Michel

Abpfiff!

von Michel am

Das ist mein vorerst letzter Eintrag für den „Kenn dein Limit“-Blog 2014. Der Sommer ging viel zu schnell vorbei.

Ein Blick zurück

Alkohol und Fußball. Das sind zwei der Themen, über die ich im Sommer bloggen wollte. Alkohol und Fußball sind enger miteinander verknüpft, als ich es für möglich gehalten hatte. Für die WM 2014 wurde ein bestehendes Alkoholverbot in und um die Austragungs-Stadien aufgehoben. Einer der größten Sponsoren der WM war ein Bierproduzent. Der Alkohol gehört für viele Menschen zum Fußballerlebnis einfach dazu. Das hat mir auch Manfred vom Fan-Projekt Bremen bestätigt, als ich auf ein Gespräch mit ihm im Bremer Weserstadion zu Gast war. Alkohol war und ist ein Auslöser für Aggressionen, auch beim Fußball. Trotzdem haben sich Alkoholverbote für Fußballstadien in Deutschland, und auch bei der WM 2014 in Brasilien, nicht durchgesetzt.

Wie auch schon bei meinem Fastenblog habe ich über den Sommer einiges über mich selbst erfahren. Dinge, die mir bis dahin gar nicht aufgefallen waren. Ich habe meinen Frust-Typ festgestellt. Verstecke ich meinen qualmenden Kopf im Frust-Fall doch gerne hinter einem Buch. Oder dass ich immer einen Kasten Bier in meiner Wohnung stehen habe. Aus meiner Zeit des Fastenblogs weiß ich, dass ich auch längere Zeit gut ohne Alkohol auskommen kann. Ich weiß jetzt jedoch auch, dass ich zu gewissen Gelegenheiten einfach gerne Bier trinke.

Vorurteile sind allgegenwärtig. Das ist auch im Zusammenhang Alkohol nicht anders. Mädchenbiere waren bei mir ein Thema. Der Begriff bringt etwas Wertendes mit sich. Männer müssen „richtiges“ Bier trinken, kann es da heißen. Damit sich solche Vorurteile nicht weiter verbreiten, sollte man sich am besten nicht davon beeinflussen lassen.

Euer Feedback

Auf einen Beitrag habe ich besonders viel Feedback von euch bekommen. Ich habe über einen Freund geschrieben, der sein Limit immer wieder überschreitet. Mir ist das schon öfter aufgefallen, doch ich habe ihn nicht darauf angesprochen und ihm sich selbst überlassen. User Jermaine hat mir geraten ihn darauf anzusprechen, bevor es zu ernsten Konsequenzen kommt. Er hat einen Freund von sich bereits erfolgreich damit konfrontiert. User Steffen hatte die Idee, dass ich die Aussetzer von meinem Kumpel auf Video festhalten soll. Damit er sich selbst sehen kann und Rausreden schwer wird. Und User Justin meinte einfach, dass man sein Leben genießen soll, solange man jung ist. Ich habe ihm geantwortet, dass Alkohol nicht ausschlaggebend dafür ist, ob ich mein Leben genieße oder nicht.

Fazit

Je länger ich für die „Alkohol? Kenn Dein Limit.“-Kampagne geschrieben habe, desto mehr habe ich ein Bewusstsein und ein Gefühl für das Thema Alkohol bekommen. Welchen Stellenwert hat Alkohol in meinem Leben? In unserer Gesellschaft? Kann ich auch ohne Alkohol? Was macht Alkohol mit meinem Körper? Wann wird Alkohol zum Problem?

Ich habe mich mit so vielen Fragen befasst und so viele Antworten erhalten. Wenn ich in Gesellschaft Alkohol trinke, achte ich mittlerweile genau auf mich und meine Mitmenschen. Schaue wie sie sich verhalten, wie ich mich verhalte.

Ich kann euch nur empfehlen, euren Umgang mit Alkohol mal zu hinterfragen. Ihr werdet erstaunt sein, was ihr über euch erfahren könnt.

Eine Sache zum Abschied:

Bleibt im Limit!

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