Max

MIT KATER IM BÜRO: „BLOSS KEINEM ZU NAHE KOMMEN“

von Max am| 3 Kommentare

Katze sitzt auf einem Bürostuhl und hält sich den Kopf

Die Arbeitszeiten in meinem FSJ erlauben es mir, auch unter der Woche mal ein Bier zu trinken. Und auf Partys kann man in meiner Stadt sowieso an jedem Tag gehen. Aber was, wenn aus einem Bier zu viele werden?

DER MORGEN DANACH: HALLO, KATER.

9:30 Uhr. Schon drei Mal hat mich der nervende Weckton aus dem Wunderland des Schlafes geholt. Will ich duschen? Nein. Lieber noch 10 Minuten schlafen. Die Frisur wird schon sitzen. Deo erledigt den Rest.

Als ich das erste Mal aufrecht stehe, sehe ich schwarz. Die Kopfschmerzen halten sich in Grenzen. Allerdings fühle ich mich wie früher nach einer Fahrt auf dem Spielplatz-Karussell, bei dem die Kindergartenfreunde so lange gedreht haben, bis ich vor Schwindel aufgegeben musste.

IM BÜRO WARTEN HINTERHÄLTIGE BUCHSTABEN

Dank einstudierter Abläufe am Morgen habe ich es pünktlich ins Büro geschafft. Jetzt heißt es, den Spagat zwischen „Guten Morgen, wie geht‘s?“ und „Bloß keinem zu nahe kommen“ zu schaffen. Wenn ich mich erst einmal hinter meinem PC verstecken kann, ist alles gut. Denke ich.

Doch sobald ich den ersten Gedanken der Arbeit widme, spüre ich den Kater am ganzen Körper. Das Schwindelgefühl war wie die Keimzelle, die jetzt aus einem kleinen Infekt einen gefährlichen Virus hervorbringt: Drückende und dröhnende Kopfschmerzen. Jedes Wort, das ich lesen muss, lässt mich mehr und mehr verzweifeln.

VERKATERT FÜHLEN SICH DIE MINUTEN AN WIE STUNDEN

Mittlerweile ist es 12 Uhr. Habe ich gerade noch gedacht, dass das Frühstück mir gut tun würde, so entwickelt sich nun in meinem Magen eine Art Tief mit Sturmwarnung höchster Stufe. Kopf und Bauch versuchen mich in Teamarbeit zu bezwingen. Von den Buchstaben wird mir übel. Nun ist Fingerspitzengefühl gefragt. Eine falsche Bewegung – und der Gang aufs Klo wäre unvermeidbar.

Kurz vor Feierabend bin ich auf der Suche nach unwichtigen Aufgaben. Müll rausbringen und Geschirr abwaschen erscheinen mir auf einmal nützlich. Schließlich verlasse ich 20 Minuten vor regulärem Feierabend das Büro in Richtung Imbiss in der Hoffnung, nicht weiter aufzufallen. Ich habe den Tag irgendwie überstanden – mehr aber auch nicht.

DAS ALLES FÜR EIN PAAR STUNDEN FEIERN?

Drückende Kopfschmerzen und Übelkeit bringen mich schon am Sonntag im Bett zur Verzweiflung. Doch dazu im Büro in einer Blase aus Gestank vor dem Computer zu sitzen, erreicht eine ganz neue Stufe. Ich schaffe nichts. Dazu meldet sich das schlechte Gewissen. Schließlich werde ich dafür bezahlt nachzudenken.

Im Verhältnis zum Gemütszustand am Arbeitsmorgen ist der Spaß einer durchzechten Nacht, in der man eh die Arbeit ständig im Hinterkopf hat, es einfach nicht wert, erlebt zu werden. Schwindelgefühl und Übelkeit sind nun mal nicht mit konstruktivem Denken vereinbar, und Fehler passieren auch viel schneller. Dann lieber am Wochenende sorgenfrei losziehen – und da ein bisschen aufpassen.

UND IHR? HATTET IHR AM ARBEITSPLATZ SCHON MAL EINEN KATER?

In manchen Lebenslagen kann Alkohol besonders gefährlich und gesundheitsschädigend sein. Deshalb gilt am Arbeitsplatz und in einigen anderen Situationen immer: Null Promille – Ehrensache! Hier erfährst du mehr darüber.


Bildquelle: © alesmund / Fotolia

3 Kommentare zu: “MIT KATER IM BÜRO: „BLOSS KEINEM ZU NAHE KOMMEN“”

  1. Diana

    Jaaa. Ich hatte auch so durchzechte Nächte. Ich bin zwar nicht im Büro, aber in der Pflege tätig. Und wenn du mit Rest-Alkohol jemand Pflegen musst überlegst du dir schnell, ob du das nochmal machst. 🙂

  2. Christina & Louise

    Meine Freundin und ich haben uns gedacht, wir gehen an einem Dienstag Cocktails trinken.
    Gesagt getan.
    Wir haben unsere 2-3 oder auch 6 Cocktails getrunken und ein sektchen und ein Chardonnay anschließend noch shots. Hinterher haben wir uns noch in eine Shishabar gesetzt.
    Jetzt sitzen wir beide gemeinsam auf der Arbeit total verkatert und schreiben dieses wundervolle Kommentar.

    1. KDL-Blog

      KDL-Blog

      Hallo Christina & Louise,

      wenn ihr nach den vielen Drinks noch so lustige Kommentare schreiben könnt, hat die Barfrau oder der Barmann euch vielleicht eine leckere alkoholfreie Alternative serviert. Fragt mal nach. Aber mal ehrlich, es gibt so viele Sachen, die mit einem klaren Kopf mehr Spaß machen – arbeiten zum Beispiel 😜 Trinkfest zu sein, mag zwar von vielen als „cool“ angesehen werden, allerdings ist das eher ein Warnsingnal, das zeigt, dass sich euer Körper an einen hohen Alkoholkonsum bereits gewöhnt hat. Weniger schädlich sind Eskapaden für euch dadurch leider nicht.

      Euer „Alkohol? Kenn dein Limit“-Team

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.