Claudia

Erst denken, dann reden

von Claudia am| 1 Kommentar

Alkohol gilt – bei vielen – als Mittel der Wahl, wenn man sich nicht traut, jemanden anzusprechen. Oder wenn man keine Lust hat, sich ernsthaft anzustrengen. Alkohol wird dann als Kennenlernbeschleuniger „benutzt“ – allerdings einer mit zweifelhafter Wirkung, wie ich finde.

Denn erstens ist es nicht so schwer, über seinen Schatten zu springen. Zumindest, wenn es die andere Person wert ist. Wovor habt ihr denn Angst? Mehr als Nein sagen können er oder sie ja nicht. Und zweitens macht Alkohol es auch nur auf den ersten Blick leichter. Habt ihr euch unter Alkoholeinfluss noch gut verstanden, kann’s beim zweiten Treffen unangenehm werden. Wenn nämlich das Selbstvertrauen wieder weg, aber kein Alkohol in Sicht ist. Denn jetzt seid ihr zwar miteinander bekannt, aber damals wart ihr lustig drauf und die Party gut. Jetzt ist schönster Sonnenschein, ihr sitzt in der Innenstadt bei zwei großen Eisbechern und wisst eigentlich überhaupt nichts übereinander. Oder ihr stellt fest: Gestern hatten wir irgendwie noch die gleichen Interessen – Tanzen, trinken und gute Musik.

Im schlimmsten Fall seid ihr euch nüchtern sogar unsympathisch. Johannes hat schon recht: „In den meisten Fällen kann man so gut aussehen wie man will. Wenn man der Frau nichts Interessantes erzählen und sie nicht zum Lachen bringen kann, dann hat man sowieso verloren.“ Das gilt anders herum bestimmt genauso – also wenn eine Frau einen Mann anspricht – denke ich. Also Jungs und Mädels, überlegt euch vorher, warum diese Person euch interessiert. Und was sie an euch gut finden könnte. Klar kann es am Ende trotz der besten Vorbereitung schiefgehen. Aber es ist ein Stück weit unwahrscheinlicher geworden.

Mein Tipp: Wissen, wie viel man schon intus hat, und sich vor Augen halten, dass der andere durchaus nüchtern sein könnte. Nichts ist schlimmer als von einem Sturzbetrunkenen angesabbelt zu werden. Da gilt nämlich: Erfolgswahrscheinlichkeit null.

Ein Kommentar zu: ““Erst denken, dann reden”

  1. Avatar

    Marco

    Alkohol, in geringen und verträglichen Mengen getrunken, macht nicht nur euphorisch und lustig. An der Tatsache ist was dran, das Alkohol auch kontaktfreudiger macht und vor allen Dingen – hemmungsloser. Meistens verbinde ich allerdings mit dem Begriff Alkohol mit höhren Prozenten als „Pegelbeschleuniger“ 😉

    Das Alkohol auch als „Kennlernbeschleuniger“ eingesetzt wird, leuchtet mir vollkommen ein. Meistens wird er ja auch zu einigen gesellschaftlichen Anlässen gerne auch als „soziales Schmiermittel“ eingesetzt, wenn es darum geht Geschäfte zu tätigen, oder einfach nur zu feiern.

    Mir fällt es nüchtern nicht schwer, Kontakte zu knüpfen – aber nach einigen Gläschen plaudert es sich einfach untereinander leichter. Deinem Tip, den Du zuletzt in diesem Blog geschrieben hast, finde ich gut und kann dem voll zustimmen.

    Grundsätzlich finde ich das zu überlegen, aus welchem Anlaß ich trinke; ob alleine oder in Gesellschaft, im Allgemeinen ratsam. Wenn ich Kontakte knüpfen möchte, oder mit anderen Leuten feiern möchte trinke ich meistens deutlich weniger – möchte ja mein Gegenüber nicht zulallen, sondern mit ihm vernünftig reden.

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