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ALKOHOL AUF DEM STUNDENPLAN?

von KDL-Blog am

Chemische Formel wird mit Kreide an eine Tafel geschrieben.

Die Wochen ohne Hausaufgaben und Klassenarbeiten sind vorbei. In den meisten Bundesländern hat das neue Schuljahr begonnen. Nächste Woche sind die Sommerferien deutschlandweit Vergangenheit. Dann wird wieder überall gelernt.

Was lernt man in der Schule eigentlich über das Thema „Alkohol“? Das haben wir uns zum Anfang des Schuljahres gefragt und wollten von euch wissen: War das schon mal Thema im Unterricht? Was habt ihr gemacht und wie fandet ihr es?

Hier die Ergebnisse unserer (natürlich nicht repräsentativen) Befragung:

WAS IM LEHRPLAN STEHT

Jedes Bundesland hat eigene Lehrpläne, wobei die Themen Sucht und Drogen überall enthalten sind. Allerdings steht in so einem Plan selten ganz konkret was zu tun ist. Meist werden Vorschläge gemacht, in welchem Kontext das Thema im Unterricht stattfinden könnte. Zum Beispiel, wenn es um das Thema Verdauung geht oder um eine gesunde Lebensweise. Lehrer können dann selbstständig entscheiden, ob das Thema gerade sinnvoll ist.

WAS IM UNTERRICHT PASSIERT

Richtig ausführlich werden Drogen und Alkohol meist im Biologieunterricht in der 7. oder 8. Klasse behandelt. Wie wirkt Alkohol? Wann wird man süchtig? Und was ist risikoarmer Konsum? Manchmal gehen Mitarbeiter der Polizei oder von Suchtpräventionsstellen an die Schulen, um Lehrer bei der Aufklärung zu unterstützen. Weil sie in ihrer täglichen Arbeit erfahren, wie gefährlich Alkohol sein kann, können sie das anderen besonders gut vermitteln.

FÜHLEN STATT HÖREN

Einige Schulen gehen über das Vermitteln von Theoriewissen hinaus. Sie wollen, dass die Jugendlichen nicht nur darüber nachdenken, wie Alkohol z.B. das Sehen und die Reaktionsfähigkeit verändert. Sie wollen, dass die Schülerinnen und Schüler es selbst erfahren.

Das geht mit sogenannten Rauschbrillen. Damit kann man Betrunkensein relativ gut simulieren. Die Probanden setzen die Brille auf und müssen dann meist torkelnd und mit Tunnelblick kleine Übungen oder einen Parcours bestehen.

RAUS AUS DEM KLASSENZIMMER – REIN INS KINO

Auch ein Ortswechsel kann dabei helfen, das Thema Alkohol mal aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Bei den JugendFilmTagen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung wird der Unterricht ins Kino verlegt. Unter dem Motto „Nikotin und Alkohol – Alltagsdrogen im Visier“ werden thematisch passende Spielfilme gezeigt. Außerdem kannst du da Experten treffen und deine persönlichen Fragen loswerden.

Das Projekt richtet sich übrigens nicht nur an die Jüngeren. Auch Filme mit Altersfreigabe ab 16 Jahren sind dabei.

WIE WAR ES BEI DIR? Wann und wie wurde das Thema „Alkohol“ in der Schule behandelt und wie war es? Hat sich deine Einstellung durch den Unterricht geändert? Schreib uns einen Kommentar.


Bildnachweis Beitragsbild: ©Jürgen Fälchle/Fotolia