Maren

3 Fragen, die du dir stellen solltest, bevor du deinen Kummer in Alkohol ertränkst

von Maren am| 2 Kommentare

Ein junger Mann sitzt traurig in einem Raum.

Ob du Liebeskummer hast oder einfach nur ein mieser Tag hinter dir liegt – jeder von uns hat mal schlechte Laune und das ist auch in Ordnung. Dass Alkohol dabei keine gute Lösung ist, weißt du allerdings spätestens, wenn du diesen Blogartikel gelesen hast.

Mädchen liegt im Bett und hält sich die Hände vor das Gesicht

© ljubaphoto / gettyimages

Willst du den „Morgen danach“ wirklich erleben?

Vor kurzem rief mich eine Freundin an, als es ihr nicht gut ging. Ihr Freund hatte mit ihr Schluss gemacht. Um sich etwas abzulenken, ging sie mit Freunden feiern. Sie trank so viel Alkohol, dass sie mit einem Typ rummachte, den sie gar nicht so gern mochte.

Am nächsten Morgen wachte sie mit einer Mischung aus Kater und Scham auf und der Liebeskummer klopfte auch wieder an. Geholfen hat ihr die wilde Partynacht nicht, ganz im Gegenteil. Was als gut gemeinte Ablenkung ihrer Freunde gedacht war, ging total nach hinten los.

Verschwinden deine Sorgen jetzt für immer in deinem Bierglas?

Ihr kennt doch bestimmt den Spruch mit den Sorgen, die schwimmen können. Am Boden der Flasche findet man eben nicht die Lösung für seine Probleme. Trotzdem versuchen manche Menschen mit aller Macht, ihre Trauer oder ihre Wut in Alkohol zu ertränken, bis sie sie nicht mehr spüren.

Wenn man sich schlecht fühlt, dann möchte man einfach für einen Moment vergessen, warum das so ist. Aber: Verdrängen hilft leider gar nichts. Nur wer die negativen Gefühle auch mal zulässt und lernt mit ihnen umzugehen, kann gestärkt aus der Situation rausgehen. Zum Leben gehören schließlich Höhen und Tiefen – alles andere wäre doch auch super langweilig! Wer mit seinen Sorgen nur mit Alkohol umgehen kann, gerät schnell in einen Teufelskreis aus Alkohol und noch mehr Problemen.

Nimmt Alkohol dich in den Arm und reicht dir ein Taschentuch?

Auch hier ist die Antwort natürlich nein. Mein Tipp für schlechte Zeiten ist, sich mit seinen Liebsten zu umgeben und über alles zu reden. Wenn man dann doch mal eine kleine Pause von seinem Kummer nötig hat, dann ist eine tolle Möglichkeit, gemeinsam etwas zu unternehmen. Wie wäre es mit einer neuen Sportart oder einem spontanen Städtetrip?

Freundinnen trösten sich

© martin-dm / gettyimages

Meine traurige Freundin habe ich zum Beispiel zu einem gemütlichen Filmeabend bei mir eingeladen. Sie konnte sich bei mir aussprechen und ich schaffte es, sie wieder zum Lachen zu bringen. Dass wir füreinander da waren, war ein schönes Gefühl. Auch wenn ihr Liebeskummer noch nicht verschwunden war, fühlte sie sich am Ende des Abends ein wenig leichter.

 

 

Blogger Holm hat es sich übrigens zur Regel gemacht, gar keinen Alkohol zu trinken, wenn er mal eine Krise hat. Welche Tipps er noch für euch hat, könnt ihr euch in diesem Video anschauen:  Zum Video

JETZT IHR: WAS SIND EURE TIPPS GEGEN KUMMER?

Bildquelle: © lolostock / gettyimages

2 Kommentare zu: “3 Fragen, die du dir stellen solltest, bevor du deinen Kummer in Alkohol ertränkst”

  1. Jule

    Ich habe eine Freundin die zum Alkohol greift wenn sie Kummer hat. Auch wenn ich Kummer habe, sagt sie immer zu mir „Komm lass uns saufen gehen“. Ich habe aber gemerkt, dass mir das überhaupt nichts hilft. Meistens fühle ich mich am nächsten Tag deutlich schlechter. Ich habe für mich herausgefunden, dass es viel wichtiger ist, wenn man Freunde um sich rum hat und sich durch irgendwelche Aktivitäten und Erlebnisse von dem ganzen Stress ablenken kann. Mein Motto in Zeiten der Kummer ist, raus gehen und etwas erleben und sich dadurch ablenken. Außerdem hat es mir immer geholfen, wenn ich wusste ich kann mir bei jemanden Hilfe holen und mit einer Person über alles sprechen.

  2. Anncathrine

    Hallo,

    nachdem ich diesen Beitrag gelesen habe, bin ich mal so in mich gegangen und habe überlegt ob und wie oft ich meinen Alkoholkonsum dazu nutze um der momentanen Lebenssituation zu entfliehen.

    Es gibt Phasen in meinem Leben in denen ich denke jetzt würde ich mir gerne die „Kante“ geben, dann wird alles besser. Das darüber Nachdenken hilft mir dabei schon sehr, da mir dann wieder klar wird, dass der nächste Tag ein Desaster wird.

    Ich trinke lieber mal etwas wenn es auch passt, wenn man in guter Gesellschaft ist oder einfach etwas lockerer sein möchte um sich etwas fallen lassen zu können.

    Probleme in Alkohol zu ertränken ist für mich wie im Beitrag schon erwähnt ein Kreislauf, man fühlt sich für ein paar Stunden super weil man sich um nichts mehr Gedanken macht, doch am Tag danach fühlt man sich so elend, dass man sagt man trinkt nie wieder Alkohol.

    Und die Probleme oder Gedanken holen einen dann doch wieder ein, viel wichtiger wäre es, die aktuelle Lebenssituation zu hinterfragen.
    Warum läuft es gerade so und nicht so? oder wie kann ich auf lange Sicht gesehen gesund aus dieser Phase raus kommen?

    Man sollte sich dabei bewusst sein, dass man nur selbst an der aktuellen Lebenssituation etwas ändern kann und das einem da keiner so sehr helfen kann, wie man sich selbst.

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