KDL-Blog

PARTY HARD: UND WO BLEIBT DER GENUSS?

von KDL-Blog am

Augen auf. Ganz langsam. Bestandsaufnahme: Dicker Schädel, Zunge klebt am Gaumen, keine Erinnerung an letzte Nacht. Augen wieder zu. Der Tag ist im Eimer – und was war eigentlich gestern Abend los? Du hast keine Ahnung, wie viel Alkohol es war oder bis zu welchem Punkt du es noch genossen hast.

Warum es sich lohnt, darauf zu achten: Hier kommt unsere Checkliste für einen bewussten, genussvollen Abend.

1. Trink nur, worauf du wirklich Lust hast

Eine Flasche Bier in der Hand, obwohl du Bier gar nicht wirklich magst? Ja gesagt zu einer Runde Shots, obwohl du Schnaps kaum runterbringst? Du isst, was dir schmeckt. Warum also nicht auch lieber etwas trinken, das du wirklich willst?


„Ich sage ganz offen, dass ich lieber etwas anderes trinken würde. Da sagt dann auch keiner etwas, auch wenn jemand lieber etwas ohne Alkohol trinken möchte.“

– Kenn-dein-Limit-Blogger Felix

Meist denken wir, dass es bei den Anderen nicht gut ankommt, wenn wir Nein sagen oder weniger trinken. Wir haben Angst vor der Reaktion der Anderen. Wir denken, wir erscheinen schwach und uncool, wenn wir zur Cola greifen. Aber wer ist letztlich stärker – der, der das macht, was alle machen oder der, der sich traut, auf sich selbst zu hören? Darüber hinaus ist es den Anderen meist völlig egal, was wir trinken. Und selbst über einem dummen Spruch kann man drüberstehen.

Mach dein Ding. Du musst nicht trinken, was gerade da ist oder was alle trinken.

2. Trink nicht nebenbei

Schon angetrunken, bevor die Anderen überhaupt auf der Party angekommen sind? Beim „Vorglühen“ so zugelangt, dass dann alles vorbei war – noch bevor der Abend richtig angefangen hat?


„Ich habe schon einige Freunde erlebt, die bereits nach dem Vorglühen so betrunken waren, dass sie schon auf dem Hinweg zur Kirmes gestürzt sind und kaum noch ankamen.“

– Kenn-dein-Limit-Blogger Felix

Eine Dose Bier in der U-Bahn auf dem Weg zur Party, eine Flasche Sekt beim Warten auf die beste Freundin: Wir trinken oft nebenbei, ohne darauf zu achten, ob und wie das schmeckt, was wir da gerade trinken. Dabei verlieren wir auch den Überblick über die Menge. Was als Auftakt für den Abend gedacht war, beendet ihn oft schneller als geplant.

Lass dir Zeit. Wer den Abend bis zum Ende genießen möchte, sollte es ruhig angehen lassen.

3. Konzentrier dich auf eine Sache

Vom Alkohol benebelt das halbe Leben verpasst? Den Auftritt der Lieblingsband beim Musikfestival zum Beispiel. Oder die Annäherungsversuche des heimlichen Crushs. Den Typ, den du schon beim Reinkommen gesehen hast, der dich jetzt nach deiner Telefonnummer fragt… die du aber leider nicht auf die Reihe kriegst, weil du gerade eins und eins nicht mehr zusammenzählen kannst.


„Wenn sie dann mit dir nach Hause geht, es dir aber richtig beschissen geht, weil du zu viel getrunken hast, ist das für beide unangenehm.“

 – Kenn-dein-Limit-Blogger Julius

Lass dich nicht ablenken. Konzentrier dich auf deine Freunde, deinen Crush oder die Musik. Oder eben auf deinen Drink – genießen statt (über)stürzen.

4. Mix dir deine eigenen Getränke

War dir von einem Getränk schon mal schlecht und du hast dir geschworen, es nie wieder zu trinken? Das kann zum Beispiel passieren, wenn Cocktails zu viel Alkohol enthalten und du es nicht merkst. So kannst du dir nachhaltig den Genuss verderben.


„Erwischt man ein Getränk, das man noch nie mochte oder seit dem letzten Rausch nicht mehr trinken kann, kommt das bei mir sofort wieder weg und ich trinke was anderes.“

– Kenn-dein-Limit-Bloggerin Charlotte G.

Abgesehen vom Alkoholgehalt sind zum Beispiel viele Mixdrinks, die man fertig kaufen kann, stark gezuckert. Und Zucker macht nicht nur dick, er betäubt auch die Geschmacksnerven. Gleichzeitig beeinträchtigt Alkohol die Geschmackssensoren. Die Zunge wird pelzig, viele – meist weniger süße – Nahrungsmittel und Getränke schmecken plötzlich wie Pappe. Also kannst du weder den Drink genießen, noch Anderes richtig schmecken.

Wähle die richtige Mischung. Mix dir selbst einen Drink aus Zutaten, auf die du Lust hast. Bei der nächsten Hausparty einfach mal den Kühlschrank genauer checken und was Neues ausprobieren. Am besten benutzt du immer ein Barmaß, auch Jigger genannt, damit du die richtige Alkoholmenge abmessen kannst und nicht zu viel erwischst. Oder du probierst einen Mocktail ganz ohne Alkohol. Dann der Geschmackstest: Was ist da noch statt nur „süß“?

 

Mehr zum Thema:

Auf ein Glas Wein in Frankreich

„La belle vie“, das schöne Leben, wird in Frankreich mit gutem Wein und köstlichem Essen geradezu zelebriert. Wie genau, das habe ich bei meiner französischen Freundin Cécile in der Normandie ...
Artikel lesen

Anders sein in der Gruppe

OHNE ALKOHOL: „WARUM DENN DAS?“ ODER „WARUM DENN NICHT?“

Alkohol gehört in unserer Gesellschaft scheinbar dazu. Kaum ein Anlass, zu dem es nicht das übliche Glas Sekt gibt, es wird angestoßen, sich zugeprostet. Wenn dann statt des perlenden Schaumweins ...
Artikel lesen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.