Johannes

Trinken und Tanzen

von Johannes am| 2 Kommentare

Sich mit Freunden gemütlich daheim treffen, hat zwar seinen Reiz, aber manchmal  muss man auch was erleben –  da muss man raus, sich bewegen. „Tanzen gehen“ ist da oft die naheliegende Wahl.

Enthemmt oder doch schon peinlich?

Jetzt ist Tanzen, zumindest für mich, auch eine furchtbar schwierige Sache: Einmal ist es eine ganz schöne Leistung, sich rhythmisch zu bewegen, den Beat zu halten und dabei nicht umzufallen. Zudem finde ich es unglaublich schwer, den Mut zu finden, um überhaupt zu tanzen. Wer tanzt, der befindet sich in einer Bühnensituation. Wir stehen dann im Mittelpunkt, wir präsentieren uns – und wir haben ständig das Gefühl, dass alle anderen einen beobachten.

Hier liegt natürlich das Problem: Um zu tanzen, muss man locker sein. Und um locker zu sein, muss es einem egal sein, ob die anderen gucken.
Tanz und Alkoholkonsum treffen wahrscheinlich deswegen so oft aufeinander. Das hat damit zu tun, dass der Alkohol uns enthemmt und scheinbar locker macht. Wenn wir trinken, geben wir einfach nichts darauf, dass andere einem zusehen. Die Hemmungen fallen zu lassen kann aber schnell auch schnell negativ wirken. Viele von euch kennen sie bestimmt auch – die Gruppen von Mädchen oder Jungs im Club, die einfach alle ein bisschen zu viel intus haben und ein bisschen zu wenig darauf geben, dass sie beobachtet werden. Tanzen und Alkohol können zusammen  auch schnell peinlich werden.

Zum Glück gibt es ja auch genug Mädchen und Jungs, die auch ohne Alkoholeinfluss enthemmt Spaß am Tanzen haben können.

Tanzen als Vorspiel

Sex ist neben dem Spaß mit Freunden ein anderes Hauptmotiv Tanzen zu gehen. Tanzen wird sogar ziemlich oft mit Sex in Verbindung gebracht. Das hat wohl mit dieser romantischen Vorstellung zu tun, dass der Tanz eine Art Vorspiel ist, ein Vorausblick auf das, was kommt. Zwei Leute treffen sich im Club, sie tanzen, sie reiben sich aneinander; sie testen, ob sie kompatibel sind. Wenn das Tanzen passt, passt auch der Rest.

Ich kann nur hoffen, dass das nicht wahr ist. Mein Tanzstil ist nämlich furchtbar. Ich selbst bewege mich im Bett hoffentlich nicht wie auf der Tanzfläche.

Tanzen macht mir wirklich Spaß, aber wir sollten nicht zu viel hineininterpretieren. Ist es denn so wichtig, ob wir dabei komisch aussehen? Ich finde, wenn man in der Gruppe Spaß hat, dann hat das doch schon genug Potential für Enthemmung auf der Tanzfläche.

Und jetzt noch eine Bitte zum Schluss. Macht mal das Experiment: Geht in einen Club und zwar nüchtern, und dann schaut euch mal die Leute an, wie sie da tanzen, den Longdrink in der einen, die Hüfte des Partners in der anderen Hand. Sexy ist daran nichts, oder?

2 Kommentare zu: “Trinken und Tanzen”

  1. Marina

    Der Autor versteht von Alkohol garantiert so viel wie von Tanzen – nämlich nix. Nüchterne Menschen, die in die Disko gehen, um andere beim Tanzen zu begaffen und zu gucken, ob die da ihr Vorspiel betreiben – das ist echt creepy.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.