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SOMMER – SONNE – SAUFEN?

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Sommer! Ferienzeit! Wer freut sich da nicht auf lange, faule Tage in der Sonne, Ausflüge mit der Clique oder vielleicht sogar eine längere Urlaubsreise? Viele Jugendliche und junge Erwachsene, die in den Ferien weiter wegfahren möchten, entscheiden sich für eine organisierte Jugendreise mit Freunden – ein günstiger Mix aus Strand, Kulturprogramm und Party. Oft ist es die erste Reise allein, ohne Eltern, nur mit anderen Gleichaltrigen. Da scheint es vielen verlockend, sich auszuprobieren und die eigenen Grenzen zu testen – auch in Sachen Alkohol.

JUGENDREISE – VIEL PARTY, VIEL ALKOHOL?

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Das gemeinsame Feiern ist für viele Teilnehmer einer der wichtigsten Punkte im Reiseprogramm. Viele Veranstalter werben deshalb mit der „Dauerparty deines Lebens“: Tagsüber an „kilometerlangen Stränden“ abhängen und „Schaum- und Beachpartys in In-Locations“ feiern, nachts zu den „heißesten DJs“ in den „coolsten Clubs“ abtanzen.

Bei vielen Reise-Angeboten geht es auf den Internetseiten der Veranstalter aber auch um Getränke-Rabatte in Diskotheken, kostenlose Longdrinks am Strand oder Bier und Sangria an der Hotelbar. Viele Jugendliche halten es dadurch für „normal“, dass beim täglichen Feiern im Urlaub auch jedes Mal Alkohol dabei ist. Sie trinken deutlich mehr und häufiger als sonst – und schnell wird es viel zu viel.


ALL INCLUSIVE: TRINKEN OHNE MASS?

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Dazu kommt: Verpflegung und Getränke sind in vielen Unterkünften nicht begrenzt. Bei dieser so genannten „All Inclusive“-Regelung dürft ihr also so viel essen und trinken wie ihr möchtet, und das rund um die Uhr. Das kann schnell ins Auge gehen. Sind Mahlzeiten und Getränke schon im Reisepreis enthalten, langen wir häufig kräftiger zu als sonst und verlieren leicht das Gefühl für die Menge. Zumindest beim Alkohol solltet ihr deshalb aufpassen.

Denn: Bei hohen Temperaturen und in der prallen Sonne wirken Bier, Wein oder Spirituosen schneller und intensiver. Deshalb kann es passieren, dass ihr den Alkohol schlechter vertragt. Im schlimmsten Fall kann ein Rausch sogar zur Bewusstlosigkeit führen.

Wer getrunken hat, neigt außerdem dazu, sich selbst zu überschätzen, reagiert langsamer und kann sich schlechter konzentrieren. Mit Alkohol wird dann auch harmloser Freizeitspaß wie schwimmen oder eine Fahrt mit dem Bananenboot schnell zum Risiko und es kann zu gefährlichen Unfällen kommen. Wer tagsüber bei Wasser und Cola bleibt und insgesamt weniger Alkohol trinkt, ist deshalb auf der sicheren Seite. Und selbst wenn nichts passiert: Wer möchte schon den ganzen sonnigen Tag verkatert im Hotelzimmer vor sich hindämmern, während die anderen Spaß am Strand haben?

TRINKEN, WAS DIE ANDEREN TRINKEN?

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Beim Alkohol lassen wir uns aber nicht nur durch Werbung und das Angebot beeinflussen. Eine sehr wichtige Rolle spielt auch, wie viel die anderen in unserem Umfeld trinken. Gerade wer bei einer Jugendreise mitfährt, möchte sicher auch andere Gleichaltrige kennen lernen und neue Freundschaften schließen. Um einen guten Eindruck zu machen und dazuzugehören, passen sich viele an das Verhalten der anderen an – auch beim Alkoholkonsum. Wenn andere viel Alkohol trinken, erhöht man dann beispielsweise  ebenfalls die eigene Trinkmenge, auch wenn man sonst nur wenig oder gar nicht trinkt. Viele befürchten nämlich, dass sie andernfalls als langweilig gelten, blöde Sprüche einstecken müssen oder sogar ganz ausgeschlossen werden.

Dabei ist ein gemeinsamer Urlaub an sich schon ein tolles Erlebnis  – und das auch ganz ohne Alkohol. Egal, ob ihr eine längere Jugendreise, einen Wochenendausflug oder eine Radtour mit Freunden ins Umland macht: Man verbringt viel Zeit miteinander, hat Spaß und sammelt viele gemeinsame Erinnerungen. Da wäre es doch wirklich schade, wenn die durch zu viel Alkohol gleich wieder verloren gingen.

Und was die neuen Freunde angeht? Dazu hat Blogger Max einen klugen Satz geschrieben: Echte Freundschaften sind wohl noch nie dadurch entstanden, dass jemand beeindruckt vom Trinkvermögen der oder des anderen war – sondern durch Gemeinsamkeiten, Erlebnisse und füreinander-da-sein.

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