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FESTTAGE, TRINKTAGE – ODER WIE WAR DAS NOCHMAL?

von KDL-Blog am

Glühweintrinken Weihnachtsmarkt

Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt, Rumpralinen zu Nikolaus, Sekt zur Bescherung, Rotwein zum Gänsebraten und dann noch die Silvesterparty: Wenn das Jahr sich dem Ende neigt, gibt es zahlreiche Gelegenheiten zum Alkoholtrinken und mindestens genauso viele Rituale.

Man schlendert über den Weihnachtsmarkt, trifft sich dort mit Freunden und von Bratwurst bis Zuckerwatte bleiben kaum Wünsche offen. Dazu locken überall Glühwein, Grog und Punsch, die für viele einfach dazu gehören: Zum vermeintlichen Aufwärmen braucht man unbedingt ein heißes Getränk, Glühwein gibt’s nicht alle Tage, Weihnachten ist eine besondere Zeit und außerdem trinken scheinbar alle anderen auch. Gefährlich an den süßen Punsch-Getränken ist, dass man den Alkoholgehalt und die Wirkung oft unterschätzt. Der Alkohol wird durch die Süße und Wärme sehr schnell im Blut aufgenommen. So manch ein Weihnachtsmarktbesuch endet daher mit zu viel Promille.

Rumpralinen zu WeihnachtenGelegenheiten ohne Ende

Unsere Vorbereitung auf Weihnachten und das Fest selbst begleiten so einige Rituale, die zum Teil eng mit dem Konsum von Alkohol verknüpft sind. Oft geht es darum, in dieser besonderen Zeit und zu diesem besonderen Fest sich auch etwas Besonderes zu gönnen. Die Folge ist, dass sich Gelegenheit an Gelegenheit reiht. Seien es die Pralinen, die Likör oder Rum enthalten, Advents- und Weihnachtsfeiern, zu Hause die Runde Sekt für alle beim Öffnen der Geschenke, der Wein zum Festtagsmahl oder Opas Verdauungsschnaps, bei dem dann alle eine Runde mittrinken.

Wie sagt man auch mal Nein?

Diese Verlockungen und die Selbstverständlichkeit, mit der Alkohol scheinbar dazu gehört, machen einem das Nein sagen nicht gerade leicht – ganz gleich, ob man grundsätzlich oder zwischendurch einmal auf Alkohol verzichten möchte. Oft hat man Angst, unhöflich oder beleidigend zu wirken. Dabei werden die Anderen das gar nicht unbedingt so empfinden. Wenn man freundlich und selbstbewusst ablehnt, wird man dafür eher sogar bewundert werden. Denn die Entscheidung, ob und wie viel man trinkt, liegt einzig bei einem selbst.

Rituale für Körper und Seele

Bei Bräuchen und Ritualen handelt es sich ja aber nicht nur um Trinkgewohnheiten zu bestimmten Anlässen. Vielmehr sind Rituale etwas, das man gemeinsam erlebt und pflegt, das eine Gruppe verbindet – also eigentlich etwas sehr Schönes. Der Zusammenhalt der Familie oder des Freundeskreises wird durch Rituale gestärkt, sie geben ein Gefühl der Sicherheit und sind demnach gut für die seelische und körperliche Gesundheit.* Denkt doch mal drüber nach, wie das in eurer Familie ist und hinterlasst euren Kommentar!

Welche Weihnachtsrituale kennt und mögt ihr? Welche Rolle spielt Alkohol dabei? Wir freuen uns auf eure Kommentare.

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Bildquelle: © iStock

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