Carla

SILVESTER: DIE (ALKOHOL-)NACHT DER NÄCHTE?

von Carla am

Feuerwerk an Silvester

Mir persönlich ging das mit Silvester mal wieder viel zu schnell. Vor Monaten standen schon die Adventskalender in den Supermarktregalen. Etwa genau um die Zeit begann die Was-wollen-wir-eigentlich-Silvester-machen-Diskussionsrunde in meinem Freundeskreis.

DAS GROßE EVENT?

Vor ein paar Jahren musste ich solche Entscheidungen noch gar nicht treffen. Da verbrachte man Silvester wie Weihnachten mit der Familie und ging um kurz vor 12 Uhr raus, um sich das Feuerwerk anzusehen und ein paar wilde Hummeln zu zünden. Jetzt wird erwartet, dass man Silvester die Party des Jahres schmeißt. Magisch und unvergesslich – und meist mit viel Alkohol! Schon Wochen vorher sind fast alle Partylocations ausgebucht.

RIESIGE ERWARTUNG – ODER ERNÜCHTERUNG

In Vorfreude denkt man an einen leuchtenden, wunderschönen Himmel und überall Menschen, die glücklich das neue Jahr willkommen heißen. Das ist aber nur ein Teil der Geschichte. Häufig drängt man sich durch Menschenmassen und wird ständig von links nach rechts gestoßen, weil jeder den besten Sichtplatz haben will.

Und wenn man ganz großes Glück hat, dann übergibt sich der Nebenmann auch noch. Silvester ist nämlich auch der Tag im Jahr (lassen wir das Oktoberfest mal außen vor), an dem in Deutschland am meisten getrunken wird. Seien wir ehrlich, die wenigsten sind an Silvester, besonders nach 12 Uhr, so richtig nüchtern. Ein bisschen Alkohol trinken ist ja auch kein Problem. Manche nehmen die Feier ins neue Jahr aber auch zum Anlass, um einen richtigen Absturz zu erleben und am nächsten Tag beim Neujahrsbrunch sagen können, sie hätten so wild gefeiert, dass sie sich an nichts erinnern könnten. Irgendwie nicht die beste Lösung, wie ich finde.

DIE SCHATTENSEITE

Neben der Polizei, die sich um aggressive Betrunkene kümmern muss und Menschen aus Hafenbecken oder Seen fischt, weil sie bei der Menge Alkohol nicht mehr geradeaus laufen können, haben das Krankenhauspersonal und die Rettungsteams wohl am meisten zu tun. In der Silvesternacht 2013/14 gab es allein in München für den Rettungsdienst zusammengerechnet 968 Einsätze. Die Hauptursache, die die Einsatzkräfte nannten: Übermäßiger Alkoholkonsum.* Das ist die Schattenseite von Silvester, denn wenn man ernsthaft darüber nachdenkt, will man sich doch eigentlich an diesen Abend erinnern. Vor allem, wenn er wirklich außergewöhnlicher werden soll als andere Abende.

POSITIVER AUSBLICK

Natürlich freue ich mich auch dieses Jahr wieder auf Silvester und ja, ich muss gestehen, auch ich habe vor einem Monat schon einen Plan für mein Silvester ausgearbeitet. Aber diesmal habe ich mir vorgenommen, ohne große Erwartungen an den Abend heranzugehen, dann wird er vielleicht wirklich überraschender und außergewöhnlicher als andere Tage. Auf jeden Fall werde ich dafür sorgen, dass ich mich am nächsten Morgen noch an die ersten Stunden im neuen Jahr erinnern kann – egal, wie die Party wird :-).

WAS MEINT IHR: WIRD SILVESTER NUR MIT VIEL ALKOHOL ZUR „NACHT DER NÄCHTE“?


*Quelle: Abendzeitung München

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