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FASTEN HEISST WENIGER ESSEN – ODER?

von KDL-Blog am

Viele machen Online-Fasten

Wo Fasten herkommt

Fasten ist so alt wie die Menschheit. Schon immer gab es Zeiten und Anlässe, zu denen Menschen sich einen Verzicht auferlegt haben. Ursprünglich ging es tatsächlich darum, weniger oder gar nichts zu essen oder zu trinken. In verschiedenen Kulturen und Religionen dient das Fasten auch heute noch der Vorbereitung auf bestimmte Feste. Der Verzicht ist an Tage, Tageszeiten oder Zeiträume gebunden: Im Islam zum Beispiel ist es der Ramadan, die meisten buddhistischen Mönche dürfen generell immer nur eine Mahlzeit am Tag einnehmen. Im Christentum liegt die Fastenzeit zwischen Aschermittwoch und der Osternacht – und hat damit soeben begonnen.

Und, was fastest du so?

Nicht nur gläubige Christen halten sich in dieser Zeit an einen Fastenplan. Generell verzichten immer mehr Junge wie Ältere auf Dinge und Gewohnheiten, die ihnen lieb und teuer sind. Der kleine Unterschied: Die Regeln dafür stellen sie selbst auf. Das machen sie, um sich etwas Gutes zu tun und zu sehen, wie sie mit dem Verzicht klarkommen. Laut einer repräsentativen Forsa-Umfrage* lassen vor allem Menschen zwischen 30 und 45 Jahren Alkohol, Süßigkeiten, Fernsehen oder Rauchen weg. Bei den 18 bis 29-Jährigen ist Online-Fasten beliebt – also 40 Tage lang offline bleiben! Die freiwerdende Zeit möchten die Befragten zum Beispiel mit Freunden verbringen. Nicht auf Facebook, sondern im echten Leben.

Alkohol liegt auf Platz eins

Die meisten Menschen entscheiden sich, eine Weile auf Alkohol zu verzichten, nämlich 68 Prozent der Befragten. Und dabei geben die Männer klar den Ton an: 70 Prozent der Männer und 60 Prozent der Frauen wollen Bier, Wein und Co. weglassen. Auf Platz zwei liegt das Nein zu Süßigkeiten – dazu entschließen sich mehr Frauen als Männer (62 zu 56 Prozent). Ohne Fleisch wollen 39 Prozent der Befragten auskommen und zwar auch wieder mehr Frauen als Männer. 34 Prozent ziehen den Fernsehstecker oder lassen das Rauchen sein. Und Handy, Computer und Auto bleiben auch bei einigen aus (23 und 18 Prozent).

Noch unentschlossen?

Wenn du sowieso deinen Alkoholkonsum runterschrauben wolltest, wäre die Fastenzeit doch jetzt der perfekte Anlass. Außerdem wärest du in bester Gesellschaft vieler anderer Menschen, die das Gleiche machen. Falls du noch einen Denkanstoß brauchst, mach doch mal unseren Selbsttest. Der zeigt dir, was dir wichtig ist im Leben und welchen Stellenwert Alkohol für dich hat.

Du trinkst gar keinen Alkohol oder so wenig, dass der Verzicht kein wirkliches Opfer wäre? Dann denk dir doch was Anderes aus. Ideen wären zum Beispiel das „Plastikfrei leben“ (meide alles, was in Plastik verpackt ist), das „Klima-Fasten“ (produziere weniger CO2) oder der Verzicht auf „fiebrigen Konsum“ (shoppe nur, was du wirklich brauchst).**

Und was fällt dir zum Thema Fasten ein? Hinterlasse deinen Kommentar!

* https://www.dak.de/dak/bundes-themen/DAK-Studie_zeigt_Fasten_immer_beliebter-1882160.html
** die Fasten-Ideen haben wir hier gefunden: https://utopia.de/ratgeber/alternativer-fastenplan-so-gehts/

Bildquelle © gettyimages

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