Jona

WIESO ICH ALS BLOGGER ÖFFENTLICH MEINE MEINUNG SAGE

von Jona am| 1 Kommentar

Mikrofon im Scheinwerferlicht auf einer Theaterbühne

Seit einigen Monaten schreibe ich regelmäßig Blogbeiträge für „Alkohol? Kenn dein Limit.“ Viele Leute sind darüber überrascht –  die einen positiv, andere eher negativ.

Grob kann ich dir sagen, dass es zwei „Fraktionen“ gibt: Zum einen die „Das finde ich aber gut, dass du dich für sowas engagierst“- und zum anderen die „Wieso machst du das??? Wer trinkt denn bitte keinen Alkohol?“-Fraktion.

Bei den ersteren freue ich mich natürlich über die netten Worte, doch wie sieht es bei Fraktion Nummer zwei aus? Hier antwortete ich einfach ganz ehrlich und legte meinen Standpunkt zum Thema Alkohol dar. Außerdem erklärte ich vielen Menschen aus meinem Umfeld, dass ich es sehr wichtig finde, zu seiner Meinung zu stehen.

NICHT EINFACH DER MASSE HINTERHERLAUFEN

Nur weil Alkohol in der breiten Masse der Gesellschaft als selbstverständlich angesehen wird, heißt das doch nicht automatisch, dass ich genauso mit der Thematik umgehe. Viele Menschen schauen sich in ihrem Umfeld um und beobachten stetig, welche Meinungen und Verhaltensweisen von anderen akzeptiert werden und welche nicht. Hieraus folgern sie dann zum Beispiel: „Ok, wenn alle meine Freunde Alkohol trinken, dann mache ich das auch.“

Aber genau an diesem Punkt fragte ich mich vor einiger Zeit: Warum ist das eigentlich so? Wenn ich doch jetzt keine Lust mehr habe, jedes Wochenende mit einem Kater den Sonntag im Bett zu verbringen, dann gibt es doch eine einfache Lösung: Richtig, ich trinke einfach nicht, und wenn doch, dann nicht zu viel. Dann kam eins zum anderen – und jetzt erzähle ich all das als Blogger für „Alkohol? Kenn dein Limit.“

„ICH FIND’S ECHT STARK, WIE DU DEINE SACHE DURCHZIEHST!“

Teilweise ecke ich bei Leuten zunächst mit meiner Meinung an, es kommen Sätze wie „Jaja, dann hab halt keinen Spaß im Leben“ – doch „überraschenderweise“ verstummen Aussagen dieser Art sehr schnell.

Mittlerweile wird mir sogar oft von verschiedensten Leuten großer Respekt entgegengebracht. Sie sagen, sie finden es stark, wie ich meine Sache durchziehe. Und sie würden es auch gerne so können. Ich antworte dann immer: „Du kannst. Jeder kann es.“ Ich will als Blogger natürlich niemanden „bekehren“, allerdings freue ich mich, wenn ich dich anregen kann über deine Meinung zum Thema Alkohol nachzudenken.

KLARE MEINUNG STATT DIFFUSEM SUMPF AUS ANSICHTEN

Ich denke, dass es wichtig ist, zu seiner eigenen Meinung zu stehen. Das lässt sich auf viele Bereiche des Lebens übertragen. Vielleicht gibt es ja noch viel mehr Leute, die so denken wie du. Doch wenn du deine Ansicht nicht äußerst, dann wird sie auch nicht wahrgenommen und geht unbemerkt im unausgesprochenen Sumpf diffuser Ansichten unter.

Also lieber Leser, liebe Leserin, probiere es aus, öffentlich zu deiner Meinung zu stehen. Du wirst vermutlich schnell merken, dass es leichter ist als zunächst gedacht und dass es größeren Zuspruch gibt als du es für möglich gehalten hättest.

UND DU? Sagst du öffentlich deine Meinung zum Thema Limit beim Alkohol? Auf unserer Website kannst du nachlesen, was andere Jugendliche darüber denken: Zur Sommerfotoaktion


Bildquelle: © Rogatnev / Fotolia

Ein Kommentar zu: ““WIESO ICH ALS BLOGGER ÖFFENTLICH MEINE MEINUNG SAGE”

  1. Avatar

    Anabela

    Hallöchen,

    in meiner Familie und Freundeskreis aus der Schulzeit wurde wenig Alkohol getrunken,
    Filmrisse und Aggressionen gab es nicht.

    Dann bekam ich angeheiratete Personen wo der Vollsuff so normal war wie Zähneputzen. Saufen, Rumschreien, Beleidigen.

    Ich konnte dieses Umfeld nur dadurch ertragen, indem ich mich selbst auf dieses Level trinke (dachte ich damals fälschlicherweise).

    Ich war bei zwei Flachen Wein angelangt, alle 2 Tage weil ich dazwischen auskatern musste. Dazu durchaus auch viele Schnäpse und Bier.

    Als ich mich bei einer Stelle beraten liess wurde mir klar, dass ich auf dem Weg zur Alkoholikerin bin.

    Ich stoppte den Alkoholkonsum, und erntete blöde Sprüche von den „Freunden“.
    Entweder war ich ihrer Meinung nach schwanger, krank oder langweilig.

    Ich jedoch erfreute mich immer mehr der Tatsache, nicht mehr verkatert zu sein, besser auszusehen und fitter zu sein und vor allem zu erkennen in was für einem Sumpf von „Freunden“ ich war.
    Deshalb habe ich meinen Freundeskreis stark „angepasst“.

    Echte Freunde von früher machen gar keine Kommentare zum nicht trinken.
    Auf Saufkumpane verzichte ich gerne.

    Ich finde es auf jeden Fall super, dass Du den Blog führst.
    Ich stimme Dir zu, zur eigenen Meinung zu stehen.

    Es heisst ja „zieh Dein Ding durch, irgendjemand findet es eh‘ scheiXXX“.

    Keep on bloging.

    Ganz liebe Grüße

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.