Gustav

Die Reiertage sind vorbei

von Gustav am

Machen wir uns nichts vor: Weihnachten ist für viele ein Fest voller Alkoholkonsum.

Ich ziehe Bilanz: Die Flaschensammlung in meinem Küchenregal, die sich über die Feiertage angesammelt hat, sieht mächtig aus. So viele alkoholische Getränke – dabei war Weihnachten dieses Jahr doch rundum idyllisch, ruhig, besinnlich, zumindest in meiner Erinnerung. Ein gefährliches Urteil: Weihnachten ist nicht nur bei mir, sondern auch unter Freunden und Bekannten ein optimaler Schafspelz für den Alkohol.

Trotz dieser Erkenntnis würde ich aber nicht völlig auf den Alkohol während der Weihnachtszeit verzichten wollen. Zum Wildschwein-Braten schmeckt mir ein Glas Wein genauso gut wie ein kühles Bier und auf dem Weihnachtsmarkt bummelt es sich mit einer Tasse Glühwein gleich besser. Gute Argumente für den Alkoholkonsum sind das nicht. Den Kälte-Aspekt zur Weihnachtszeit erwähne ich erst gar nicht.

An Weihnachten feiern manche das Fest der Liebe, manche denken an die Geburt von Jesus Christus, viele machen sich einfach so eine schöne Zeit. Überall in der Stadt hängen Plakate für die versaute „X-Mas-Party“ im Saunaclub, Millionen Christen stürmen die Einkaufspassagen auf der Jagd nach der billigsten Spielekonsole, es gibt Adventskalender mit nackten Frauen und derben Kommentaren. Da fällt es nicht weiter auf, wenn ich mal ein wenig zu tief ins Sektglas schaue. Muss ich deswegen ein schlechtes Gewissen haben? Weihnachten ein bisschen mehr zu konsumieren scheint völlig legitim zu sein, weil eben Weihnachten ist. Allerdings sollte  aus den vielen Gelegenheiten keine Gewohnheiten werden. Würden wir regelmäßig so viel trinken wie zur Weihnachtszeit, dann wären wir sicherlich alle Alkoholiker.

Jetzt ist Januar und der Marathon über die Feiertage ist vorbei. Ich habe ausgeschlafen und fühle mich wie ausgewechselt. Kein Kater, dafür Lust aufs neue Jahr. Mein erster Vorsatz für 2014: Erstmal wieder auf Softdrinks umschalten.

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