Tabitha Anna

Auf ein Glas Wein in Frankreich

von Tabitha Anna am

„La belle vie“, das schöne Leben, wird in Frankreich mit gutem Wein und köstlichem Essen geradezu zelebriert. Wie genau, das habe ich bei meiner französischen Freundin Cécile in der Normandie erfahren.

Wer unsere Nachbarn besucht, wird schnell merken, dass sie die Sache mit dem schönen Leben besonders gut beherrschen. Mir hat sich das im bunten Städte-Getümmel von Lyon, Paris und Nizza ebenso gezeigt, wie in ruhigen Abendstunden am Meer. Und natürlich beim Essen und Trinken: Spaß machen der Café Gourmand, ein Espresso mit süßen Leckereien, würziger Käse, Fromage, als Nachtisch, und und und. Natürlich darf auch der ein oder andere gute Tropfen nicht fehlen!

Wein von Welt

Die Weine stammen aus dem Burgund, dem Elsass, aus Bordeaux … nahezu jede Region Frankreichs hat ihren eigenen, international bekannten und geliebten Wein. Nicht umsonst wird Frankreich als das Wein-Land überhaupt bezeichnet: Global gesehen ist es sogar das Land mit der zweitgrößten Weinproduktion!

In vielen französischen Familien gehört das Glas Wein einfach dazu, manchmal auch als Schorle getrunken. Alkohol ist in Frankreich vor allem Bestandteil der ausgedehnten, üppigen (und sehr leckeren!) Mahlzeiten – ob mittags zum déjeuner oder abends zum dîner. Das kann dann schnell mal mehrere Stunden dauern – schließlich wird beim Essen auch kräftig erzählt. Nach dem Essen wird allerdings normalerweise nicht mehr getrunken.

Eigentlich erst mit 18, aber …

In Frankreich wird generell kein Alkohol an Minderjährige verkauft – auch kein Bier und Sekt an Sechzehnjährige. Dass Tochter oder Sohn doch mal ein Glas Wein zum Essen eingeschenkt wird, kommt sicher vor, hängt aber natürlich von der Gunst der Eltern ab. 😉

 

Mein Trip in die Normandie

     

Während einer Frankreichreise 2016 lernte ich Cécile kennen, mit der ich bis heute gut befreundet bin. Cécile ist 16 Jahre alt und lebt in der Haute-Normandie, in einem kleinen Dorf fast direkt am Ärmelkanal. Diesen Sommer habe ich sie dort besucht und war für eine Woche mittendrin im „belle vie“ und der Genießerkultur.

Früh anfangen, wenig aufklären!

„Ich weiß, dass viele Jugendliche hier einen ziemlich hohen Konsum haben“, erzählt mir Cécile. „In der Regel sind sie ungefähr 14 Jahre alt, wenn sie mit dem Trinken anfangen“.

In der Schule oder im Alltag gibt es kaum Aufklärung über die Risiken: „Nein, Präventionskurse oder so was hatten wir noch nie. Einmal wurden wir über die Schädlichkeit des Rauchens aufgeklärt, aber nicht über Alkohol.“

Lagerfeuer-Romantik

Cécile kann auf Wein & Co. zum Feiern und Spaß haben allerdings gut verzichten. Ich habe es selbst erlebt: Der Abend am Lagerfeuer direkt an der steinigen Küste des Ärmelkanals war unvergesslich schön. Danach haben wir bei Céciles Großmutter Pizza gegessen und bis spät in die Nacht Karten gespielt und gelacht.

Um euch ein bisschen neidisch zu machen, hier ein paar Aufnahmen aus der wunderschönen Normandie, viel Spaß!

Für Cécile und ihre Freunde spielt Alkohol offenbar keine Rolle für ihr persönliches „belle vie“. Für andere dagegen gehört das Glas Wein dazu. Wie immer gilt eben: Letztendlich muss es jeder für sich selbst entscheiden! 🙂

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