Lukas

Böses Erwachen, oder: Lieber Briefe schreiben.

von Lukas am

Alkohol bringt uns manchmal dazu, Dinge zu tun, die wir eigentlich gar nicht gut finden. Manchmal handeln wir unter Alkoholeinfluss auch auf sehr verrückte Art und Weise. Damit bringen wir uns in peinliche Situationen und bereuen später, was wir gesagt oder getan haben.

Peinlichkeit vorprogrammiert

So war ein Freund mal auf die Idee gekommen, nach einem Bundesliga-Nachmittag, bei dem wir einiges an Bier getrunken hatten, seiner Jugendliebe seine Zuneigung zu gestehen. Also ließ er sich zu ihr nach Hause fahren, eine edle Flasche Wein im Gepäck. Er meinte auch, sie unbedingt überraschen zu müssen und platzierte die Flasche in einer Hecke neben der Eingangstür. Dann schickte er ihr nur die Nachricht: „Guck mal in den Busch neben der Tür;)“.

Die Jugendliebe war am nächsten Morgen total verwundert: Eine Flasche Wein, noch dazu eine so teure, hatte sie wirklich gar nicht erwartet. Mein Freund musste sich dann natürlich erklären, warum, weshalb, wieso er das denn bitte gemacht hatte. Da kam er ziemlich in Erklärungsnot, denn in nüchternem Zustand stellte er fest, dass er ihr seine Zuneigung eigentlich gar nicht gestehen wollte.

Ungeschehen machen geht nicht

Es sind Geschichten wie diese, die man fast jedes Wochenende hört, nachdem wieder eine große Feier oder ein 18. Geburtstag stattgefunden hat: Paul hat seine Ex mit Nachrichten zu-gespamt, Michi hat den ganzen Abend Larissa erzählt, was sie doch für ein tolles Mädchen sei und Leas bissige Sprachnotizen an den verhassten Mathelehrer haben auch für ein böses Erwachen am Morgen danach gesorgt. Manchmal wünsche ich mir Briefe zurück, bei denen man nicht „mal eben“ im alkoholisierten Zustand eine schnelle Nachricht absetzen kann und dabei blöde Fehler macht.

3 Tipps zum Vorbeugen

Was kann man also machen, um es gar nicht erst so weit kommen zu lassen und nicht in angetrunkenem Zustand Sachen zu sagen, die man später bereut?

  1. Am besten spricht man sich mit einem Kumpel oder einer Freundin ab und hat gegenseitig ein Auge auf einander. Voraussetzung ist natürlich, dass man den Rat des jeweils anderen dann auch annimmt.
  2. Einfach mal das Handy zu Hause lassen, wenn man feiern geht. Zu peinlichen Nachrichten und unerwünschten Audiofiles kann es so dann gar nicht erst kommen.
  3. Natürlich hilft es auch enorm, wenig oder gar nichts zu trinken, denn nüchtern hat ja wohl noch niemand versehentlich den Mathelehrer beschimpft.

Überleg dir also vorher, was du an dem Abend erreichen möchtest oder was du gegen unerwünschte Kommunikation tun kannst, so dass es nicht das berühmte „böse Erwachen“ gibt.

Bildquelle: © mediaphotos / iStock; Highwaystarz-Photography/ iStock

Wann seid ihr schon mal „böse erwacht“? Hinterlasst euren Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.