Kai

Umzüge und Unwichtigkeiten

von Kai am

Mein Freundeskreis hat sich inzwischen sehr gut an mein alkoholfreies Dasein gewöhnt. Zu sehr sogar. Ich bin kein Freund von Verschwörungstheorien, aber ich glaube inzwischen, dass es zu geheimen Absprachen kam.

Ergebnis dieser war, dass die Umzugsdichte in der Fastenzeit stark anstieg und ich inzwischen mehr Kisten und Möbel als in den ergangenen Jahren geschleppt habe. „Komm mal um zehn, das sollte ja kein Problem sein. Du trinkst ja gerade nichts!“ Was tut man nicht alles für seine Freunde, besonders wenn der Lohn ein drei Monate abgelaufenes, alkoholfreies Bier ist. Trotzdem bin ich froh über die Leichtigkeit, mit der ich inzwischen aus dem Bett komme. Außerdem ist es schön, dass ich mich nicht mit Kopfschmerzen herumschlagen muss. Bier gehört zu Umzügen dazu, wie viel zu schwere Kartons und der Spruch „Drei mal Umgezogen ist wie einmal abgebrannt“. Trotzdem komme ich gut ohne Bier klar, im Gegensatz zu etwas Ordentlichem zu essen, nachdem ich etwa drei Tonnen Kram bewegt habe. Überhaupt fällt mir auf, dass bei vielen Dingen, die mit Alkohol verbunden sind, Alkohol selbst nicht der wichtigste Faktor ist. Oft sogar komplett unwichtig. Abends mit Freunden rumalbern ist mir verdammt wichtig, Alkohol eher nicht. Ein großartiges Essen futtern, das man zusammen gekocht hat, hat einen hohen Stellenwert für mich. Der Wein dazu ist eher ein Bonus.

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