Nora

Was bedeutet eigentlich “Kennen”?

von Nora am

Meine beste Freundin Sarah findet Fußball cool, sie liebt HipHop und kommt grundsätzlich immer zu spät. Ich sehe ihr sofort an, wenn sie keine Lust hat, etwas vom Tag zu erzählen und meine Antennen schlagen aus, wenn sie sich grade verliebt. Ich kenne sie einfach!

Nun heißt der Slogan hier allerdings nicht “Kenn deine Freundin” sondern “Kenn dein Limit”, richtig. Aber ich habe trotzdem erst einmal ein bisschen übers “Kennen” dabei nachgedacht.

Streng genommen heißt das ja “Bescheid wissen”. Über Sarah weiß ich seit Jahren gut Bescheid, auch über ihre Familie und all ihre Affären. Und im “Kennen” steckt auch noch das “gut einschätzen können” mit drin – ja, bei Sarah kann ich halbwegs vorhersehen, wann sie doll ausrastet und wann nur mitteldoll.

Mein Limit kenn ich nur ansatzweise

Diese wichtigsten Charaktereigenschaften des “Kennens” passen nicht zu meinem Alkohol-Limit: Ich kann es nicht immer gut einschätzen, ich weiß nicht supergut darüber Bescheid und ich hab keinen Bock ständig neue Überraschungen hinzunehmen (zum Beispiel Kater und Pickel).

“Kenn dein Limit” – der Slogan heißt für mich anders

Vielleicht könnte der Slogan für mich eher “Erkenn dein Limit” heißen. Das passt schon eher, denn irgendwie muss ich das noch lernen. Wann ich wirklich von einer Party gehen sollte. Wann ich bei einer Runde aussetze. Wann ich Liebeskummer nicht ertränke. Das hat nix mit “wieviel ich vertrage” zu tun, nee, nur mit dem Erkennen vom Ende. Das fällt mir manchmal schwer.

Auf in die Glühweinzeit!

Der Dezember steckt voller Nikolauspartys, Weihnachtsfeiern, Anti-Weihnachts-Feiern, Wiedersehens- und Abschiedstreffen. Genug Gelegenheiten, um mein Limit zu erkennen. Ich halt euch auf dem Laufenden.

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