Maja

Schluss, Aus, Ende: Das waren meine 7 Wochen

von Maja am

Ähm, ganz ehrlich? Das hier ist der 752348798. Versuch meinen Fazit-Text zu formulieren. Wären meine Schreibversuche auf Papier, würde mein Mülleimer überquellen vor lauter Knäuel. Obwohl, nach neusten Hochrechnungen wäre eigentlich das gesamte Treppenhaus schon vollgeknäuelt. 

Jetzt fragt ihr euch, was so schwer daran ist? Das hier: Sieben Wochen ohne Alkohol – wie soll ich das reflektieren, ohne oberlehrerhaft rüberzukommen und die Moralkeule auszupacken?  „Es geht auch ohne Alkohol”, „Interessante Erfahrung” … blabla, das wisst ihr doch schon, ihr seid doch kleine Füchsinnen und Füchse.

Alles, was ich euch mit auf den Weg geben kann: Geht raus und macht’s einfach. Grundsätzlich gilt das ja für alles, nicht nur fürs Nichttrinken. Fahrt auf Fahrradgepäckträgern mit, balanciert auf Bordsteinkanten, katapultiert euch ins Glück, knutscht, heult,  pflückt Blumen und ganz wichtig: sagt Nein, wenn euch die Dinge nicht in den Kram passen.

Durch das Nein sagen stand ich immer wieder im Mittelpunkt, aber schon bald war auch das ganz normal. Für mich waren die Sonntage ohne Kater das Beste. Einige Bekannte hätte ich lieber nicht so besoffen gesehen, ich weiß nicht, ob ich sie jetzt noch ernst nehmen kann.

Ein paar Mal hab ich Leute gefragt, warum sie Alkohol trinken. Die Antwort „um locker zu werden” hat mich meistens betrüblich gestimmt, weil das ja im Umkehrschluss bedeutet, dass sie sonst total angespannt und krampfig sind. Och 🙁

Mal sehen, wie es jetzt weitergeht mit mir und dem Alkohol. Ich werd auf jeden Fall weniger trinken, weil das auch meiner Figur ganz gut tut. Vielleicht werde ich ja auch einfach Oberlehrerin.

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