Mila

Gebrochene Herzen gehören nicht ertränkt

von Mila am

2015 hätte so schön beginnen können, wir hatten Pläne und Ziele – und jetzt stehe ich alleine da. Nach drei Jahren Beziehung, einer gemeinsamen Wohnung und zwei süßen Katzen ist mit einem Schlag alles vorbei. Ich fühle mich wie vom Zug überrollt und würde gern irgendetwas tun, um ihn wegzuschieben.

„Trink ein Glas Wein und alles wird gut?“

Da ich bei solchen Herzensangelegenheiten einen ungemeinen Drang verspüre, mir alles von der Seele zu reden, rufe ich kurzer Hand nacheinander meine gesamte Familie und besten Freunde an. Drei Stunden später haben mir einige Folgendes geraten: „Trinke ein Glas Alkohol gegen den Schmerz. Geh feiern, schieße dich ab und du vergisst den Schmerz.“

Okay, ich habe für einen kurzen Moment überlegt, diesen „Tipp“ zu befolgen. Aber dann siegte doch der Verstand: Gebrochene Herzen können nicht mit Alkohol geheilt werden. Und überhaupt hat Alkohol keine heilende Wirkung auf irgendwelche Köperteile, im Gegenteil: Er schadet dem Körper. Warum also, soll ich mich noch mehr kaputt machen, als ich mich sowieso schon fühle? Aus dem Loch, in das ich gefallen bin, kann ich nur selbst wieder hinausklettern. Und Alkohol ist da keine Lösung!

Statt zum Glas Wein, greife ich daher lieber zur Taschentuchpackung, mache den Fernseher an und kuschel mich unter die Decke. Sämtlichen Alkohol im Hause habe ich in den Müll verbannt. Wenig später kommt meine beste Freundin vorbei, nimmt mich in den Arm, streichelt mir über den Kopf und redet mir gut zu: „Nur die Zeit heilt alle Wunden.“ Wie Recht sie hat. Bei einer Tasse Tee sitzen wir zusammen und versuchen, mit einem klaren und nüchternen Kopf über meine Zukunft nachzudenken. 2015 wird nicht einfach, aber ich kann was daraus machen!

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