Michel

Die Nacht der Gewohnheit

von Michel am| 1 Kommentar

Die erste Partynacht ohne Alkohol war anders. Ich habe einen klaren Kopf bewahrt. Mir sind eine Menge Dinge aufgefallen, die mir sonst entgangen waren.

Die Bars und Clubs der Stadt habe ich aus einem neuen Blickwinkel kennengelernt. Auch das Verhalten zwischen meinen Freunden und mir ging zusehends auseinander. Für die Inhalte dieses Blogs war definitiv gesorgt!

Wieso ist Cola teurer als Bier?

Ein Blick ins Portemonnaie: Wer beim Feiern gerne Schnaps und Mischgetränke trinkt, der kann viel Geld sparen, wenn er beim Feiern auf Alkohol verzichtet. Alkoholfreies Bier ist so teuer wie normales Bier, keine Überraschung. Dass Cola aber zum Teil mehr kostet als ein Bier, hätte ich nicht gedacht. Schade, wie ich finde. Leider hat mich die Cola nicht wie erhofft wachgehalten. Alkohol lässt einen anscheinend verdrängen, dass man eigentlich müde sein sollte. Ich für meine Person hatte ab 2 Uhr morgens Probleme mit dem Durchhalten. Um 3 Uhr war für mich Schluss. Der Rest hat noch bis 5:30 Uhr weitergefeiert. Ich halte das für Gewöhnungssache und kenne auch Leute, die keinen Alkohol trinken und bis in den nächsten Tag durchfeiern können. Als netten Ausgleich hatte ich mehr vom kommenden Tag!

Man ist das laut!

Je später der Abend wurde und je größer der Alkoholpegel desto lauter wurde auch alles um mich herum. Man hat unverhältnismäßig laut miteinander gesprochen, teils geschrien, die Musik wurde aufgedreht. Bei jedem Song wurde mitgegrölt – auch bei denen, die man sich sonst nicht einmal leise anhören würde. Nichts, was ich nicht auch vorher schon gewusst hätte, aber nüchtern erscheint einem dieses Verhalten schon verdammt seltsam. Von der Textsicherheit ganz zu schweigen. Ein schönes Beispiel, Kesha und Pitbulls Song „Timber“: „It´s going down, … (leises, verhaltenes Genuschel)… TIMBER!!“ Natürlich habe ich trotzdem mitgesungen. Inklusive Nuscheleinlagen.

Dass Alkohol die Hemmschwelle sinken lässt, durfte ich besonders einprägsam auf den Tanzflächen miterleben. Ich bin mitnichten ein großer Tänzer, aber zumindest habe ich es geschafft meinen Freestyle im Takt durchzuziehen und meinen Drink nicht auf Mittänzer und Boden zu verteilen. Zudem konnte ich meine Tanztechnik des menschlichen Rasenmähers maßgebend verbessern. Ich gehe jetzt mehr in die Knie!

Frische Luft?

Was ich mich außerdem fragen musste: Wie konnte ich es zuvor mehrere Stunden ohne frische Luft in einem Club aushalten!? Aus meiner alkoholfreien Sicht völlig unverständlich. Wenn dann die Outdoor-Bereiche auch noch für Raucher vorbehalten sind, kann man das mit der frischen Luft  als nüchterner Nichtraucher vergessen. Ich bin für raucherfreie Outdoor-Bereiche in jedem Club! Ansonsten muss man einfach mal kurz vor die Tür gehen. 

Die Meinung danach

Im letzten Blogeintrag habe ich gefragt, ob Alkohol einen Unterschied macht. 

Die klare Antwort dieser Nacht lautet: Ja!

Ich habe mehr wahrgenommen, auch wenn die Eindrücke nicht nur positiv waren. Trotz alledem hatte ich eine tolle Nacht und habe Gefallen daran gefunden auf die vielen kleinen und großen Unterschiede zu achten, die mit dem Alkoholkonsum zusammenhängen. 

Ich zitiere mich mal kurz selbst: „Nach dem Feiern gibt es für mich eigentlich nichts Besseres als einen fettigen Burger in mich reinzustopfen. Das macht glücklich und satt!“ Meine frühmorgendlichen Burger-Erfahrungen muss ich jetzt unbedingt korrigieren. Nüchtern schmeckt so ein Bürger nur nach dem, was er ist: Labbriges Brot mit halbgeschmolzenem Käse, durchweichter Gurke und magerer Bulette. Dann doch lieber was Frisches von Bäcker. Ist auch gesünder!

Ausgelassene Trinkgelegenheiten: 10

Ein Kommentar zu: ““Die Nacht der Gewohnheit”

  1. Avatar

    Franzi

    Freu Dich mal auf n „nüchternes Volksfest“. Erfordert noch viel mehr Durchhaltevermögen als nur ne Clubparty 😉 ist aber nüchtern betrachtet sogar noch amüsanter!

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