Claudia

Mit Alkohol? Ohne mich.

von Claudia am

Feierabendbier, Sektempfang zu Silvester, Abendessen mit Rotwein. So viele Gelegenheiten, bei denen ich Alkohol angeboten bekomme. Ob es mir schwerfällt, immer wieder nein zu sagen?Überhaupt nicht.

Wenn ich einmal so eine Entscheidung getroffen habe, nach gründlichem Nachdenken, dann ist es ganz leicht. Ich habe mich vor über zwei Jahren auch gegen Fleisch entschieden. Lockt mich die Bratwurst in der Einkaufsmeile oder der Gänsebraten zu Weihnachten? Nein. Die Würfel sind gefallen.

Was nicht heißt, dass ich nie Alkohol trinken werde. Keine Ahnung, was ich in zehn Monaten oder zehn Jahren darüber denke. Wenn mir morgen der Sinn nach einem Drink steht, dann werde ich mir was mixen. Deswegen mag ich auch das Wort „Verzicht“ nicht. Denn Verzicht setzt ein Bedürfnis voraus, das man nicht stillt. Mich verlangt es aber gar nicht nach Alkohol. Ich finde, ob man Alkohol trinkt, sollte jeder selbst entscheiden. Aufklärung über die gesundheitlichen Gefahren ja, Verbot nein. Ich mach eine Party, du willst trinken? Von mir aus, musst du halt selbst mitbringen. Ich spendiere Nudelsalat für alle, aber für Alkohol geht mein Geld nicht drauf.

Überhaupt, die finanzielle Seite des Alkoholkonsums. Fast jeder Raucher hat schon mal nachgerechnet, wie viel er eigentlich in seine Zigaretten investiert. Bei Alkohol tut das niemand. Scherzhafte Sprüche à la „Wie haben die drei Bier gestern 50 Euro gekostet?“ sind aber nur das Eine. Dazu kommen die Samstag- oder Sonntagmorgen voller Kopfschmerzen, an denen man nichts zustande bringt, sondern seinen Exzess kurieren muss. Nee, da hab ich bessere Ideen. Ich weiß, nicht jeder hat am nächsten Morgen einen Kater. Aber trotzdem kann ich auf diese Erfahrung ganz gut verzichten. Was nicht alle nachvollziehen können, aber dazu das nächste Mal mehr.

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