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BERAUSCHT…VOR GLÜCK!

von KDL-Blog am

Rausch ohne Alkohol

Eine neue britische Studie belegt, dass Alkohol auch schon in geringen Mengen gesundheitsschädlich ist. Darüber hinaus erschien soeben, passend zum Weltdrogentag vor zwei Tagen, der Europäische Drogenbericht – Deutschland liegt mit insgesamt 15 Prozent an zweiter Stelle der gemeldeten Drogentoten in Europa.

Wir hätten also wieder Anlass genug, um auf die Gefahren hinzuweisen, die Alkohol mit sich bringt. Stattdessen sind wir mal der Frage nachgegangen, was wir eigentlich am Alkohol mögen – was kickt uns? Was finden wir daran gut, was macht Alkohol mit uns? Und (natürlich auch): Kann man das auch anders erreichen, als mit Alkohol?

WAS KICKT UNS AM ALKOHOL?

Alkohol hebt die Stimmung, macht die Zunge locker und das Herz leicht…anfangs zumindest. Denn Alkohol entspannt und dämpft Angstgefühle. Schon kleine Mengen wirken enthemmend. Ab 0,1 Promille sind wir kontaktfreudiger, trauen uns mehr zu. Das fühlt sich zunächst wirklich gut an.

Der Kick des Alkohols
Wenn wir Alkohol trinken, schüttet unser Gehirn die Botenstoffe Dopamin und Endorphin aus. Sie sorgen meist dafür, dass wir uns lockerer, selbstbewusster und einfach gut fühlen. Alkohol wirkt wie eine Belohnung.

Übrigens: Das Gehirn „merkt“ sich diesen Belohnungs-Effekt und passt sich an den Alkohol an – so kann eine Gewöhnung an Alkohol entstehen, die oft dazu führt, dass man immer mehr und häufiger trinkt.

GLÜCK – GANZ EINFACH SELBST GEMACHT

Dopamin und Endorphin sind nur zwei der Hormone, die unser Wohlbefinden beeinflussen. Weitere sind Serotonin, Noradrenalin, Phenethylamin und Oxytocin. Serotonin ist eines der am häufigsten gebildeten Hormone und sorgt für Glücksgefühle. Endorphine steigern unsere Leistung, sie werden bei Bewegung ausgeschüttet, genauso wie bei Freude, Trauer oder Schock. Noradrenalin aktiviert und motiviert uns.

Glückshormone freisetzen
Diese Hormone produziert der Körper abhängig davon, was wir tun, essen, denken und sagen. Wir können also die chemischen Prozesse im Körper beeinflussen und dafür sorgen, dass mehr „Glückshormone“ ausgeschüttet werden. Probiert’s mal aus und spürt den Glücksrausch. 🙂

Unsere Top 5 Glückshormon-Ausschütter:

  1. Traut euch
    An die eigenen Grenzen gehen, sich Herausforderungen stellen – wenn uns das gelingt, werden Glückshormone ausgeschüttet. Je schwieriger die Aufgabe war, desto glücklicher sind wir, wenn wir sie gemeistert haben. Das muss keine Gipfelbesteigung sein, es kann auch eine ganz persönliche Hürde sein, die ihr überwindet.
  1. Erinnert euch
    Schon allein der Gedanke an schöne oder lustige Erlebnisse steigert den Serotonin-Spiegel im Blut. Schaut euch alte Fotos an, hört eure Lieblingssongs oder den Live-Mitschnitt eines Konzerts, bei dem ihr wart.
  1. Bewegt euch
    Bewegung bewirkt die Ausschüttung von Endorphinen – und die heben die Stimmung. Außerdem blockieren sie unsere Schmerzwahrnehmung, was das Glücksgefühl weiter steigert. Jede Art von Bewegung, die euch Spaß macht und euch fordert, sorgt für einen Endorphin-Schub. Gemeinsam mit Freunden oder der Mannschaft gerät man oft in einen regelrechten Taumel – eben berauscht vor Glück.
  1. Esst euch glücklich
    Rein chemisch gesehen sind es leider nicht so der Burger oder die Chips, die glücklich machen. Vielmehr haben Wissenschaftler herausgefunden, dass Nahrungsmittel mit der Aminosäure Tryptophan den Serotonin-Spiegel steigern. Besonders viel Tryptophan ist zum Beispiel in Bananen, Avocados, Haferflocken, Reis, verschiedenen Nüsse, etc. ABER: Wenn ihr in netter Runde essen geht, werden auch verschiedene Glückshormone freigesetzt – relativ unabhängig davon, was ihr esst.
  1. Überrascht andere
    Dopamin wird als Belohnung für etwas ausgeschüttet. Das kann zum Beispiel klappen, wenn wir Andere mit etwas überraschen – und zwar auf beiden Seiten. Es muss nichts Großes sein. Denkt euch etwas Lustiges aus, tut etwas völlig Unerwartetes oder etwas, worauf der oder die Andere schon lange hofft. Einzige Bedingung: Die Person sollte positiv überrascht werden. 😉

 

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