Johannes

Meine Top-5 im Limit zu bleiben!

von Johannes am

Wie ich bereits geschrieben habe, glaube ich, dass die meisten Menschen gar nicht wissen, warum sie Alkohol trinken.  Ich weiß selbst nicht genau, warum ich trinke.

Das heißt nicht, dass ich keine Gründe habe; ich denke anscheinend einfach nur nicht sehr viel darüber nach, warum ich trinke. In meinem letzten Eintrag tat ich es dann doch einmal, sehr zur Erregung der männlichen Leser dieses Blogs. Heute möchte ich darüber schreiben, welche Gründe es für mich gibt, nicht zu trinken. Ich will dabei gar nicht so moralisch argumentieren, sondern eher praktisch. Welche praktischen Gründe gibt es, weniger zu trinken. Hier also meine Top-5-Gründe, im Limit zu bleiben.

Trinken kostet, und je mehr man trinkt, desto mehr gibt man aus. Das Problem dabei: Wenn man schon sehr betrunken ist, redet man sich häufig ein, noch mehr trinken zu müssen. Tatsächlich redet man sich das aber nur ein, weil man betrunken ist. Logischerweise braucht man also nicht noch mehr trinken, um betrunken zu werden. Jeglichen finanziellen Aufwand nach diesem Punkt, kann man sich also sparen, denn er bringt einen nicht über den Punkt hinaus, an dem man sowieso schon ist. Ich freue mich immer, wenn ich am nächsten Morgen aufwache und mein Geldbeutel nicht komplett leer ist.
Ein ordentlicher Kater ist eine widerliche Sache: Man kann nicht denken, kaum sprechen und die Körperfunktionen, vor allem jene die Verdauung und Körpergeruch regulieren, spielen total verrückt. Ich glaube – und  jeder der schon einmal zu tief ins Glas geguckt hat, wird mir zustimmen – dass es keinen jämmerlicheren Zustand gibt, als einen wirklich schlimmen Kater: Man liegt  bewegungslos im Bett und starrt an die Decke, führt seinem Körper maximal zwei Aspirin und den ein oder anderen vorsichtigen Schluck Wasser zu, wobei man zusätzlich gemartert wird von der unbeantwortbaren Frage, ob es nun der Kopfschmerz oder die Übelkeit ist, die einem vom erlösenden Schlaf abhält.
Nichts mehr vom Vorabend zu wissen, ist für mich beunruhigend. Was ist passiert und was hab ich gemacht? Die Abrechnung kommt meist durch Erzählungen anderer – siehe Punkt 4!
Jeder kennt sie: „Sorry, ich hatte einfach zu viel getrunken“. Es ist die jämmerlichste aller Entschuldigungen, weil sie gar keine Entschuldigung beinhaltet. Man begründet etwas Dummes gemacht zu haben damit, vorher etwas Dummes gemacht zu haben. Das ist das Gegenteil von einer Begründung. Es ist als würde man sagen: „Es tut mir leid, dass ich auf deinen neuen Teppich geblutet habe, aber ich habe gestern immer wieder meinen Kopf gegen die Wand geschlagen, bis ich ohnmächtig wurde.“
Man merkt es nur nicht, weil man besoffen ist. Es gibt Dinge, für die lohnt es sich, sich zu betäuben. Schmerzhafte Operationen und Ähnliches. Liebe machen gehört nicht dazu.

Das sind meine Gründe, im Limit zu bleiben. Die BZgA sammelt noch viele mehr. Schreibt mir Kommentare, was ihr von meinen Gründen haltet und was eure eigenen sind.

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