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Mädels, warum kennen wir unser Limit nicht?

von Lien am| 1 Kommentar

„Heute trinke ich mal nichts“, so fingen schon manche unserer Mädelsabende an, die schließlich doch mit einem dröhnenden Kopf im Bett endeten.

Dabei ist es nicht mal so, dass ich ohne Alkohol keinen Spaß haben kann. Im Gegenteil: Nüchtern kann ich den ganzen Abend durchtanzen, ohne schlappzumachen, kann am nächsten Morgen ohne Schreck in den Spiegel und in meinen Geldbeutel schauen und habe am nächsten Tag nicht den fiesen Kater, der gegen meinen Kopf hämmert. Doch die scheinbar so leichte Frage bleibt: Warum schaue ich dann doch hin und wieder zu tief ins Glas, wenn ich doch weiß, dass es anders auch geht? Mangelnde Selbstdisziplin? Gruppenzwang? Selbstüberschätzung? Vielleicht von allem etwas.

Wie es bei meinen lieben Freundinnen aussieht? Dazu habe ich sie mal selbst befragt.

Joanna:
„Ich trink manchmal zu viel, weil ich mich überschätze. Meistens bin ich schon ziemlich angetrunken, wenn Freunde oder Bekannte zu mir kommen und mit mir noch einen trinken wollen. Da kann ich leider nie Nein sagen. Und irgendwann merk ich dann doch, dass es zu viel war.“

Tami:
„Auf Partys gehört für mich der Alkohol einfach dazu. Ich werde lockerer und habe mehr Spaß. Da kann man aber leicht den Überblick verlieren, wie viel man eigentlich schon getrunken hat.“

Linda:
„Warum ich manchmal zu viel trinke? Meistens ist das gar nicht geplant! Das sind diese typischen „Ich trinke heute nichts“-Abende. Aber ich lasse mich immer zu schnell überzeugen, wenn meine Freundinnen alle trinken. Ein Bier, ein Shot, ein Longdrink…das summiert sich dann schneller, als ich schauen kann. Und erst viel zu spät merke ich, dass wir schon ordentlich einen sitzen haben. Das Trinken hat dann meistens erst ein Ende, wenn wir kein Geld mehr haben. Und irgendwann liegt man dann da ohne überhaupt was vom Abend genossen zu haben.“

Nicole:
„Ich trink manchmal zu viel Alkohol, um meine Laune anzuheben, gleichgültiger und lustiger zu werden. Oft trinke ich auch viel, um meine Probleme zu „vergessen“ und einfach mal abzuschalten. Meistens sind es auch die Runden, welche die Gruppe ausgibt, die ich nicht ausschlagen kann.“

Wie erwartet erfüllen meine Freundinnen eine ganze Bandbreite an Argumenten: Selbstüberschätzung, Gruppenzwang, Alkohol als „Problemlöser“ und „Spaßfaktor“. Vielleicht sollten wir alle gegenseitig ein Stück besser auf uns aufpassen, wenn der Gruppenzwang so häufig genannt wird. Wir sind doch Freundinnen und da will keiner den anderen zu etwas „zwingen“.

Es ist eigentlich gar nicht so schwer mal etwas weniger zu kippen.
Bei mir gibt es nämlich drei Dinge, die ich nach einer durchfeierten Nacht nicht sehen will: Mein Gesicht, mein Geldbeutel und meine per Handy gesendeten Nachrichten – d n den Nächte, in denen ich nüchtern geblieben bin, sind das alles keine Probleme. Wie ich das doch manchmal schaffe, nüchtern feiern zu gehen? Eben genau aus den oben genannten Gründen.

1. Eitelkeit. Alkohol lässt mein Gesicht zu einem Feuerlöscher erglühen und das sieht einfach nur sch**** aus.

2. Wasser und Softdrinks sind eindeutig billiger als Longdrinks.

3. Meine schlechte Angewohnheit: Wenn ich betrunken bin, sende ich sehr gerne peinliche Nachrichten, für die man einen Betrunken – Deutsch / Deutsch – Betrunken Duden braucht.

Was sagt ihr? Warum trinken wir manchmal zu viel? Und hiermit sprech ich Jungs genauso wie Mädchen an.

Ein Kommentar zu: ““Mädels, warum kennen wir unser Limit nicht?”

  1. Avatar

    Tommy

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    Man trinkt aus mehreren Gründen manchmal bzw. des Öfteren zuviel:
    – weil man sozusagen mit den anderen „mithalten“ will;
    – weil der Alkohol ein „soziales Schmiermittel“ ist: Man ist „gut Freund“ selbst mit Leuten, die man das erste Mal sieht;
    – weil man seine Probleme und Sorgen „runterspülen“ will – und da braucht´s schon eine gehörige Menge an Promille. Funktioniert aber nur soweit, als dass man die Belastungen des Lebens nur für einige Stunden vergisst, am nächsten Tag sind sie garantiert wieder da und, wenn man das zu oft betreibt, kommt ein schwerwiegendes Problem irgendwann dazu: die Alkoholabhängigkeit;
    – gesellschaftlicher Zwang: Man wird heute noch schief angeguckt, wenn man keinen Alkohol trinkt;
    – ich könnte noch mind. 1000 andere Gründe nennen, aber die wichtigsten hab´ ich, glaub´ ich…

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