Maja

Einen wunderschönen guten Tag!

von Maja am

Mein Name ist Maja und ich mag Kondensstreifen, Eselsbrücken und Fahrrad fahren. Was keiner weiß: Ich kann ganz viele schlimme Popsongs auswendig mitsingen! Ja, auch die zweite Stimme! Das mache ich vorzugsweise auf Partys mit einem Drink in der Hand.

Irgendwie ist das für mich „normal“, dass an einem geselligen Abend Bier, Wein und auch mal ein Schnaps drin ist – aber das wird sich jetzt ändern. Ab jetzt heißen diese geselligen Wegbegleiter nicht mehr Wein und Bier sondern ALKOHOL. Alkohol, was für ein hässliches Wort.

Meine Erinnerung an die erste Alkohol-Erfahrung beschränkt sich aufs stundenlange Putzen. Nicht etwa als Strafe für einen Raubüberfall eines Wodkalagers, nein nein, viel unspektakulärer.

Als ich ungefähr 14 Jahre alt war, wollte ich mit meiner Freundin Alina unbedingt zusammen knallsüße Alkopops trinken. Als ihre Eltern verreisten, war es soweit: Voller Freude wollten wir loslegen, allerdings gab es ein Problem: Wir fanden den Flaschenöffner nicht. Das Flaschen- Aufmachen mit Feuerzeugen oder Zähnen beherrschten wir noch nicht, sodass wir ewig herumprobierten und dabei natürlich wie wild die Sprudelflaschen schüttelten. Das endete in einer farbenfrohen Explosion: die alkoholversetzte Klebebrause landete nicht in unseren Mündern, sondern auf der Schrankwand, der Tastatur und dem Teppich von Alinas Eltern. Dahin der Traum vom ersten Rausch, hallo Realität vom Elternhaus putzen.

Später haben wir das Flaschenöffnen gelernt und Nächte durchgetanzt. Uns ist dabei nie etwas wirklich Dramatisches passiert. Aber es muss ja nicht gleich dramatisch sein: leere Portemonnaies, Pickel und komische Nachrichten, die die Handys plötzlich verschicken („wo bitsn dui?“) können auch einfach nur nerven.

Aber jetzt ist Schluss damit. Aus „Für mich bitte auch eins” wird „Welche Sorten Limonade haben Sie denn?”, weil ich ab sofort Limoholikerin bin.
Ich würde gern wissen, wie die ganze Partyszene nüchtern aussieht und wie ich mich mit dem Fasten verändere – psychisch und physisch.
Am meisten freue ich mich auf eine Zeit mit mehr Zeit, weil ich keine Tage mehr mit Kater verbringen werde! Und ich bin gespannt auf die Kreativität der anderen: Wie werden mich die Leute überreden wollen, doch einmal zu nippen? Oder werden sie munkeln, dass ich schwanger bin? Werden sie mich Spaßbremse nennen? Bekomme ich Komplizen, die mit mir fasten?

7 Wochen, ab jetzt!
Maja

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