Anna

Geschüttelt, nicht gerührt!

von Anna am

Welche Rolle spielt Alkohol in Film & Fernsehen?

Was das Trinken angeht, sind uns Film- und Fernsehcharaktere oftmals keine besonders guten Vorbilder. Bei manchen scheint das Trinken sogar zum Charakter zu gehören. Hier ein kleines Best-of  – vom chronisch genusssüchtigen Prinzen bis zum Zauberschüler, der am liebsten Getränke auf Butterbasis schlürft. 😉

1. James Bond

Agent 007 hat die Lizenz zum Töten und offensichtlich auch ein Leberproblem! Wissenschaftler der Nottingham University haben alle James Bond Filme analysiert und sind zu einem durchschnittlichen Konsum von 92 Alkoholeinheiten pro Woche des Superagenten gekommen. Das würde etwa 30 Wodka Martini oder 10 Flaschen Wein entsprechen – wirklich förderlich für die Gesundheit ist das nicht. Fraglich auch, ob der Super-Agent so voll überhaupt irgendwie mit seinen Schurken fertig werden würde…

Welche Rolle spielt der Alkohol in den Filmen?
Auf die Handlung der Filme hat der Alkoholkonsum komischerweise relativ wenig Einfluss. Trotzdem greift sich Agent Bond zu jeder sich bietenden Gelegenheit einen trockenen Martini – geschüttelt natürlich, nicht gerührt!

2. Tyrion Lannister (Game of Thrones)

Vor allem in den ersten Staffeln gibt es wenige Szenen, in denen der Gnom vom Hofe Lannister nicht mit einem Weinkelch anzutreffen ist. „Das sind meine Eigenschaften, ich trinke und weiß Dinge.“, ist ein Satz, mit dem er sich selbst beschreibt und sich zur heimlichen Lieblingsfigur der Serie rund um das Königreich Westeros macht.
Warum Tyrion trinkt? Zunächst ist er ein Lebemann und kann weder Weib noch Wein widerstehen. Außerdem hat er auch an so einigem zu knabbern:  Am Hofe gibt es immer wieder Streit und Machtspiele. Und kaum eines seiner Familienmitglieder zeigt auch nur ein bisschen Sympathie gegenüber dem armen Gnom. Man könnte auch meinen, dass seine scharfe Zunge aus dem Weinglas herrührt.

Welche Rolle spielt Alkohol in der Serie?
Wein und Bier fließen zu sämtlichen Hochzeiten und Festen in Strömen. Die Macher stellten sich wohl vor, dass im Mittelalter keine Kehle jemals trocken bleiben dürfte. Selbst die quasi im Exil lebende Nachtwache wärmt sich zu jeder Gelegenheit an einem Glüh- oder Gewürzwein.

3. Harry Potter

Wer hätte es gedacht? Selbst die unschuldigen Zauberschüler aus Harry Potter lernen neben Quidditch und dem Brauen von Zaubertränken auch Magie „mit Schuss“ kennen. Ab ihrem 15. Lebensjahr dürfen Harry, Hermine & Co. selbstständig kleine Ausflüge nach Hogsmeade unternehmen, einem kleinen Dorf in der Nähe von Hogwarts. Dort gibt es verschiedene Gasthäuser, wie z.B. den „Eberkopf“ oder die  „Die Drei Besen“, in denen sogenanntes „Butterbier“ ausgeschenkt wird. Laut J.K. Rowling soll das wie eine Art Karamellbonbon schmecken!

Welche Rolle spielt Alkohol im Film?
Keine. Harry und seine Freunde kommen nach Hogsmeade, um zu entspannen und um ihre Freizeit zu genießen. Betrunken hat sich in der ganzen Filmreihe höchstens Winky, die Zauberelfe – aber Elfen vertragen ja auch bekanntlich nicht so viel!

4. Sex and the City: Carrie, Miranda, Samantha und Charlotte

Um die weibliche Gattung Mensch nicht außen vor zu lassen, dürfen die vier Mädels Carrie, Miranda, Samantha und Charlotte natürlich nicht fehlen. Die vier Girls sind in New York unterwegs und lassen die Kassen sämtlicher Klamottenläden klingeln sowie Männerherzen höher schlagen. Dabei sehen die vier auch noch unfassbar gut aus und haben als ständigen Begleiter fast immer ihren Cosmopolitan dabei – einen Drink, der auch dank der Serie ein Revival erlebte.

Welche Rolle spielt Alkohol in der Serie?
Sagen wir es mal so: Wenn Carrie & Co. nicht öfter mal ihre Mädelsabende mit Alkohol angestoßen hätten, hätten die vier sich viel Ärger und Verdruss gespart. Auf der anderen Seite hätten der Serie dann aber auch viele lustige Storys gefehlt.

Mein Fazit:

Alkohol hat auch in der fiktiven Film- und Fernsehwelt seinen Platz. Figuren trinken, wenn es ihren Charakter unterstreicht, der Alkoholgenuss scheinbar zur Atmosphäre einer Szene passt oder weil es ihre Umgebung gerade von ihnen verlangt. So wie die Serienfiguren aber nie aufs Klo oder regelmäßig essen müssen, werden auf der Leinwand auch die Nachwirkungen des Alkohols meistens ausgeblendet. Tyrion und ein fetter Kater? Ein seltener Anblick. Und wenn Carrie aus Sex and the City mit einem dröhnenden Kopf aufwacht, freut sich der Zuschauer schon auf ein paar pikante Storys von der Nacht davor. Wer einmal aber nach einer durchfeierten Party am nächsten Tag aufgewacht ist, der weiß, dass für langes Geschichtenerzählen meist keine Kraft mehr bleibt…

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