Michel

7 Wochen ohne – im Schnelldurchlauf

von Michel am| 1 Kommentar

Ähnlich wie noch vor 7 Wochen, sitze ich im Bus in die Stadt und mache mir Gedanken über meinen Blog. Der Unterschied: Ich muss mir nicht erst vorstellen, was mich wohl beim Alkoholfasten erwarten wird, sondern lasse die vergangenen Wochen noch einmal Revue passieren.

Am Anfang standen große Fragen hinter meinem Ansporn. Geht es auch ohne Alkohol? Wie werden meine Freunde auf mein Fastenvorhaben reagieren? Ich wollte die Welt und mich einfach mal ganz nüchtern betrachten.

7 Wochen im Schnelldurchlauf

Am ersten Fastentag hätte ich schon fast versagt, doch konnte ich dank eines Freundes in letzter Sekunde mein Feierabend-Bier noch gegen einen Feierabend-Tee eintauschen.

Ich fing an meine ausgelassenen Trinkgelegenheiten mitzuzählen. Und die summierten sich doch schneller als ich gedacht hätte. Sei es zur Fußball-Bundesliga, beim Grillen oder einfach zum Besuch von Freunden.

Dann kam die erste Feier ohne Alkohol. Ich stellte fest: Cola ist teurer als Bier, aber das Feiern ohne Alkohol ist genauso gut wie mit, nur eben anders. Nach leichten Startschwierigkeiten zeigten auch meine Freunde für das Fasten Verständnis und hörten auf meine Einstellung zu hinterfragen. Dass Alkoholverzicht eine Einstellungssache ist, habe ich schließlich auch von einem Freund eines Freundes gelernt, der nur einmal Sekt probiert und ansonsten noch keinen Alkohol getrunken hat.

Die letzten Wochen haben mir auch gezeigt, dass Alkohol und Sport nicht zusammenpassen. Erscheine ich ohne rote Augen und dickem Kopf zum Fußball, freuen sich meine Fitness und mein Trainer gleichermaßen.

Eine neue Einstellung

Dies ist nun also mein letzter Fastenblog. 7 Wochen und 15 ausgelassene Trinkgelegenheiten sind verstrichen und ich kann endlich behaupten, es geschafft zu haben! Ich brauche keinen Alkohol!

Rückblickend kann ich sagen, dass es mir das ein ums andere Mal schwer gefallen ist keinen Alkohol zu trinken. Vor allem wenn ich als einziger ohne Alkohol da stand. Sehr gerne hätte ich zu meinem gegrillten Fleisch ein Bier getrunken, einfach weil es für mich dazu passt. Genauso war es beim Fußball-Schauen. Dennoch bin ich ein wenig stolz auf mich immer standhaft geblieben zu sein. Auch wenn Freunde versucht haben mich zu einer Ausnahme zu überreden.

Ich habe die Fastenzeit durchweg positiv erlebt. Ich kann ohne Alkohol feiern gehen. Das erste Mal war schwierig, dafür das zweite Mal schon viel besser. Gewohnheit und eine positive Herangehensweise haben es möglich gemacht.

Die Fastenzeit hat mir auch etwas für die Zukunft mitgegeben. Mit dem Alkohol trinken werde ich zwar nicht aufhören, dazu schmeckt mir Bier zu manchen Gelegenheiten einfach zu gut. Aber dennoch habe ich mir etwas vorgenommen. Ich werde versuchen beim Feiern auch weiterhin auf Schnaps zu verzichten, ohne Druck und mit dem Wissen, dass ich es kann und dass es mir gut tut. Vor dem Sport möchte ich jetzt ganz auf Alkohol verzichten.

7 Wochen waren im Nachhinein keine lange Zeit. Ich glaube jetzt aber, dass wenn man 7 Wochen Alkohol fasten schafft, man auch gut noch viel länger durchhalten kann.

Die Fastenzeit war ein Selbsttest, wie ich ihn mir erhofft hatte. Er hat meine Einstellung zum Alkohol verändert.

Ein Kommentar zu: ““7 Wochen ohne – im Schnelldurchlauf”

  1. Avatar

    bernti

    Nach 25 Jahren täglich Alkohol bin ich seit 12.12.13 „trocken“ – das war die beste Entscheidung meines Lebens – nur schön

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.