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IM LIMIT BLEIBEN MIT SMARTPHONE-APPS

von KDL-Blog am

Rund zwei Stunden täglich schauen wir durchschnittlich auf unser Smartphone und aktivieren es alle 12 Minuten. Telefonieren spielt mit etwa 8 Minuten pro Tag zwar keine große Rolle, trotzdem nutzen wir das Gerät hauptsächlich zur Kommunikation, nämlich mit Messengern und in Social Media Apps. So die Ergebnisse einer Studie der Universität Bonn.*

Und wer mit seinem Handy mehr anstellen will, als Nachrichten schreiben, E-Mails checken oder bei Social Media Plattformen vorbeischauen, hat die Qual der Wahl. Rund eineinhalb Millionen Apps stehen in den Stores zum Download. Einen Flirt finden, im Wald Pilze sammeln oder die eigenen Finanzen im Blick behalten, die Programme bieten Unterhaltung, Informationen und Hilfen für nahezu jede Situation.

Gibt es auch Apps, die uns dabei helfen, im Limit zu bleiben? Wir haben uns auf die Suche gemacht und ein paar nützliche Programme gefunden.

PROMILLERECHNER: WIE VIEL PROMILLE HABE ICH?

Bierdeckel_©WoGiMit deinem Smartphone kannst du deinen Blutalkoholspiegel berechnen. Die Promillerechner gibt es für ein paar Euro oder auch kostenlos in allen App-Stores. Nachdem du Geschlecht, Körpergewicht und die konsumierten Getränke eingegeben hast, berechnen die Apps, wie viel Promille du erreichst und oft auch, wie lange der Alkoholabbau dauert. Bei den Ergebnissen handelt es sich um Näherungswerte, auf die du dich nicht hundertprozentig verlassen solltest. Um einzuschätzen, wie verschiedene alkoholische Getränke und Mengen wirken, reicht es aber.

TAGEBUCH: IST MEIN ALKOHOLKONSUM OK?

???????????????????????????????????????????Wenn du deinen Alkoholkonsum eine Zeitlang beobachten willst, kann ein sogenanntes Trinktagebuch helfen. Darin kannst du dokumentieren, wie häufig, wie viel und welche alkoholischen Getränke du zu dir nimmst. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) bietet ein derartiges Tagebuch als Broschüre (Link: http://www.bzga.de/botmed_32020000.html). Mit einer App hast du das Tagebuch immer dabei. Zum Beispiel mit dem kostenlosen Trinktagebuch** der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen. Das zählt nicht nur mit, sondern vergleicht mit den Grenzwerten für risikoarmen Alkoholkonsum bei Erwachsenen, bietet Informationen zum Thema und bei Bedarf auch Hilfe.

HANDYSPERRE: KEINE PEINLICHEN NACHRICHTEN MEHR!

??????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????Hast du schon mal angetrunken Nachrichten verschickt, die dir am nächsten Tag peinlich waren? Zum Beispiel jemandem deine Gefühle gestanden oder auch etwas unnötig Gemeines geschrieben? Unsere Empfehlung: Weniger Alkohol trinken und die Kontrolle behalten. Ansonsten gibt es Apps, die eine Blamage verhindern sollen. Meist blockst du Personen für einen bestimmten Zeitraum und kannst sie dann nicht mehr kontaktieren. So bleiben dir zumindest auf dem eigenen Handy Peinlichkeiten erspart.

SPIELEREIEN: WAS WIR SONST NOCH SO GEFUNDEN HABEN.

Apps©spqlNicht jedes Programm muss nützlich sein. Für diese Erkenntnis reicht ein kurzer Blick in den App Store. Und auch zum Thema Alkohol finden sich dort viele Programme, die eher als kurzer Spaß denn als ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Thema gedacht sind. Es gibt viele beliebte Beispiele: Biertrinkende rülpsende Comicfiguren, Geschicklichkeitsspiele, die man in angetrunkenem Zustand bewältigen soll oder eine App, die auf deinem Smartphone-Bildschirm ein Bierglas, inklusive Bewegung und Sound erscheinen lässt.

Hinweis zum Schutz deiner Daten: Einige Apps sammeln Daten ihrer Nutzer, wie den Standort oder lesen die Kontakte aus. Prüfe bei jeder App, die du herunterlädst auf welche Informationen sie zugreift. Du solltet keine Apps installieren, die mehr Daten abrufen wollen, als sie für ihre Funktion brauchen.

HAST DU SCHON MAL EINE APP BENUTZT, DIE ETWAS MIT ALKOHOL ZU TUN HATTE? WAS FÜR EINE APP RUND UM „IM LIMIT BLEIBEN“ HÄTTEST DU GERNE? SCHREIB UNS EINEN KOMMENTAR.


Quellen:

*Informatiker und Psychologen der Universität Bonn erforschen mit der Studie „Menthal“ wie oft und in welcher Weise wir unsere Smartphones nutzen. Hierzu haben sie eine App entwickelt, die Daten zur Handynutzung sammelt (natürlich anonymisiert). Jeder der sich die App installiert, nimmt an der Studie teil und erfährt wie es um sein eigenes Nutzerverhalten bestimmt ist.  Mehr Informationen: https://menthal.org/

**Mehr Informationen und Downloads: http://www.trinktagebuch.org/

Bildquellen (von oben nach unten): © WoGi / Fotolia, © Eugenio Marongiu / Fotolia, © ViewApart / Fotolia, © spql / Fotolia

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