Robert

Wer von Holm lernt, lernt fürs Leben …

von Robert am

Wer von Holm lernt, lernt fürs Leben – dachte ich mir. Wieso? Weil mein Kumpel Holm ja schon ein gutes Jahr hier im „Kenn dein Limit“-Blog verbracht und euch von seinen Erfahrungen und Beobachtungen erzählt hat. Er hat Videoblogs gemacht, hat mit einem Polizisten gesprochen und sich intensiv mit Werbung beschäftigt – immer was Neues also.

Nun sitze auch ich mit im Boot und will den Alkoholkonsum von mir und meinem täglichen Umfeld mal genauer beobachten. Worauf es ihm ankommt und was er sonst so erlebt hat, das erzählte er mir in einem flinken Chat zwischen Uni und Party.

Chatauschnitt mit Profilfoto von Robert links und Holm rechts.

Robert (18.41 Uhr): Hi Holm, haste nen Moment?

Holm (18.41 Uhr): Klar, was liegt an? Läuft bei dir?

Robert (18.42 Uhr): Ich lass mir gerade das Alkoholthema ein wenig durch den Kopf gehen. Du bist ja nun schon ein Jahr dabei – wie war das bisher für dich und was hast du dabei so erlebt?

Holm (18.44 Uhr): Hahaha! Der Neue schaut mal rein in die Welt des Alkohols. 🙂 Dieses Bloggen ist immens spannend, weil du dich dadurch viel viel intensiver mit dem Thema auseinandersetzt. Plötzlich bist du auf Partys mit anderen Augen unterwegs und verarbeitest Dinge anders. Woran ich mich besonders erinnere, ist das Experiment, wo ich einfach nichts getrunken hab und auf eine Party ging. Ein Irrenhaus. 😀

Robert (18.46 Uhr): Gab es bei deinem Trinkverhalten eigentlich Veränderungen, seit dem du hier darüber bloggst?

Holm (18.47 Uhr): Das ist die häufigste Frage, die ich beantworten muss 😛 Natürlich und absolut. Früher habe ich sehr unbedacht und oft getrunken. Mit mehr Infos darüber wird das anders. Du beginnst dich zu fragen: Warum tue ich das? Und gleich danach: Will ich, ohne es selbst zu entscheiden, etwas tun? Natürlich nicht! ICH entscheide und nicht die Werbung! Also Kampfansage. Ich höre nicht gänzlich auf zu trinken, aber mache es nicht einfach so, sondern mit einer aktiven Entscheidung und vor allem in viel geringeren Mengen. Viel bringt hier nicht viel.

Robert (18.49 Uhr): Und bei deinen Freunden?

Holm (18.49 Uhr): Das ist verrückt, aber ich glaube, es hat sich einiges geändert. Ob das an mir liegt, weiß ich nicht. Ich bin viel mit Sportlern unterwegs, die merken schnell an ihrer Leistung, dass Alkohol nicht so gesund ist. Ich glaube, dass es hilft, wenn jemand vor der Gruppe vertritt, dass es eine gute Entscheidung ist, weniger zu trinken. Und das bin ich 🙂 Ich helfe auch indirekt. Ich habe ganz einfach aufgehört, Sachen zu sagen wie „Och komm, ein Sektchen kannste ja wohl trinken.“

Gerade beim Trinken gegen Probleme hilft die Warnung, dass es am nächsten Tag nur umso schlimmer wird mit den Gedanken und Gefühlen. Außerdem scherzen immer alle „Holm, kenn dein Limit!“ und erinnern sich damit ja auch selbst daran, dass es Menschen in ihrem Umfeld gibt, die auf ihren Konsum achten. Schlussendlich: Ja, es werden weniger Kästen und Flaschen, die weggetrunken werden! Yeah! Success!

Robert (18.53 Uhr): Klingt ja richtig gut. Vorleben, statt nur zu predigen! Was glaubst du, aus welchen Gründen manche über ihr Limit trinken?

Holm (18.54 Uhr): Weil sie schlicht und einfach nicht drüber nachdenken. Alkohol ist tückisch: Cocktails verschleiern die Menge, die getrunken wird. Wenns dann noch auf Geschwindigkeit geht, gehen die Lampen 30 Minuten später aus, weil alles auf einmal kommt.

Viele nutzen es auch , um aus der Welt raus zu kommen. Problematische Gedanken rücken in den Hintergrund.

Und da in unserer Gesellschaft „Viel hilft viel“ gilt, reißen viele immer wieder das Limit. Es fällt schwer Stopp zu sagen. Erst recht wenn andere weitertrinken.

Robert (18.55 Uhr): Kommen Leute, die sich mit Grenzen beim Alkohol beschäftigen, eigentlich schnell als Oberstreber rüber? Welche Erfahrungen hast du da gemacht?

Holm (18.56 Uhr): Hahahaha. Ja, leider ist das so. Willkommen im Club! Wir wollen als Blogger mit unseren Geschichten nur unterstützen und zum Denken anregen, das wird aber schon mal falsch verstanden. Manche fühlen sich in ihrer Lebensweise mit Alkohol kritisiert. Wir wollen keinem den Alkohol madig machen.

Was immer geht: Mit Wissen zur Seite zu stehen und selbst weniger zu trinken. Menschen lernen nur durch Erfahrungen und müssen vieles selbst machen.

Robert (18.57 Uhr): Machst du auch so „Feldversuche“ – also analysierst du dein Umfeld und dessen Alkoholkonsum?

Holm (18.57 Uhr): Natürlich. Jeder in meiner Nähe ist Versuchskaninchen und alle zittern davor, bald selbst im Blog aufzutauchen. Harhar! Aber ernsthaft: Die Infos müssen ja irgendwo herkommen und ich frage viel bei meinem Umfeld und schaue natürlich in entsprechenden Situationen genau hin. Die Geschichten kommen fast immer aus dem Freundeskreis.

Robert (18.59 Uhr): Viele wahre Worte – na ja, ich muss los – will noch mit ein paar Leuten tanzen gehen. Wirst ja demnächst im Blog lesen, was mir so widerfährt. Bis später dann, hau rein.

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