Anni Rosvally

SO EIN SILVESTER WÜNSCH‘ ICH KEINEM

von Anni Rosvally am

Silvester – und ich häng auf dem Klo ab. Wieso ich in dieser Nacht meinen BH „verlor“ und was Waldmeisterschnaps und Korn damit zu tun haben könnten, erzähl ich euch jetzt …

AUF EIN NEUES!

Ich freute mich auf das neue Jahr. Vor allem, weil das alte so schrecklich verlief, voller Schmerz und Trennungen. Auf der Silvester-Party war gut was los, viele neue Gesichter, aber vor allem alte Bekannte, die ich ewig nicht gesehen hatte. Klar: Da wollte jeder gleich mit mir auch ein Schnäpschen trinken – oder auch zwei. Blöd nur, dass ich nebenher noch fleißig weiter an meinem Drink nippte.

DIE STIMMUNG STEIGT

Bis Mitternacht blieb die Stimmung gut und wurde gefühlt immer besser: Es gab ein unglaubliches Feuerwerk, wir lachten und tanzten ohne Ende. Bis einer diese Zweiliter-Flasche Waldmeisterschnaps auf unseren Tisch stellte.

PEINLICH, PEINLICH …

Jetzt kippte die Euphorie langsam. Ich besorgte mir ein Wasser. Und noch eins. Zwecklos, es war zu spät. Meine Beine wurden immer wackeliger, das Laufen, das Sprechen, das Sehen – alle Sinne versagten langsam. Dazu dieser Schwindel … Ich schämte mich, zeitgleich schien aber auch mein Schamgefühl verrückt zu spielen. Denn als mich mein BH so richtig zu kratzen und zu stören anfing, zog ich ihn kurzer Hand einfach aus. Peinlich ist gar kein Ausdruck dafür.

„Warum tu‘ ich mir das an …“Anni

OUT OF CONTROL

Jetzt ging wirklich gar nichts mehr. Ich musste brechen. Ich schob mich zur Toilette und hielt mich an Tischen und Wänden fest, um nicht umzufallen. Ich hatte einfach keine Kontrolle mehr über meinen Körper. „Wieso tu‘ ich mir das an“, fragte ich mich. Das frage ich mich eigentlich heute noch.

HELFER IN DER NOT

Plötzlich schwang die Toilettentür auf. Ein guter Freund kam und wollte mir hochhelfen – leider vergebens. Er zögerte nicht lang und trug mich zu einer Bank. Glücklicherweise hat er mal als Sanitäter gearbeitet und weiß, was zu tun ist. Stabile Seitenlage, Puls kontrollieren, aufmerksam bleiben. Da ich die Augen nicht zu machen konnte, weil mir sonst wieder so übel wurde, musste ich meinen Freunden beim Feiern zuschauen. So lag ich da, bis mich irgendwann dann doch der Schlaf holte.

KEIN BOCK MEHR AUF KATER

Seit dieser Nacht versuche ich besser auf meinen Körper zu hören. Was zu viel war, war einfach zu viel. Und natürlich war mir nicht nur in der Nacht übel – das Ganze ging dann am nächsten Morgen munter weiter. Jetzt halte ich mich auf Partys mehr zurück, genieße den Abend, tanze mit Freunden und spare mir ganz einfach den Kater danach. 😉

UND BEI EUCH SO?
Wie lief euer Silvester? Beste Party deines Lebens, Vorfreude auf 2018? Lasst mir einen Kommentar da!

 

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