Mine

LOST AND DRUNK IN OPEN AIR

von Mine am| 4 Kommentare

Konzertbühne aus dem Publikum fotografiert

Anfang des Sommers war ich mit meiner Mitbewohnerin Franzi auf einem Konzert in meiner Heimatstadt. Alkohol hatten wir auch eingeplant – trotzdem lief dann alles anders als gedacht.

Die Karten hatten wir schon vor Monaten gekauft und uns dementsprechend lange darauf gefreut. Als endlich der große Tag kam, war herrliches Wetter – perfekt für ein Open-Air. Zu Hause haben wir uns noch schnell was zum Mitnehmen gemischt. Dass die Drinks sehr stark waren, hat uns in dem Moment nicht gestört. Wir wollten sie eben über den Abend verteilt trinken.

DIE STIMMUNG STEIGT…

Auf dem Weg von der S-Bahn Station zum Stadion waren auch einige Buden und Stände aufgebaut, an denen man Wasser, aber auch Alkohol kaufen konnte. Wir hatten ja unsere Getränke dabei, aber viele der anderen Besucher haben reichlich zugegriffen. Am Eingang wurde schnell klar, dass das eine kluge Entscheidung war. Es durften keine Getränke mit hineingenommen werden. Und was man von den Preisen an den Ständen drinnen sah, war ziemliche Abzocke.

Wir haben uns also lieber gemütlich auf den Rasen gesetzt, die Sonne genossen und unsere Flaschen geleert. Und wir waren nicht die einzigen. Um uns herum standen einige Grüppchen und tranken sich einen Pegel an. Meine Mitbewohnerin hatte bald keine Lust mehr und wollte ihren halbvollen Drink wegstellen. Gut, dachte ich mir, dann trinke ich den eben auch noch und brauche nachher drinnen nichts mehr zu kaufen. Leider war das ein bisschen zu viel des Guten, die doppelte Ladung hat mich ganz schön umgehauen.

…DIE VERWIRRUNG LEIDER AUCH

Zuerst ging alles noch ganz gut, wir haben die T-Shirt Stände abgeschnökert und uns einen schönen Platz in der Mitte gesucht. Doch sobald die erste Vorband anfing zu spielen, forderten die Getränke ihren Tribut – ich eilte zur Toilette. Als ich die wieder verließ und zurück zu meinem Platz wollte, merkte ich erst, wie betrunken ich schon war. Die Konturen verwischten und ich verlor die Orientierung. Unsicher lief ich grob in die Richtung aus der ich gekommen war. Die endlosen Reihen sahen alle gleich aus und ich wusste auch nicht mehr, aus welchem Block ich eigentlich gekommen war.

Da lief ich jemandem vom Sicherheitspersonal in die Arme. Wenn ich wieder in die unteren Ränge wollte, musste ich beweisen, dass ich von dort kam – mit einem Stempel auf der Hand. Den hatte ich nicht und war doch ziemlich sicher, dass ich wieder nach unten musste. Aber der Typ verweigerte mir den Zutritt. Ich war den Tränen nahe und fühle mich total hilflos. So viele Menschen, so viele Treppen und nicht mal ein Handy dabei! In Panik habe ich mich an der Security vorbeigeschlängelt und hektisch umgeschaut. Zwei Reihen über mir entdeckte ich ein bekanntes Gesicht. Als ich endlich wieder neben Franzi stand, hätte ich heulen können vor Freude und Erleichterung. Dann aber wurde meine Aufmerksamkeit ganz vom Konzert in Beschlag genommen und wir konnten endlich tanzen und Spaß haben.

Letztendlich war es keine gute Idee, den ganzen Alkohol schon vorher in mich hineinzuschütten. Beim nächsten Mal plane ich stattdessen lieber ein bisschen Geld für ein, zwei Drinks vor Ort ein und trinke die dann in Ruhe. Oder ich verzichte ganz darauf. Glücklicherweise war ich pünktlich zur Hauptband wieder halbwegs nüchtern. Es wäre nämlich echt schade gewesen, so ein tolles Konzert nicht genießen zu können, bloß weil man zu viel getrunken hat.

Wie geht ihr mit sowas um? Geht ein Konzert für euch auch ohne Vorglühen?

4 Kommentare zu: “LOST AND DRUNK IN OPEN AIR”

  1. Avatar

    paul

    Dem Alkohol die Schuld dabei zu geben ist dumm. Du hast anscheinend sehr wenig getrunken, da du schon zur Hauptband halbwegs nüchtern warst, außerdem ist es dein eigenes Versäumnis, dass du dir keinen Stempel o.Ä. geholt hast oder es war zu schlecht erklärt/ausgeschildert. Fakt ist, dass du nicht viel getrunken haben kannst, da die Vorband normalerweise nur 25-45min spielt.

    1. KDL-Blog

      KDL-Blog

      Hallo Paul,

      das kannst du so nicht sagen. Alkohol wirkt je nach Mensch und Situation sehr verschieden. Ohne alkoholische Getränke wäre die Sache laut Mine wahrscheinlich anders gelaufen, insofern besser vorsichtig sein mit Fernbeurteilungen des Abends.

      Liebe Grüße das „Alkohol? Kenn dein Limit.“-Team

  2. Avatar

    Philipp

    @Paul:
    Recht hast du, wenn man bis zum Hauptact schon wieder halbwegs nüchtern ist, waren es wahrscheinlich keine „starken“ mischungen, sondern das übliche sekt/malibu [Hinweis: Dieser Kommentar wurde von der Redaktion bearbeitet. Bitte achtet auf die Netiquette!] gequirle

  3. Avatar

    Philipp

    Hallo, ich stimme meinem Vorredner zu, ihr solltet lieber Wodka trinken, enthält viel Alkohol und gleichzeitig wenig Dreck wie fuselalkohole. Dazu solltet ihr genug Wasser trinken damit der Kreislauf nicht schlapp macht.

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