Maja

Die Katze zum Kater

von Maja am

Hi, seid ihr öfters hier? Wir kennen uns doch! Genau, aus der Fastenzeit! Vor wenigen Wochen habe ich euch hier von meiner Zeit ohne Alkohol erzählt. Inzwischen trink ich wieder Alkohol – und, so ehrlich will ich zu euch sein, überschreite mein Limit hin und wieder, so wie am letzten Wochenende.

„Ich bin nicht im Limit geblieben!“

Da wurde nämlich aus meinem Vorhaben “Heute nur zwei Bier” nix. Am Samstag war ich verabredet mit Freundinnen, die extra aus Berlin kamen, also wollte ich fit sein und deshalb rechtzeitig nach Hause gehen. Aber dann.. (ihr kennt das vielleicht): Der Fuß wippt zum Beat, der Kopf nickt zur Barfrau, jemand sehr nettes schmiert einem Glitzer ins Gesicht, man trifft lang nicht mehr gesehene Freunde wieder, quatscht sich fest, es ist einfach zu schön zum Gehen…

… und der Blick in den Spiegel am nächsten Nachmittag ist überhaupt nicht mehr so schön. Verriebene Mascara, Kissenabdrücke auf der Wange, ein Ohrring fehlt, Augenringe bis zum Bauchnabel und Fragezeichen in den Pupillen: Wuuääähhh??!! Habe ich Fell im Mund? Habe ich in einen Kater gebissen?

Denn nach viel zu viel Alkohol gleicht mein staubtrockner Mund einer Wüste mit Pappzunge und ich beginne, eimerweise Wasser in mich reinzuschütten (echt komisch, dass man vom Trinken so durstig werden kann.) Aber der Kater am Tag danach ist ja nur die eine Sache, die moralische Katze die andere. Richtig gelesen: Die moralische Katze. Damit meine ich Gewissensbisse á la “Oh wie peinlich ich mich benommen habe! Keine Ahnung warum ich angerufen habe! Habe ich mit einer anderen Pappzunge geknutscht? Wie bin ich nach Hause gekommen?”. Diese Katze kann ewig bleiben – und immer wieder aus der hintersten Kopfecke hervorgetigert kommen.

Vorhaben: Bewusstes Feiern!

In den nächsten Wochen steht ziemlich viel in meinem Kalender… neben Klausur 1, 2 und 3 natürlich vor allem die Semesterferien mit Festivals, Reisen und Open Airs. Mal sehen, wie das alles so unter einen Hut passt. Wär blöd, wenn ich was davon verpassen würde, – so wie das Treffen mit meinen Berliner Freundinnen -, weil irgendwelche Viehcher (Kater und Katzen zum Beispiel) zu Besuch sind.

Der Kater vom Wochenende ist inzwischen jedenfalls eingesperrt und die Katze fest angeleint. Ist auch besser so.

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