er mal wieder betrunken aufkreuzt. Mir ist jedes Mal ein Stein vom Herzen gefallen, wenn er zu Hause war und nichts getrunken hat.
    Bevor ich mich gestern von ihm getrennt habe, habe ich erstmal Abstand gebraucht. Mir wurde klar, dass ich nicht mehr so weiterleben kann. Ich war ausgelaugt. Ich liebe ihn und wir hatten auch schöne Zeiten zusammen. Ich war glücklich mit ihm wenn er nichts getrunken hat, aber der Alkohol ist stärker.
    Er versteht meine Entscheidung. Aber mit einer Trennung hat er nicht gerechnet. Ich hoffe, dass er jetzt aufwacht. Er hatte es im Leben auch nicht leicht. Er hat im Kindesalter seine Mutter verloren, sein Vater ist trocken und jetzt auch noch schwer krank. Trotz meiner Entscheidung hänge ich noch an ihm und weiß nicht wie ich das verarbeiten kann. Wie ich jemals wieder glücklich werden kann. Eine Trennung trotz Liebe tut einfach nur weh.

  12. Avatar

    FrauB

    Ich bin mit meinem Mann 6 jahre zusammen davon 2 verheiratet wir haben 3 kinder und sind normalerweise sehr glücklich
    Leider hat er ein riesen Problem mit Alkohol sobald er Schnaps trinkt
    Entwickelt er sich zu einem Tyrannen
    Er wird verbal sehr ausfällig und leider auch körperlich. Immer wieder spricht er von einem Filmriss. Und jetzt ist es leider wieder eskaliert. Ich bin aus Angst auch geflüchtet. Ich liebe ihn weiß aber es wäre vernünftig ohne zu verlassen. Aber ich schaffe es einfach nicht.

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    KARSTEN

    Habe eine alkoholkranke Freundin. Jetzt gerade weiß ich noch nichtmal ob sie es überhaupt noch ist. Die betrinkt sich mitlerweile die letzten Tage wieder, eine Flasche vodka Nachmittags ist Standart bei ihr. Komme dann von der Arbeit heim und finde meine Freundin dann ihren ausnüchterungsschlaf machen. Sowas ist nicht schön. Gestern bin ich dann auch sauer geworden. Es kam zum Streit, sie verteidigte ihren Konsum gestern, da sie ja den Haushalt machte und sich deswegen auch mal was Alkohol verdient habe. Für mich total uneinsichtig. Beleidigungen kamen ihrer seit, der harte Spruch „sterbe doch alleine“ war dann der Schlusspunkt, an dem ich sie bat die Wohnung zu verlassen. Wo sie war, geschlafen hat etc weiß ich nicht. Heute weiß ich nur von ihr das ich an allem schuld sei gestern.

  14. Avatar

    Nirtac

    Oh ha…. zum glück bin ich gerade auf diese Seite gestoßen…
    Ich erkenne mich/uns aus vielen Beiträgen wieder. Und das tut echt weh und hilft zugleich. Also, vielleicht interessiert euch auch meine Geschichte… ich bin 42 Jahre alt, bin seit nem guten Jahr mit meinem Freund zusammen, welcher „eigentlich “ meine große Liebe ist… ich weiß, eigentlich gibt es eigentlich nicht. Bei uns ist es so… wir trinken beide gerne Alkohol. Manchmal mehr, manchmal (selten) weniger. Ich kann von mir sagen, dass ich ungern nach drei Bier aufhöre. Ganz oder gar nicht…. leider fällt es mir sehr schwer nach zwei Drinks zu sagen, es reicht. Entweder ich bleibe nüchtern oder ich bin voll. Schon mal echt dumm. Mein Engel… hm… dem geht es ähnlich, kann aber ganz gut nur drei Bier trinken und dann nix mehr. Dafür sind die Intervalle bei ihm geringer. Dazu kommt, dass er öfter von der Arbeit (schwarz) nach Hause kommt und echt voll ist. Auch wenn ich *Schichtdienst)spät habe und nach Hause komme ist er teilweise echt voll. Wenn ich dann genervt bin, beschimpft er mich und ist Null Kritikfähig. Ich habe aber auch schon zeitweise in ner Kneipe ausgeholfen, und bin nicht immer ganz klar nach Hause gekommen. Da war er dann auch megagenervt. Mein größtes Problem ist tatsächlich die Eifersucht! So dumm! Ich frage ihn dann, ob er mit mir noch was trinkt, und er nein sagt, bin ich richtig genervt. Mit anderen geht das, mit mir aber nicht. Ich betrinken mich dann, weil ich denke, es nicht anders aushalten zu können. Und weil ich die Fahne nicht ertrage, wenn ich nüchtern bin und weil ich Angst habe, dass er mit anderen lieber trinkt, als mit mir. Ich weiß, dass es dumm ist, kann es aber nicht abstellen. Ich versuche mir auch oft einzureden dass wenn er gleich nach Hause kommt und was getrunken hat (manchm6wirklich nur ein Bier) dass das gar nicht schlimm ist und ich ihm das gönne, aber wenn er dann da ist, und tatsächlich getrunken hat, raste ich aus. Das ist ein verficktes Eifersuchtsproblem gepaart mit zu viel Alkohol…. dumm, ich weiß. I

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