Danny

MEIN ROCK AM RING 2016

von Danny am

Schlmmige Wiese mit leeren Pappbechern, im Hintergrund eine Bühne

Die Arme schmerzen vom Schleppen, die Füße auch. Langsam aber sicher durchweicht das Kissen, das ich in letzter Minute auf meine Tasche geschnallt habe. Meine Füße werden nass und ich stehe knöcheltief im Matsch. So fing für mich vor einigen Wochen beim Rock am Ring die Festivalsaison 2016 an – zum fünften Mal.

Wie jedes Jahr hatten wir uns gut drei Wochen vorher getroffen um einzukaufen. Schon zu diesem Zeitpunkt wurde mir bewusst, wie wichtig vielen (leider) der Alkohol ist. Anfangs wurde nämlich nicht mal erwähnt, ob wir überhaupt Wasser, Cola, Fanta oder Sprite mitnehmen. Die Gespräche drehten sich hauptsächlich um Bier und Schnaps. Am Ende landeten die alkoholfreien Getränke natürlich trotzdem im Einkaufswagen, aber es lagen auch einige Paletten Bier und Flaschen mit Hochprozentigem darin.

ALTERNATIVE ZUM GETRÄNKE-MASSENTRANSPORT

Allerdings ist das Risiko, dass man während der vier Festival-Tage zu viel trinkt, wirklich groß, wenn literweise Alkohol schon auf dem Campingplatz steht. Einige, die etwas trinken wollen, machen es deshalb so, dass sie nur Alkoholfreies mitnehmen und alle anderen Getränke auf dem Festivalgelände kaufen. Bei den hohen Preisen überlegt man sich nämlich zweimal, ob man gerade wirklich so viel Geld für Bier ausgeben will. Die Schlepperei spart man sich damit ganz nebenbei auch.

ES GEHT UM MUSIK, UMS FEIERN UND SPASS HABEN

Zugegeben, auf Rock am Ring wird – wie auf den meisten Festivals – schon viel getrunken und einige übertreiben es auch ziemlich. Genauso gibt es aber auch viele, die dort grundsätzlich gar nichts trinken. Ob man trinkt oder nicht, ist völlig egal, und das macht das Festival auch so besonders. Man wird weder schief angeguckt noch verurteilt.

Rock am Ring ist wie eine große Familie und jeder feiert mit jedem. Es geht um Musik, ums feiern und Spaß haben, und wir wissen alle, dass man das auch gut ohne Alkohol kann. Und spätestens, wenn man einmal betrunken seine Lieblingsband verpasst hat oder sich nicht mal mehr an den Auftritt erinnert, weiß man sowieso, dass man mit weniger Alkohol besser dran ist.

Bei vielen Festivals kommt auch noch die Hitze dazu, stundenlange Aufenthalte in der prallen Sonne, bei der man mit dem Alkohol richtig aufpassen muss. Wie die meisten wissen, war das beim Rock am Ring allerdings weniger das Problem – bei tagelangem Unwetter vergeht einem sowieso jede Lust auf ein Bier…

JEDER HILFT JEDEM – AUCH IM NOTFALL

Es wird aber nicht nur gelacht und gefeiert, sondern auch aufeinander aufgepasst. Hat man selbst oder einer der Freunde also doch zu viel getrunken, dann kann man wirklich jeden um Hilfe bitten und bekommt sie auch, egal, wen man fragt. Diese Art der Hilfestellungen sind meiner Erfahrung nach zum Beispiel in Clubs eher selten. Allerdings sollte man das natürlich trotzdem nicht als Freifahrtschein sehen, sich total zu betrinken. Weniger ist immer noch mehr – mehr Spaß, mehr Bands, mehr feiern.

WAS SIND EURE ERFAHRUNGEN MIT FESTIVALS UND ALKOHOL?

Möchtest du noch mehr zum Thema Festivals lesen? Dann schau dir doch mal den Beitrag „Endlich Sommer, Sonne, Festival!“ von Bloggerin Maja an!


Bildquelle: © Magicbeans / Fotolia

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