Maja

Gleich und gleich bestellt sich gern

von Maja am

Kennt ihr das? Wenn man superpünktlich 15 Minuten vor Vorlesungsbeginn im Hörsaal sitzt und nochmal in Ruhe den Hefter durchblättert, bevor es losgeht? Ich auch nicht. 

Ich schaffe es einfach nicht, pünktlich in der Uni anzukommen. Am dramatischsten ist das bei dem Hörsaal, wo die Eingangstür direkt neben dem Professor ist. Mit dem Öffnen der Tür steht man sozusagen auf der Bühne und ein paar hundert strebsame Studenten, deren Zeitmanagement sogar das Schmieren von Schnittchen zugelassen hat, gucken einen fassungslos an. Verständlich: das Knarzen der Tür stört, das Durchdrängeln zu einem freien Platz noch viel mehr. Sorry!

Was für eine Erlösung also, wenn man auf der Treppe zum Hörsaal noch andere trifft, die ebenfalls zu spät dran sind! Gemeinsam mit einem Komplizen betritt sich diese Hörsaalbühne viel leichter, man steht nicht mehr so allein im Mittelpunkt.

Genauso ist es mit dem Trinken. Wenn ich unter Leuten bin, die ebenfalls grade keinen Alkohol trinken, fühle ich mich zuhause. Meine schwangere Freundin Filiz und mein Kumpel Joppe, der aus seiner Lebenseinstellung heraus keinen Alkohol trinkt, zählen deshalb zurzeit zu meinen liebsten Begleitungen.

Nichts-Alkoholisches bestellen – das gehört inzwischen zu mir wie das Zuspätkommen. Wobei es inzwischen nicht mehr so schlimm ist, als einzige in der Runde Alkoholfreies zu bestellen. Aber zu zweit bestellen sich die Limos noch leichter.

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