Michel

Ein Kasten Bier

von Michel am| 1 Kommentar

Heute werde ich euch von einer Gewohnheit erzählen, die sich bei mir eingeschlichen hat. 

Bei mir zuhause steht immer ein Kasten Bier. Wenn einer meiner Kumpels vorbeikommt, um mit mir ein wenig über die schönen Dinge des Lebens zu philosophieren, dann mache ich uns gerne mal ein Bier auf.  Aber wieso ist das so? Zeit diese für mich selbstverständliche Gewohnheit zu hinterfragen.

Ohne Alkohol, ohne mich?

Denn, wieso steht bei mir immer ein Kasten Bier und kein, sagen wir, Träger Apfelschorle? Die beiden sind auf den ersten Blick doch sogar miteinander zu verwechseln. Ich meine, ist es wegen dem Alkohol?

Ich trinke bzw. esse, was mir schmeckt und dafür zahle ich auch gerne ein wenig mehr als nötig. Alkohol ist für mich ein Konsummittel, besser noch Genussmittel. Ich kaufe immer eine bestimmte Marke Bier, weil sie mir am besten schmeckt.

Geschmack gegen Gewohnheit

Klar, jetzt könnte man sagen, wenn es nur auf den Geschmack ankommt, wieso dann kein alkoholfreies Bier? Und tatsächlich, gegen dieses Argument kann ich nichts entgegensetzen. Es stimmt. Ich könnte alkoholfreies Bier kaufen, aber ich mache es nicht. Vielleicht weil ich von mir denke, dass ich sowieso nicht soviel Bier trinken würde, dass der Alkohol zum Problem wird. Vielleicht auch, weil ich nicht auf die Idee kommen würde für mich alleine ein Bier aufzumachen, sondern nur wenn Freunde vorbeikommen. Vielleicht, weil ich es so kenne, dass zu gewissen gesellschaftlichen Anlässen Alkohol dazugehört. Vielleicht, vielleicht. Ich kann es nicht erklären, wahrscheinlich ist es eine Mischung aus all den genannten Gründen.

Aber zurück zu meiner ersten Frage. Kann es nicht auch ein Träger Apfelschorle sein? Ich stelle fest, ja es kann. Und wenn ich mehr Durst auf Apfelschorle habe, dann würde ich mich auch dafür entscheiden. Mal angenommen es würde mir jemand für jedes Bier das ich trinke, einen frischgepressten Saft anbieten, dann würde ich mich sicherlich dafür entscheiden. Es geht nichts über Frischgepressten!

Für Angebote bin ich also zu haben!

Was denkt ihr? Wieso tendieren wir in Gesellschaft häufig eher zu Alkohol als zu alkoholfreien Getränken?

Ein Kommentar zu: ““Ein Kasten Bier”

  1. Avatar

    Johanna

    Hallo Michel,
    ich bin 24 Jahre alt und habe schon als kleines Kind die negativen Einflüsse von Alkohol mitbekommen. Heute mit 24 Jahren trinke ich nur sehr sehr selten Alkohol, weil ich mich schon vor langer Zeit dagegen entschieden habe. Doch es war nicht immer leicht. Bis vor kurzem habe ich auf dem Land gelebt, dort gilt ebenfalls das Motto: OHNE ALKOHOL OHNE MICH! Mit einer Ausnahme^^ Ich! Nicht alle meine Bekannten kommen damit klar, dass ich nicht trinke. Einige zähle ich nicht mehr zu meinen Bekannten, weil sie sogar so weit gegangen sind mir Alkohol ins Getränk zu schütten. Andere akzeptieren es und sind heute zu meinen besten Freunden geworden. Doch Tatsache ist: Es wird den meisten anerzogen! Sie wachsen damit auf, dass abends Leute zu besuch kommen. „Auf ein Bierchen“ wie man bei uns so schön sagt. Sie wachsen damit auf, dass man uncool ist, wenn man nicht ab einem bestimmten Alter schon Mixgetränke zu Hause hat wenn z. B. ein Geburtstag ansteht. Du wirst automatisch ausgeschlossen, wenn du keinen Kurzen mit ihnen trinkst und wirst im Kopf aussortiert und als „LANGWEILER“ abgestemmpelt, sobald du sagt, dass du nichts trinkst.
    Sie lernen von Anfang an, dass zu einem Fest saufen dazu gehört. Ob bei der FFW dem örtlichen Blasmusikverein oder der Bowling-Trupe. Alkohol gehört einfach dazu…

    Am schlimmsten finde ich dabei jedoch, dass es tatsächlich Leute gibt, die es ohne Alkohol nicht aushalten, dass heißt sie kommen um 21 Uhr auf eine Party und verlassen sie um spätestens 22:30 Uhr wieder, weil sie „nicht in Stimmung kommen“ oder „sie das hier nicht aushalten“.
    Arm finde ich das.

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