Mine

START INS STUDENTENLEBEN

von Mine am| 3 Kommentare

Außenansicht einer Universität mit Schriftzug "Universität"

Die ersten Wochen im Studium sind verdammt aufregend. Die meisten Erstsemester sind gerade mit der Schule fertig, ausgezogen und neu in der Stadt. Und fühlen sich zwar ungewohnt frei, aber auch verwirrt und verloren.

Im Oktober finden an fast allen Universitäten sogenannte „Erstiwochen“ statt. Einführungstage voller Campusführungen, Infoveranstaltungen und Tipps von Tutoren. Aber erst wenn der offizielle Teil vobei ist, geht der eigentliche Spaß los: Rallyes rund um die Stadt, Ausflüge zu Wasser oder Land, Abgrillen und Partyabende. Und bei jeder Veranstaltung fließt der Alkohol, mindestens ein paar Kisten Bier gibt es immer, auch Glühwein oder Härteres.

NEUE LEUTE KENNENLERNEN

Denn schließlich geht es nicht nur darum, sich im Studium zu orientieren, sondern auch Kontakte und Freundschaften zu knüpfen. Und das geht einfach leichter, wenn man sich über der Bierkiste trifft oder an einem Glas Glühwein festhalten kann. Mit dem Eintritt ins Studium sind auch mehr oder weniger alle volljährig. Es wird davon ausgegangen, dass man ein veranwortlicher Erwachsener ist, der weiß, wie viel er trinken kann.

ALTE GEWOHNHEITEN ABLEGEN

Diese Denkweise zahlt sich auch aus. Leute, die sonst jede Gelegenheit genutzt hätten, um sich zu betrinken, müssen genau das plötzlich nicht mehr tun. Es gibt ja überall etwas, es wird angeboten, es heißt: Bedien dich. Und dann ist es plötzlich gar kein großes Ding mehr. Viele empfinden es auch als befreiend, dass der Sozialdruck aus der Schule nicht mehr da ist. Es gibt einfach keine dummen Sprüche, und ob man sich ein Bier nimmt oder lieber eine Cola, ist jedem selbst überlassen.

Auch die Leute, die sich auf der ersten Party total abschießen, bekommen das schnell mit. Nicht nur, dass die alte Clique, mit der es sich so schön saufen ließ, nicht mehr da ist. Nach Hause bringt einen auch keiner mehr. Vor neuen Bekannten kotzt es sich dann eben doch nicht mehr so hemmungslos.

FAZIT: Viel Bier und viel Freiheit. Alles kann, nichts muss. Wie man mit der Situation umgeht, ist dann jedem selbst überlassen. Das ist schließlich auch ein guter Vorgeschmack auf das Studium und  das Leben insgesamt.

WIE HABT IHR EURE ERSTIWOCHEN ERLEBT? GAB ES GRUPPENZWANG ODER WAR AUCH ALLES GANZ GECHILLT?

3 Kommentare zu: “START INS STUDENTENLEBEN”

  1. Avatar

    Leon

    Hallo 🙂

    Der Satz „Es gibt einfach keine dummen Sprüche, und ob man sich ein Bier nimmt oder lieber eine Cola, ist jedem selbst überlassen.“ hat mich an meine Uni Zeit erinnert in der dies überhaupt nicht der Fall war. Ich trinke schon seit circa 3 Jahren keinen Alkohol mehr habe aber auch kein Problem wenn es andere machen. Mein einziges Problem ist das man wenn man keinen Alkohol trinkt angeguckt wird als hätte man gerade gesagt das man gar kein Mensch sondern ein Alien vom Planeten Mars ist da es für viele wohl abnormal ist keinen Alkohol zu trinken.

    Meine Ersti Woche begann so das vor dem Saal in dem die erste Vorlesung begann zwei Tische standen auf denen ungelogen circa 500 Shots standen bei denen sich auch reichlich Leute bedient haben und das obwohl es 9 Uhr morgens war. Ich dachte mir nur so Okay kann man mal machen und ich muss mir da ja auch nichts nehmen. In der Vorlesung wurden wir dann in Gruppen eingeteilt die nicht Gruppe A, B oder C hießen sondern Sky, Pitu, Aperol usw also nach verschiedenen Alkoholhaltigen Getränken.
    In diesen Gruppen lief es dann so ab das wir Vorstellungsrunden machten und es so war das pro wechselnden Partner einen kurzen Trinken sollten. Ich sagte einfach das ich mit dem Auto da sei da dies die leichteste Methode ist komischen Fragen aus den Weg zu gehen was ich schon seit Jahren so mache. Habe schon oft komische Begründungen wie „Hey sonst ist es doch mega Langweilig“ oder „Wenn ich nicht trinke dann haben meine Freunde keinen Bock auf mich“ und „Alkohol trinken ist einfach ein muss bei sowas“ von Leuten gehört nachdem ich sie gefragt habe warum sie denn jetzt genau Alkohol trinken.

    Für mich war das alles zu übertrieben und ich hatte nach diesen Tag keine Lust mehr auf die Ersti Woche und bin dann auch zu Hause geblieben. Ich will hierbei noch mal betonen das ich nichts gegen Leute habe die Alkohol trinken nur habe ich oft das Gefühl das es bei vielen Veranstaltungen einfach nur noch um das trinken von Alkohol geht und das ohne jegliche Verantwortung. Wenn man dann einfach gar keinen Alkohol trinkt oder keinen Alkohol trinken möchte wird man oft sofort als Aussenseiter behandelt. Selbst viele meiner Freunde haben Monate gebraucht bis sie eingesehen haben das ich keinen Alkohol trinken will.

    Ansonsten ein sehr guter Bericht und grüße an den Blogger. Ich denke mal das ist auch von Uni zu Uni unterschiedlich aber ich war bis jetzt an zwei Unis ein mal im Westen und ein mal im Osten von Deutschland und es war bei beiden Unis gleich.

    Gruß Leon

    1. Mine

      Mine

      Hallo Leon,

      Vielen Dank für deine Geschichte. Es ist wirklich schade, dass du so negative Erfahrungen gemacht hast. Das Studium sollte eine Zeit von Freiheit und persönlicher Reifung sein – nicht von Gruppenzwang. Ich habe für meinen Beitrag die Meinungen von einigen Leuten aus verschiedenen Unis gesammelt und war positiv überrascht, dass sich ihre Erfahrungen mit meinen deckten. Allerdings ist es auch wichtig, zu zeigen, dass es längst nicht überall so gut läuft. Ich denke übrigens auch, dass der Umgang mit Alkohol zum einen sehr vom Studiengang zum anderen aber auch von den Leuten abhängt.

      Grüße
      Mine

      1. Avatar

        Leon

        Danke erst mal für die Antwort 🙂

        Bei der Sache mit dem unterschiedlichen Alkoholkonsum in den verschiedenen Studiengängen kann ich dir nur zustimmen. Wirtschaftswissenschaften ist so ein Fach in dem sehr viel getrunken wird. Da ist es vor allem das oft in Form von Trinkspielen, Partys usw sagen wir mal schon eher „gesoffen“ wird … in anderen Studiengängen wird zwar auch viel getrunken dies aber meist gesitteter bei z.B. einem gemütlichen Kneipenabend oder kleinen Veranstaltungen oder Kurstreffen.

        Gruß

        Leon

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