Henning

5 Gründe, warum Alkohol auf dem Lehrplan stehen sollte

von Henning am| 1 Kommentar

Judendliche in der Schule schreiben mit

Könnt ihr euch noch erinnern, wie es bei euch war? Als ihr in das Alter kamt, als es in Sachen Alkohol langsam „brisant“ wurde? Eins ist sicher: es wird zu eurer Schulzeit gewesen sein! Aber wenn man mal ehrlich ist: so richtig „aufgeklärt“ hat uns in der Schule in Sachen Alkohol doch eigentlich niemand, oder? Ich finde es gibt gute Gründe, das Thema „Alkohol“ endlich auf den Lehrplan zu setzen:

  1. Entzauberung!

Alkohol ist gerade während der Schulzeit für die meisten ein „Mysterium“, weil er vielleicht bisher für einen selber tabu war. Da ist die Verlockung, die eigenen Grenzen mal auszutesten, doch relativ groß, oder? Vielleicht kann der offene Austausch mit Mitschülern diesen Effekt etwas abmildern – vor allem, wenn die ersten vielleicht schon von einigen negativen Erfahrungen berichten können…

  1. Was muss, das muss!

Es gibt zwar Möglichkeiten, sich zum Beispiel bei der BZgA über das Thema Alkohol und Alkoholkonsum zu informieren. Aber diese Eigeninitiative legt eben nicht jeder an den Tag. Wenn die eigenen Freunde mal wieder zu peinlich werden, wenn sie betrunken sind, muss man ihnen vielleicht etwas zu ihrem Glück verhelfen. Und auch mal mit Mitschülern im Unterricht darüber sprechen, warum es eben nicht cool ist, sich jedes Wochenende zu betrinken und anschließend schon wieder das Gesprächsthema auf dem Schulhof zu sein…

  1. „Da hab ich noch nie so wirklich drüber nachgedacht…“

Oft überschätzen wir nicht nur, wie viel Alkohol wir vertragen – wir unterschätzen auch die langfristigen Wirkungen, die er auf unseren Körper haben kann: Leberschäden, Hirnschäden und Herzerkrankungen sind nur einige mögliche Langzeitfolgen. Vielleicht könnte eine abschreckende Unterrichtseinheit alle etwas zur Besinnung rufen?

  1. Theorie und Praxis!

Selbst wenn man als Schüler lernt, wie Alkohol im Körper verarbeitet wird – wie genau der Alkohol wirkt und wie man sich nach dem Konsum fühlt, zeigt leider nur der „Praxistest“. Und hier wird es gefährlich: die Theorie kann die Praxis interessant machen! Über die biologischen Abläufe Bescheid zu wissen heißt noch lange nicht, dass man dadurch vorsichtiger im Umgang mit Alkohol ist bzw. diese Abläufe nicht mal an sich selbst testen will. Deswegen sollte es im Unterricht zumindest einen Vorgeschmack geben: zum Beispiel mal eine Rauschbrille aufsetzen und einen Parcours ablaufen um zu sehen, wie gleichgewichtslos so ein „Praxistest“ enden könnte!

  1. Locker und ungezwungen reden – ganz nüchtern

Verfügungsunterricht? Vertretungsstunde? Oder vielleicht doch ganz passend mit eurem Lieblingslehrer im Bio- oder Chemieunterricht – was natürlich am besten wäre? Tauscht euch aus und teilt Erfahrungen. Man muss schließlich nicht jeden Fehler selbst machen. Dafür muss uns gerade die Schule genügend Möglichkeiten geben. Denn einmal drüber zu reden ist auf jeden Fall besser, als einen drüber zu trinken.

Ein Kommentar zu: ““5 Gründe, warum Alkohol auf dem Lehrplan stehen sollte”

  1. Avatar

    Tanja

    Wir konnten in der 7. Klasse mit Promillebrillen rennen, laufen, hüpfen, tanzen um zu „fühlen“ wie es wäre. Außerdem hat das örtliche DRK uns Einzelfälle präsentiert, wie Alkohol auch wirken kann (auf Körper und Lebensumstände). Und ein Vater war Arzt und hat uns erklärt wie Alkohol das Gehirn und Muskeln am Wachstum hindert.
    War ein paar Jahre echt wirkungsvoll.

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