Robert

Meine Freunde über Abstürze

von Robert am| 1 Kommentar

Ihr kennt das vielleicht: Alles fängt super an. Viele Freunde sind da, die Musik passt und die Bar ist gut gefüllt. Einmal hier angestoßen, fix was mit der anderen Gruppe getrunken und dann kommt auch noch der Schwarm um die Ecke und will auf das allgemeine Wohlsein trinken.

Schluck für Schluck wird Alkohol in den Rachen gekippt. Wenn man nicht aufpasst, geht’s plötzlich bergab und man verliert die Kontrolle über sein Handeln. Gut, wenn man daraus lernt. Ich habe mich Mal in meinem Freundeskreis umgehört und gefragt: „Was hast du eigentlich von deinen Abstürzen gelernt?“

Max: Dir ist da was aus dem Gesicht gefallen

„Es war bitterböse. Eines Abends war es zu viel Wodka-Cola für mich. Dabei bin ich der Meinung, dass es nicht mehr war als sonst. Ich weiß nur noch, dass ich mich an meiner Freundin festhielt und meinte „Jetzt stehe ich gerade, oder?“ Nein, ich hatte bestimmt 20° Neigung. Am Morgen danach wurde ich wach. Meine Freundin verweigerte den Guten-Morgen-Kuss, weil ich mich nachts übergeben hatte  –  vor unserem Mehrfamilienhaus! Zack, raus und runter, um den Schaden zu beseitigen. Zu spät. Klar, um elf schlafen die Nachbarn nicht mehr. Die ältere Dame aus dem Erdgeschoss kam mir aber entgegen: „Dir ist da heute Nacht was aus dem Gesicht gefallen. Ich hab mich schon drum gekümmert. Beim nächsten Mal übertreibst du es nicht so.“ Meine Herren, da wäre ich gern im Erdboden versunken. Aber ja: Seit dem übertreibe ich es nicht mehr. Zu viele Mischgetränke in kurzer Zeit können ganz schön schnell das Licht ausknipsen. (Mehr Infos zu Mischgetränken unter  „Risiko Mischgetränke„, Anm. d. Red.)“

Claudia: Ich weiß, wie weit ich gehen kann

„In meinem Freundeskreis wird oft und gut gefeiert – klar, dass ich dabei bin. Abgeschossen habe ich mich dabei aber noch nie. Ich kenne meine Grenzen. Wenn ich merke, dass mir Dinge schwerer fallen – reden, stehen, gucken – dann höre ich auf mit trinken. Warum soll ich mir denn noch mehr zumuten? Ich finde die Vorstellung schrecklich, nicht mehr Frau der Lage zu sein. Abhängig von den Menschen um mich herum und ohne jede Kontrolle über mein Handeln? Nee, das ist nicht mein Ding.“

Franz: Hinterm Horizont geht es nicht weiter

„Früher dachte ich, dass ich über meinen eigenen Horizont trinken kann. Obwohl ich merkte, dass ich schon „gut dabei“ war, genehmigte ich mir noch mehr Alkohol. Das endete meist fatal. Für den Moment war’s schön. Am Tag danach war aber alles beschissen. Das passiert mir jetzt nicht mehr. Ich bin zufrieden, wenn ich  beim Trinken im Limit bleibe.  Ich weiß dann auch, dass Schluss ist und trinke lieber erst mal Wasser oder Saft, um wieder runter zu kommen. Ein guter Abend und ein gutes Aufwachen am nächsten Tag – mehr will ich gar nicht.“

Okay – viele meiner Freunde haben verschiedene Geschichten zu erzählen und was sie daraus gelernt haben. Dabei ist es doch wie mit so vielem: Wenn man weiß, dass es ungut endet, dann kann man es doch gleich lassen, oder? Claudias Weg finde ich ganz cool – ich versuche es ähnlich zu handhaben und gar nicht erst über das Ziel hinaus zu schießen.

Wie läuft das denn bei euch so? Was habt ihr aus euren Abstürzen gelernt? Erzählt es doch in einem Kommentar.

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Ein Kommentar zu: ““Meine Freunde über Abstürze”

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    Leon

    Ich hatte mal ein krasses Erlebniss auf einer Geburtstagsfeier. Ich war bei einen Kumpel der ich glaube 19 Jahre alt geworden zu Besuch. Ein anderer Kumpel von ihm war auch am Start der bei uns früher an der Schule als sehr guter Sportler besonders was den Hochsprung angeht berühmt war und auch auf ein Sportgymnasium gewechselt ist und dort wegen seine sportlichen Leistungen auch kein Alkohol trinken durfte. Auf der Party fing er dann an ein Bier zu trinken und danach eine Mische. Wir spielten Poker und bemerkten das er auf ein mal voll oft seine Pokerchips umstieß aber wir dachten uns nichts dabei … er nippte weiter an seinen Getränk und auf ein mal sagte er etwas und wir verstanden ihn einfach gar nicht. Er lallte total. Wir sagten ihm dann das es genug sei und er nur so … okay ich trinke nur noch einen kleinen Schluck … wir dachten uns so … okay einen Schluck das wird wohl noch klar gehen… er schüttete sich dann einfach ein ganzes Glas (großes Glas mindestens 0,3l) mit Vodka voll. Wir haben es ihm dann weg genommen und das Glas weit weg von ihm gestellt. Er sagte uns dabei die ganze Zeit das er das locker packen würde und wir ihm das nicht weg nehmen müssten. Wir saßen dann ungefähr 10 Minuten so und spielten weiter Poker als er auf ein mal auf Stand und sagte er müsse aufs Klo … wir so okay … auf ein mal ging er ganz schnell zum Glas und trank es auf ein mal aus. Der Abend endete dann damit das er fast an seinem Erbrochenen erstickt ist und ich ihn durch meine bei der Freiwilligen Feuerwehr gelernten erste Hilfe Maßnahmen davor retten konnte an seinem eigenen Erbrochenen zu ersticken. War echt nen krasser Abend der uns alle sehr geschockt hat da die Situation echt ziemlich brenzlig war.

    Gruß

    Leon

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