Maren

Trink doch, was du willst!

von Maren am| 2 Kommentare

Wenn ich auf einer Party mit meinen Freunden feiere, trinke ich gerne ab und zu eine Flasche Bier. Dafür habe ich bereits Kommentare geerntet wie „Ich kenne nicht viele Frauen, die Bier trinken“ oder „Ich kann dir auch einen Sekt holen, wenn du den lieber trinken möchtest“.

Ein Freund von mir trinkt wiederum lieber Sekt als Bier. Auch er hört solche Äußerungen auf fast jeder Party, wenn er ein Glas Sekt in der Hand hält. Das Klischee, dass Männer lieber Bier trinken und Frauen Sekt vorziehen, ist nicht neu. Ich frage mich aber, ob da  wirklich etwas dran ist.

Gin Tonic-Trinker sind Hipster

Wenn sich Klischees immer bewahrheiten würden, hätten wir es ziemlich einfach, andere Partygäste zu durchschauen. Nicht nur Bier und Sekt sind mit Vorurteilen behaftet, auch anderen alkoholische Getränken werden in bestimmte Schubladen gepackt: Gin Tonic-Trinker seien Hipster, Weintrinker gelten als Snobs und Mischbiertrinker werden als Weicheier bezeichnet. Im Internet gibt es unzählige Artikel zu dem Thema „Was dein Drink über dich aussagt“.

Wer dran glaubt, kann alle Lebensbereiche, vom Liebesleben bis hin zu politischen Ansichten passend zu den Trinkgewohnheiten analysieren. So unterhaltsam das auch sein mag – dass diese Beurteilungen letztlich der Wahrheit entsprechen, halte ich für äußerst unwahrscheinlich. Nur, weil ich lieber eine Weinschorle statt eines Bieres trinke, oder nun mal auf Radler stehe, stellt das ja noch nicht mein ganzes Leben auf den Kopf.

Bier ist nur was für Männer…?

Viele Werbespots bedienen sich immer wieder gerne dieses Klischees. Beispielsweise lässt eine Frauengruppe in einer bekannten Sektwerbung die Korken knallen, während eine Männergruppe in der Bierwerbung am Strand entspannt die Seele baumeln lässt. Allerdings habe ich aber das  Gefühl, dass auch die Werbung verstanden hat, dass Freundesgruppen oft aus Frauen und  Männer bestehen und bilden das auch ab. Es gibt also inzwischen auch Frauen in der Bierwerbung. Zumindest entspricht das meiner Ansicht nach eher der Realität. Auch wenn Bier mehr als 80 Prozent der von Männern konsumierten alkoholischen Getränke ausmacht, zählt es auch bei den Frauen jedes zweite Mal zu ihrem liebsten alkoholischen Getränk.[1] Das Vorurteil, „Bier ist nur was für Männer“, ist also Blödsinn.

Jedem das Seine – auch bei der Getränkewahl

Letztlich sind wir alle verschieden und mögen verschiedene Dinge. Wenn jemand einen Spruch über die Getränkewahl reißt, ist es, meiner Erfahrung nach, am besten, einfach cool zu bleiben und die ganze Sache mit Humor zu nehmen. Manchmal kann sich daraus auch noch ein unterhaltsames Gespräch entwickeln. Jeder sollte einfach das trinken, was ihm schmeckt, ohne darauf zu achten was andere dazu sagen.

Was trinkt ihr denn am liebsten? Um habt ihr schon mal seltsame Kommentare zu euren Trinkgewohnheiten bekommen?

[1] https://www.mri.bund.de/fileadmin/MRI/Institute/EV/NVSII_Abschlussbericht_Teil_2.pdf [Stand: 02.01.2017]

Bildquelle: © iStock

2 Kommentare zu: “Trink doch, was du willst!”

  1. Avatar

    Sascha

    Also ich kenne viele Frauen die Bier trinken. Ich persönlich trinke am liebsten Alster/Radler. Das schmeckt gut und hat auch nicht so viele Umdrehungen.

    Ab und zu gönne ich mir auch mal ein Glas Sekt. Gerade wenn es etwas zu feiern gibt.

  2. Avatar

    Jule

    Meiner Erfahrung nach gibt es Frauen die gerne Bier trinken. Die Geschmäcker verändern sich ja auch. Früher griffen die meisten meiner Freundinnen zu einem Glas Sekt. Heute sieht das meist schon ganz anders aus. Es wird Wein oder auch mal ein Bier getrunken. Dabei entscheidet jeder von uns selbst was getrunken wird und wie viel.
    Kommentare zum Trinkverhalten hat bestimmt schon jeder von uns mal zu hören bekommen. Ich habe festgestellt, dass das meist auch an den verschiedenen Festen liegt, auf denen man ist. Wenn man auf das Oktoberfest in München geht, wird bestimmt fast keine Frau darauf angesprochen, dass sie Bier trinkt. Auf diesem Fest ist Bier trinken einfach normal und das auch bei Frauen.

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